Quereinstieg
Kurz gesagt
Peter kam von der Marine zur Stadt, Luisa über das duale Studium in die Verwaltung. Gemeinsam ranken sie, was ein gutes Onboarding für Quereinsteigende ausmacht: ein fertiger Arbeitsplatz am ersten Tag, eine feste Ansprechperson, ein Einarbeitungsplan und Pflichtmodule zum Verwaltungswissen. Dazu liest Luisa ein Konzept aus der Community vor.
Der öffentliche Dienst ist eine Welt für sich.
Gut also wenn man Leute von außen rein kommen.
Damit das auch gelingt braucht es viel... von beiden Seiten.
Wie? Warum? Und überhaupt.
Darüber reden wir heute.
Über diesen Beitrag haben wir in der Folge gesprochen: Onboarding für Quereinsteigende. Lass gerne deine Meinung da. Wir freuen uns!
Kernaussagen
- Der erste Tag prägt den Eindruck. Peter setzt den fertigen Arbeitsplatz weit nach oben, weil wenig Aufwand viel bewirkt: „Ich glaube, es ist so richtig underrated Ding, was Hebel angeht“ (Peter, ca. 16:00)
- Zeit für Neue ist eine Frage der Priorität. Peter lässt fehlende Zeit als Grund nicht gelten: „Für mich ist Zeit nicht so eine richtige Ausrede, weil es hat für mich was mit Prioritäten zu tun“ (Peter, ca. 17:00)
- Ein Einarbeitungsplan zeigt, dass sich jemand kümmert. Für Luisa zählt am Plan vor allem dieses Gefühl: „Ich glaube, dieser Kümmernaspekt ist der wichtige für mich“ (Luisa, ca. 21:00)
- Verwaltungswissen gehört an den Anfang. Peter setzt Pflichtmodule auf Platz eins. Er selbst brauchte bei der Stadt lange, bis er verstand, dass „der Haushalt quasi die Prioritätensetzung der Verwaltung ist“ (Peter, ca. 27:00)
- Beide Seiten brauchen Verständnis. Quereinsteigende und die Teams, die sie aufnehmen, sind gleich wichtig: „Insofern das Verständnis für beide Seiten und vielleicht auch das Wohlwollende“ (Peter, ca. 29:00)
Kapitel
- ca. 0:00 · Quereinsteigende im öffentlichen Dienst
- ca. 2:00 · Was man auf Mahlzeit antwortet
- ca. 3:00 · Was Quereinsteigenden geholfen hätte
- ca. 8:00 · Peters erster Tag bei der Stadt
- ca. 10:00 · RGL, Wiedervorlage und Rundablage
- ca. 15:00 · Blind-Ranking: Was ein gutes Onboarding ausmacht
- ca. 25:00 · Ein Onboarding-Konzept aus der Community
- ca. 28:00 · Verständnis für beide Seiten
Fragen zur Folge
Was braucht ein gutes Onboarding für Quereinsteigende?
Peter und Luisa ranken fünf Punkte: einen fertigen Arbeitsplatz am ersten Tag, eine feste Ansprechperson, einen schriftlichen Einarbeitungsplan, Pflichtmodule zum Verwaltungswissen und einen Menschen, der am ersten Tag mit dir Mittagspause macht. Peter setzt die Module auf Platz eins, Luisa betont das Gefühl, dass sich jemand kümmert. Mehr zum Thema findest du im Fachbereich Personal.
Welche Pflichtmodule bekommen Quereinsteigende in einer Kreisverwaltung?
Luisa liest ein Konzept aus der Community vor. Es richtet sich an Mitarbeitende ohne Verwaltungsausbildung und umfasst Kommunalrecht sowie Finanz- und Haushaltsrecht (180 Minuten), Rechtsanwendung und Verwaltungsrecht (180 Minuten) und Besonderheiten des öffentlichen Dienstes wie Stufenlaufzeiten (90 Minuten). Dazu kommt eine allgemeine Einführungsveranstaltung für alle neuen Mitarbeitenden.
Was bedeutet Rundablage in der Verwaltung?
Rundablage ist Behördenslang für den Papierkorb, manche sagen auch Ablage P. Den Begriff erklärt auch das Glossar.
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Producer: Vorsicht an der Bahnsteigenkante, bitte, wenn Sie Quereinsteigende sind, Sie aufpassen, Sie den Zug einsteigen. Heute geht's Quereinsteigende im öffentlichen Dienst, in Behörden, wie auch immer. Und Quereinsteigende sind sehr wichtig, ihr vielleicht wisst, weil wir haben Fachkräftemangel in den nächsten, bis 2030 geht ein Drittel oben raus, kommt ein Drittel neu nach, von der Seite kommen Leute, ständig passiert irgendwas. Und ganz viel mehr Quereinsteigende kommen in den öffentlichen Dienst, weil, mal abgesehen von dem öffentlichen Bild im öffentlichen Dienst, ist es nämlich ganz attraktiv im öffentlichen Dienst. allein schon wegen Purpose und so Sachen machen, die fürs Gemeinwohl sind und Dinge nach vorne bringen und Demokratie erhalten und so Sachen. Und deswegen sprechen wir heute ganz viel über Quereinsteigende, Luisa.
Luisa: Und ich glaube, unsere Perspektiven könnten relativ interessant sein, weil ich glaube, du bist Querensteigende, per Definition, wie auch immer man das legal definiert, und ich bin durch und durch Verwaltungs-Mensch, also so angezogen durchs duale Studium.
Producer: Ja, ich würde mich als, sagen wir mal, Quereinsteigender in der Verwaltung bezeichnen. Nicht im öffentlichen Dienst, das sind ja zwei ... Ja. Aber da kommen wir hin. Also Quereinsteigend
Luisa: Ja, true, true. Aber Verwaltung, wo man da auf jeden...
Producer: ist das Thema, ist vor allem das Ding. Vielleicht mal, dann fang ich einfach mal an, auch wenn du die Fragen vorbereitet hast, weil du die vorbereitete von uns beiden bist. Und zwar, wie hast du denn das Bild, wie nimmst du denn das Bild wahr? Oder wie war dein Bild, als du im Studium mit Quereinsteigenden, sag ich mal, konfrontiert warst, weil man hat ja, ja, ich glaub, die Frage ist deutlich.
Luisa: Ja, ich glaube, für mich war da halt gar kein Unterschied. Also ich hab da auch noch nie so krass drüber nachgedacht, da irgendwie... Also einmal, dass man das so krass definiert als Quereinsteigende, weil für mich waren... Also sind das halt alles Leute, die in der Verwaltung gearbeitet haben. Aber jetzt, wo ich mit der Community zusammen... oder sehr viel Austausch habe und auch sehr viele Leute sich irgendwie, glaub ich, bei uns finden... die Querensteigende sind, merke ich, das ist doch ein Ding. Dass sie sich teilweise ausgegrenzt fühlen oder am Anfang extreme Schwierigkeiten haben, reinzukommen, weil man die ganzen Begriffe nicht kennt, weil man nicht weiß, was ein HVB ist, was ein RAGL ist, was ZK heißt und was man auf Mahlzeit antwortet.
Das sind diese Mini-Dinge. Wahrscheinlich hab ich mich selbst als Querensteigende gefühlt. Das ist eher dieses Ding von ... Ich komme neu in die Behörde und es ist so vieles neu. Dann hat man das Gefühl, man ist Querensteigende. Also, hab ich mich verstanden.
Producer: Was antwortet man denn auf Mahlzeit? Kriegt man das im Verwaltungsstudium? Ach so.
Luisa: Nein, das kriegt man nicht. Spoiler alert. Kriegt man nicht. Wusste ich am Anfang auch nicht. Was hat der Student geantwortet? Also die Antwort ist, glaube ziemlich einfach. Einfach Mahlzeit. Aber ich wusste es auch nicht. Ich glaube, ich habe am Anfang so... Ich habe
Producer: Also was antwortest du? Nein. Passiv, aggressiv nein. Mahlzeit nein. Eine Mahlzeit, ne? Ja, ist wie mit Moin. Ist wie mit Moin.
Luisa: sie einfach gestottert. Ja. Upsi.
Producer: Ja.
Luisa: Ja, ich hab dir auch was mitgebracht, weil du
Producer: Sehr gut.
Luisa: bist ja Quereinsteigender. Und ich hab die Community gefragt ... I'm sorry.
Producer: Ich identifiziere mich nicht als solcher, aber ist okay.
Luisa: Dann machen wir's einfach so. Ist auch völlig fein. Ich hab nämlich die Community letzte Woche gefragt, was denen besonders geholfen hätte, als die in die Behörde gekommen sind als Quereinsteigender. Und ich hab das als es kommt drauf an mitgebracht. Und du darfst einmal quasi antworten, was was dir aus deiner Perspektive besonders geholfen hat, hätte.
Producer: das kommt drauf an.
Luisa: Machen wir doch Jingles.
Producer: Nur die Sprach-Jingles. Ich habe herausgefunden, dass die Sprach-Jingles in der Nachbearbeitung nicht schlechter klingen. Nur die Musik-Jingles werden quasi unterdrückt. Insofern kann ich meine Sprach-Jingles bleiben. Können bleiben. Ja, ich auch.
Luisa: Nice, sehr happy. Ich hab den noch vermisst. Das kommt drauf an, das erste. Ich hätte gerne gewusst, dass die korrekte Antwort auf Mahlzeit Mahlzeit ist, wären wir beim Thema. Oder ich hätte gerne die allgemeinen Verwaltungsabläufe, zum Beispiel wie Rechnungen oder Laufwege, gekannt.
Producer: Ich glaub eher das Zweite. Ja, ich glaub
Luisa: Mhm.
Producer: das Zweite. Also das Erste ist unangenehm kurz, wenn du quasi nicht weißt, was da ist. Aber man kriegt das immer noch so mit so einem... Nicken. Kriegt man das...
Luisa: Wobei bei mir hat es sehr lange gedauert bis ich es gecheckt habe. Wirklich. Und das ist halt
Producer: Ja.
Luisa: auch irgendwie im Social-Dings so bisschen unangenehm.
Producer: Ja, ist es, das stimmt. Aber das eine ist nur bisschen social unangenehm, wo die Leute dann doof angucken. ich glaube, erste Mal, man dann auch in ... Kommt auch drauf ein bisschen an. Ich hatte das bei der Bundeswehr. Bei der Bundeswehr war das auch ... Also, das Mahlzeit ist offensichtlich auch ein Thema. Und ... Ich hatte bisschen Glück, weil ich bin mit jemandem zur Schule gegangen, der das auch gesagt hat. Und deswegen ... Ich hatte Vorteile. Deswegen ist das für mich nicht so schlimm gewesen.
Luisa: Man muss ja auch sagen, dass es tatsächlich ist.
Producer: mit 13 schon angefangen hat, Mahlzeit, was schon.
Luisa: Gott, WTF. Aber es
Producer: schon random ist.
Luisa: ist ja tatsächlich auch nicht nur ein Behörden-Ding. Also seitdem ich sensibilisiert bin, höre ich das auch überall anders. Aber
Producer: Ja, ist so.
Luisa: ich muss sagen, ich meine Ausbildung dezent überfordert mit dem Mahlzeit-Ding.
Producer: Who isn't ... Ich würde eher das andere sagen, weil das andere ist wild. Also im Sinne von ... diese Standards, in Behörden gelten, die alle als völlig normal empfinden, die aber für dich, wenn du von draußen reinkommst, gar nicht normal sind. Ja. Jaja.
Luisa: Hast du da ein Beispiel, was dir da besonders ... Das wäre interessant für mich. Bei mir war auch vieles, aber ich hatte durchs Studium ... Also, das hab ich schon mal gehört.
Producer: Also ich war ein bisschen überrascht. Ich kannte das ja nur von der Bundeswehr mit der Hierarchie und auch, du quasi gewisse Sachen nicht direkt irgendwie nach oben leitest oder sonst irgendwas. Ich war überrascht, wie viel Döller das gelebt wird in Verwaltungen. Also wie sehr das, so umlaufen wir am Thema, wie wichtig ist, dass ich halt nicht zu irgendwem kommen, einfach so gehen kann, sondern dass da irgendwie erst noch drei Ebenen dazwischen sein müssen. Das hat mich ein bisschen überrascht.
Luisa: Ist das krasser als in der Marine?
Producer: würd das nicht pauschalisieren, weil ich komm halt auch von operativen Einheiten. Da ist alles sowieso ein bisschen, sagen wir mal, gestreamlined. Also,
Luisa: Mmh.
Producer: da hat halt keiner Zeit ... Also, nicht, dass es nicht auch überschwankende Bürokratie da gibt. Aber im Zweifel hat niemand Zeit dafür. Und dann kommt's vor allem dran, dass die Info ankommt. dann ist erst mal egal, auch wenn's das da auch gibt, aber halt irgendwie auf einer, weiß nicht, kann ich's gar nicht sagen, auf einer lockeren Ebene. Vielleicht kann man sich das eher so vorstellen wie in einer Fußballmannschaft. und gewisse Informationen gehen nur an den Kapitän, aber im Spiel
Luisa: Mhm.
Producer: kann auch mal jemand anderes die Führung übernehmen und sagen, nee, hier lauf mal nach da. Ich glaub, so würd ich das so ein bisschen ... Weißt du? So. Und in Behörden
Luisa: Okay, verstehe, dass es anders ist in Behörden.
Producer: war das dann halt sehr schnell ... so sehr ... also, ein bisschen starrer einfach, als ich es vermutet hätte.
Luisa: Mhm.
Producer: Das find ich ein krasses Beispiel. Womit ich dann auch nicht, weil ich hatte in der Marine war es relativ ... Also ich war quasi auch in der Marine nur in einer wirklichen Verwaltungsposition, wo es wirklich mehr oder weniger ein Amt war, als ich Redenschreiber war. Das war halt wirklich in Marinekommando und das war mehr oder weniger ein Amt. da kannte ich das wohl und auch mit den E-Mails und mit den 300 Leuten im CC, aber das fand ich in Verwaltungen noch mal ein Schnuff krasser. Dass jeder jede E-Mail teilweise bekommen hat, je nachdem, das organisiert war, und du einfach eine E-Mail-Flutsonnergleichheit hattest, das war schon doll. Und so ein paar Sachen da hätte ich gern gewusst.
Die muss man sich teilweise sehr schmerzhaft ... erkämpfen, sag ich mal. Jaja.
Luisa: Das kommt drauf an. Ich hätte gerne gewohnt, das ist kein Wissen, aber ich hätte gerne ein bereits funktionierendes Telefon und aktuellen PC gehabt. Oder ich hätte gerne die ganzen Abkürzungen gekannt. Mir war nicht klar, was man alles abkürzen kann. Zwei Ausrufezeichen.
Producer: bin ich weder noch, muss ich sagen. Weil das mit dem, mit dem ich hätte gerne vernünftige Technik gehabt, muss ich sagen, lief bei mir herausragend. Ich bin dahin gekommen. Es war sogar Corona. Also es ging gerade an mit Corona und trotzdem hatte ich einen eingerichteten PC. Ich hatte eine Blume auf dem Schreibtisch.
Luisa: Mh.
Producer: Ich hab auch mit Corona eine vernünftige und relativ persönliche Begrüßung bekommen mit Gummihandschuhen. Witzigste Geschichte überhaupt.
Luisa: No way.
Producer: Ja, witzigste Geschichte überhaupt. Auch noch mal Shoutout fand ich in der ... Wir hatten ein paar, sagen wir mal ... Insgesamt haben wir anders gearbeitet, aber das fand ich einen sehr schönen Einstieg mit meinem damaligen Chef. Der hat nämlich wirklich ... Dem war das sehr wichtig, dass man sich persönlich begrüßt. Und offensichtlich war das mit Corona ein bisschen schwierig. Und dann hatte er in seinem Büro das alles Fenster aufgemacht. Das war wirklich ... Also, wir reden von ... Warte mal, wann ist Corona losgegangen? März. März 20 ist es losgegangen. bin, glaub ich, im April oder so hab ich bei der Stadt angefangen. Und er hatte quasi Fenster offen, alle hatten eine Maske an. Und er hatte so Gummihandschuhe auf den Tisch gelegt.
Und dann haben wir uns beide Gummihandschuhe angezogen. Und dann konnten wir uns begrüßen mit einem Handschlag. Das fand ich irgendwie süß, weiß ich nicht. Fand ich gut.
Luisa: Es ist sweet, es nicht ganz unpersönlich geworden ist. Aber es ist auch lustig. Ja, ich so helfen.
Producer: Ja, genau. Es war nicht sofort Tür zu und wir sehen uns nie wieder, sondern es war der Versuch, das persönlich zu gestalten. Deswegen wurde ich sehr gut empfangen. Mein erster Tag war sehr reibungslos. Shout-out statt Olmog, das wirklich schön. Ich hatte einen sehr guten ersten Tag. Und auch ganz viele tolle Erlebnisse überhaupt. das war wirklich gut. Und das andere mit den Abkürzungen, das ist bei der Bundeswehr mindestens genauso schlimm.
Luisa: Okay.
Producer: Also deswegen kannte ich diesen Abkürzungsfimmel. Es gibt ja auch so eine komplette Vorschrift. Abkürzungsfimmel der Bundeswehr, heißt anders. Aber abküfi bw. Aber den gibt's quasi. Und da wird auch alles ständig die ganze Zeit abgekürzt. Deswegen war das für mich keine neue Welt, es war nur andere Abkürzung.
Luisa: Okay, ja. Wild. Dann, es kommt drauf an, ich hätte gerne gewusst, wie man eine RGL interpretiert. Oder ich hätte gerne gewusst,
Producer: Eine RGL.
Luisa: was Wiedervorlage heißt.
Producer: Wiedervorlage kannte ich schon, deswegen hätte ich gerne das mit der RGL gewusst.
Luisa: Weißt du was eine RGL ist, Peter? Hast du eine Idee?
Producer: Nope. Nope. Nee, gar nicht. Ich bin richtig lost. Ich bin auch zu lange raus einfach. ist einfach so, es ist wirklich so. bin auch zu lange raus.
Luisa: Ja, bist wahrscheinlich, man muss sagen, bist wahrscheinlich auch nicht wirklich damit in Berührung gekommen, weil ich denke mal, hast... Nee, das meine ich nicht, aber
Producer: Ich war nie wirklich drin, meinst du? Okay, hi, verstanden.
Luisa: ich glaube, dass du nicht mit Gesetzen gearbeitet hast während deiner Arbeit. Also nicht so taktäglich.
Producer: Ja, das haben meine Chefs auch immer gesagt. nein, nein,
Luisa: Right.
Producer: ich hatte keinen wirklichen keinen Antragsbearbeitungsjob bei der Verwaltung. Deswegen ... Rechtsgrundlage? guck mal, hier. Kam noch, der kam noch aus der Ecke.
Luisa: Ja, RGL, das wird dir wirklich... Korrekt! mein Gott! Richtig krass, Deswegen... Ach so, das macht einen richtigen Unterschied. Also mal. Voll geil. Mega nice.
Producer: Hab vergessen mein blaues Licht übrigens anzumachen. Was macht es? Es leuchtet blau. Ja, oder? Ich vergess' ihn. Na gut.
Luisa: Mega mega nice. Ähm... Ja, also Rechtskontakte. Upsi.
Producer: Checkliste und so. Checklistenpunkte und so. Also, was von beiden? Entschuldigung, jetzt hab ich die schon wieder unterbrochen.
Luisa: Interessant. Ja, also... Ja, genau. Nee, nee, sag was von beiden. Du hast es aber quasi beantwortet. Rechtsgrundlage.
Producer: Ja, Wiedervorlage kannte ich schon, Rechtsgrundlage sind ... Das Ding ist, ich hab ja auch was studiert mit ... Jaja. Ja.
Luisa: Ist das ein Ding in der... links auch? Okay.
Producer: Ich würd sagen, Wiedervorlage ist sogar was so not just Behörden-Things. Ich glaub, Wiedervorlage ... Nee?
Luisa: Okay, das hab ich sonst noch nirgends gehört. Nee.
Producer: Ist das nicht sogar eine Funktion bei Outlook? Auf Wiedervorlage? Irgendwie schon. Ja, egal.
Luisa: Ach echt?
Producer: Also eher das erste Rechtsgrundlage. Ich hatte das im Studium grundsätzlich. Hab ja Staats- und Sozialwissenschaften studiert und damit viel mit Recht gehabt. Ich war aber nicht gut in Recht. Das hat mich wirklich nicht interessiert. Ich muss Asche auf meinen Haupt. Es interessiert mich jetzt nach dem
Luisa: Ich bin nicht
Producer: Studium deutlich mehr als im Studium.
Luisa: Fühl ich tatsächlich sehr, kleiner Fun-Fact, irgendwie hab ich mich nicht so... vor dem Studium, wusste, ich dachte, ich studiere irgendwas mit Wirtschaft. Weil ich war so, du alle Studium, da steht Verwaltungswirtschaft, irgendwie Public Management. Und ich war richtig erschlagen, als ich dann am Anfang einfach wirklich sechs, sieben Monate nur Rechtszeugs durch hatte. Also, ich bin auch eher nicht so team. Aber jetzt denk ich mir, eigentlich ganz nice.
Producer: Ja. Ja. Ich find Recht insgesamt auch cool. Also ich glaube, das ist auch so ne Frage von ... Weiß ich nicht, ob's Alter ist, sondern so ... Weiß ich nicht, ob's Alter ist. Es gibt doch so ... Nee, du wirst einfach mit dem Alter instantkonservativer. Und irgendwann kommt so Ding so, da gibt's bestimmt ne Rechtsgrundlage für ... Ja. Gibt's.
Luisa: Irgendwann fängt man an rechts zurück zu mögen. Okay. Perfekt. Ich hab dir noch ein Behördenwort mitgebracht, bevor wir Richtung so Onboarding von Querensteigenden gehen. zwar so Behördenslang, glaube ich, ist auch so ein Ding, was man erst mal zu checken muss. Weißt du? was eine Rundablage ist. hast uns einen Content gesehen. Auch genannt. Aber really? Ich fand's so
Producer: Ja. Ein Papierkorb. Nee, nee, Oder wie man in der Marine sagt, ne Pütz.
Luisa: funny irgendwie am Anfang. Also das wusste ich, das habe ich in der Behörde auch nie gehört. Ich glaube auch. Ja. Da sind wir wieder beim Gehördenwort. 2026 und so.
Producer: Das ist auch mehr so Slang, ist auch mehr so Jugendwort-mäßig. Behörden, Jugendwort. Ja. Ja.
Luisa: Manche nennt es auch Ablage P.
Producer: Ja, das war übrigens ... diese extra Wörter ist aber auch so ein Ding. Eigentlich ist das ganz cool. Das ist am Anfang super befremdlich, aber das ist immer das, was ich sage, eine eigene Welt. Ich mag das total. Das war bei der Marine eben auch so, nur eine andere Welt. Bei der Marine
Luisa: Absolut.
Producer: ist auch so, da kommst du auf den ersten Tag hin und plötzlich hat alles maritime Begriffe. Du wirst richtig angeschrien, wenn du sagst, kann mir jemand den Eimer geben. Das ist ein Pilz! Das ist ein Pilz! Mach mal
Luisa: Aber ich glaube tatsächlich...
Producer: die Tür zu. Das ist ein Schott! Mach das Schott zu, das. Ja.
Luisa: Was? Okay, aber wie du sagst, ich ich finde das ganz cool. Aber wenn man drin ist, also ich persönlich habe es nicht so geschätzt, vielleicht war ich nicht so lange genug drin, einfach war man so dieses, äh, behörde. Aber ich habe das Gefühl, dass wir das relativ gut schaffen in unserer Community, diese Dinge halt als besonders und cool zu dings, so langsam.
Producer: glaube, das ist alles eine Frage von, wie man das sieht. Ich bin absolut bei dir. ist was, wo man es noch einfach sagen kann, nee, find das cool. Das kann man einfach
Luisa: Ja, genau.
Producer: als cool deklarieren.
Luisa: Aber das muss man erst mal schaffen. Weil wenn alle sagen, wie nervig, Behörden, dann schafft man es nicht. das weswegen wir da.
Producer: Ja, das ist richtig. Aber dann sind wir alle bei.
Luisa: okay. Dann lass mal über das Thema Onboarding sprechen. War nämlich tatsächlich letzte Woche eine Diskussion auf unserer Plattform Richtung queransteigender Onboarding. Deswegen bin ich auch zum Thema gekommen. Da ist nämlich eine Kommune, komme gleich noch bisschen drauf, die haben sich ... oder beschäftigt sich sehr intensiv damit, wie man Querensteigende onboarden kann. auch schon mal ein Shoutout. Ich hab mich in der Community gefragt, wie viele ein onboarding bekommen haben. Und ein spezielles onboarding bekommen haben. Es waren nicht ganz so viele. Ist ja auch die Frage, ob man's braucht. Aber genau darum geht's jetzt auch. Also, die Frage ist, was macht ein gutes onboarding aus? Also, stell ich dir persönlich, ist ein Blind-Ranking. Ich nenn dir fünf Begriffe, und du darfst ranken von eins bis fünf.
Producer: Yes.
Luisa: Das Erste ist, der Arbeitsplatz steht am ersten Tag.
Producer: Ganz ehrlich, ich geh mal auf zwei, weil ich das super wichtig finde. Weil dieser Ersteindruck ist, dahin kannst du nicht. Dieses ... Ja. Ja.
Luisa: Ja, ... Ja, das stimmt. Muss ich aber auch sagen, es klingt ja erst mal bisschen absurd. Aber ich würde sagen, so in der Ausbildung hast du ja immer so Mini-Onboardings. Also immer, wenn du eine Praxisphase wechselst, es so Mini. Würde ich sagen. Und dass der Arbeitsplatz nicht steht, so
Producer: Standard.
Luisa: ist quasi Standard, aber da kann man jetzt auch nicht immer die Leute dort blämen, weil ganz häufig liegt es halt einfach an den Prozessen oder dass sie zu viel auf dem Tisch haben oder dass die Abteilung die Passwörter noch nicht hergestellt hat. Also ich glaube, ich hatte mehr Onboardings in dem Sinne, wo das alles nicht stand. Aber ich bin beide, dass es megawichtig ist.
Producer: Ich glaube, es ist so richtig underrated Ding, was Hebel angeht. Weißt du so, von wie viel Zeit kostet etwas, was einen sehr großen Impact hat. Und ich glaube, dass das Onboarding, deswegen pack ich's auf zwei, ziemlich vorne mit dabei.
Luisa: Ich erinnere mich auch noch in deiner Praxisphase, du hattest es schön gemacht. hattest den Schreibtisch schön gemacht. Das war das erste Mal, ich so Fakt, da weiß jemand, dass ich komme. Und freut sich gefühlt auch noch. Ja. Ja.
Producer: Ich hab mir auch Zeit genommen. Ich hab mir immer Zeit genommen an dem Tag, weil ich ... also ... ich weiß halt ... Jetzt muss man zwei Sachen dazu sagen, weil es gibt sofort den Reflex, sagen, wir haben keine Zeit dafür. I know. Die Frage ist, wie viel bringt's euch langfristig? nimmt man sich die Zeit? Für mich ist Zeit nicht so eine richtige Ausrede, weil es hat für mich was mit Prioritäten zu tun. Die Frage ist, ob das eine Priorität ist. Ich versteh, wenn's keine ist. Deswegen reden wir darüber, es ist so eine Awareness-Sache, also so eine ... glaub einfach, das macht ganz viel. Und grade bei so Leuten, die jetzt ganz neu dabei sind und das erste Mal in der Behörde sind und da ja aber länger sind, ist es doch so schön, wenn der erste Tag schön ist.
Dann kommen die nach Hause und sich, das war cool, die Leute waren total nett zu mir, die haben sich auf mich gefreut.
Luisa: Absolut, das sind diese kleinen Dinge. Ich kann es nur bestätigen, weil das war genau der Moment, ich hatte, als ich bei dir in der Praxisphase war. Das erste Mal das Gefühl hatte, wow, da freut sich jemand, dass ich als Azubi dort komme und ich kann dort irgendwie helfen. Ich glaub, du hast dir eine halbe Stunde Zeit genommen, mir einen Kaffee trinken zu gehen. Du gefragt, wo siehst du dich, wo kannst du dich einbringen? Ich war so überfordert mit dieser Frage, weil mir das vorher nie gestellt wurde. Das sind so winzige Dinge. glaub, es reicht, zehn Minuten einen Kaffee zu trinken. Und einfach der Person zu zeigen, dass man sich freut, dass sie da ist.
Ja, agree, agree.
Producer: Ja, gleich können.
Luisa: Das Zweite. Eine Person oder eine Ansprechperson, eine Feste für alle dummen Fragen, die man so hat.
Producer: Geh ich mal auf vier. Also nicht sagen,
Luisa: Okay.
Producer: ich würde nicht sagen, dass es nicht wichtig ist. Ich glaube nur, dass das jetzt nicht speziell fürs Onboarding wichtig ist. Wie ist das bei dir?
Luisa: Mhm. Ich hätte das, glaub ich, viel höher gerankt, tatsächlich. Weil häufig ist es ja tatsächlich so, und das auch ... Ich kann die genauen Zahlen nicht sagen, aber war die Mehrheit, die von Kolleginnen eingearbeitet wurden oder werden. ich glaub da ... Also, grade wenn ich keine richtige Einarbeitung hab, weil ich keinen Onboardingplan hab, wär mir's wichtig, ich jemanden hab, wo ich weiß, da kann ich ganze Zeit hingehen und Fragen stellen. Und ich sitz da nicht so und denk mir so ... Ich hab keine Ahnung, wen ich fragen soll. Deswegen hatte ich es höher gesetzt.
Producer: Fühle ich. Ja, fühle ich. Ich verstehe, was du meinst.
Luisa: Aber zwei und vier meine ich. Dann das nächste. Einen schriftlichen Einarbeitungsplan mit Terminen.
Producer: Ui, jetzt habe ich die Vier schon gesetzt. Das ist immer doof mit diesem Blind Ranking.
Luisa: Opsie!
Producer: Das Ding ist, ich würde sogar, also ich setze mal auf drei aus folgendem Grund. Ich glaube, auch das ist was, wo man sich wieder, wo man wieder, das sind diese Kleinigkeiten, wo man sich nie Zeit für nimmt, die aber eigentlich Vollhebel haben. Also
Luisa: Mhm.
Producer: das ist ja eigentlich, wenn du regelmäßig Eigentlich ist es ja egal, was für ein Posten das ist. das regelmäßige Posten sind, wo Leute regelmäßig drauf sind, wenn du standardmäßig Azubis wechselst, dann kannst du das einmal machen und hast es. Aber selbst wenn es quasi ein, jemand kommt den ersten Tag, eigentlich kann sich das Team super gut hinsetzen vorher, halbe Stunde nehmen und sagen, keine Ahnung, Luisa kommt jetzt bald ins Team, Montag ist es soweit, was sind denn die Sachen, die wir glauben, die für sie sinnvoll sind? Lass uns mal kurz sammeln. Das, das, das, das, das, das, ranken, Zettel hin, fertig schön.
Luisa: Ja, also ich glaube, ich wäre, also ich finde das mit dem Einarbeitungsplan ist an sich cool, weil man also, wenn man dort hinkommt, Gefühl hat, man weiß, was passiert und vor allem, hat sich schon mal jemand beschäftigt damit, was ich wissen muss und da kümmert sich jemand mich. Ich glaube, das Wichtigste daran ist dieses Gefühl von, es kümmert sich mich, was ich jetzt weniger gerne hätte, was teilweise irgendwie dann, also nicht so richtig der Fall wäre, aber wo ich, also doch, das war teilweise der Fall, dass ich einfach einen Ordner vorgesetzt bekommen habe und es war so. Jetzt lese das mal durch. Und wenn das einfach Sachen
Producer: Ja, ich hatte ...
Luisa: sind, Sachen machen zu müssen, dann finde ich schwierig.
Producer: Ja.
Luisa: Ich glaube, dieser Kümmernaspekt ist der wichtige für mich. Und dann würde ich es hochsetzen.
Producer: Das glaub ich auch, dieses Interesse-Ding. ich mein, das ist wie bei Meetings auch. Du kannst dich mit fünf Minuten vorher, dem, was gleich in dem Meeting passiert, damit beschäftigen, deinen gefühlten IQ 20, 30 Punkte nach oben setzen. So ist es beim Onboarding auch. Du kannst diesen Ersteindruck von jemandem, der dass ich komme und hat sich damit beschäftigt und geht nicht in den Raum rein, äh ... äh
Luisa: Jöck no!
Producer: der Moment. Das ist so leicht, das sind fünf Minuten. Und diese keine
Luisa: Ja.
Producer: Zeit, kauf ich deswegen nicht, weil es ist halt Es sind fünf Minuten.
Luisa: Und ein dieses fucking wichtige fünf Minuten. Ja.
Producer: Und dieses sich einmal Gedanken drüber machen, was kann man am ersten Tag machen. Ich meine, alle
Luisa: Mmh.
Producer: machen sich über diesen, weiß ich nicht, es gibt ja manchmal diesen Girls' and Boys' Day, wo dann irgendwie die jungen Leute kommen. Darüber machen die Leute sich teilweise mehr Gedanken, als wenn jemand, irgendwie für die nächsten Jahre da ist, ersten Tag da ist und so, ja, lass mich erst mal ankommen. Das ist dann immer der Bild, lass mich erst mal ankommen. Als würdest du ankommen wollen.
Luisa: Ja. Ja, ankommen.
Producer: Du gehst ja dahin, Dinge zu machen und nicht anzukommen.
Luisa: Ich Nächster Punkt.
Producer: ich muss noch einen ergänzen. Übrigens, Bundeswehr, Laufzettel. Standard. Egal,
Luisa: das das.
Producer: wo du hinkommst, gib einen Laufzettel. Laufzettel, egal, wo du bist, es gibt immer einen Laufzettel von, du musst in diese, Station und du musst immer eine Unterschrift geben von demjenigen, der dich quasi einweist, der dich onboardet oder sonst was, gerade an Bord von Schiffen, weil das einfach so häufig passiert, gibt's immer Onboarding und Offboarding-Checklists. Also ... Normal. wird gar nicht drüber nachgefragt. Deswegen hab ich auch nicht drüber nachgedacht. Aber das ist völlig normal. Du kommst deinen ersten Tag hin, und dann gibt's ein striktes Protokoll mit Sachen, wo du hin musst, was du alles brauchst und so weiter und so weiter. Übrigens auch überall. Also, als ich in Nier landen war, auf dem Schiff genau das Gleiche.
Hier ist ein Zettel, ablaufen.
Luisa: Du hast noch eins und fünf frei und das nächste ist Pflichtmodule zum Verwaltungswissen.
Producer: auf eins. Auf eins. Hau ich auf eins. Und
Luisa: really?
Producer: zwar aber jetzt nicht, was wir uns vorstellen mit der trockenen Verwaltungsscheiß.
Luisa: Okay? Ja...
Producer: Sondern ich hatte das, das hatte ich tatsächlich auch. Und zwar ... das in Holmberg auch mal so eine Diskussion. Weil die gemerkt haben, dass grade bei Quereinsteigenden, die haben einfach kein Verwaltungswissen, woher auch. Und da irgendwie so Module zu machen, beziehungsweise irgendwas zu machen. Zum Beispiel neue Ratsmitglieder kriegen ja auch ein Onboarding. Also neue Ratsmitglieder kriegen auch eine Onboarding-Woche.
Luisa: Okay.
Producer: Weil die sagen, so funktioniert die Verwaltung, das sind eure Rechten, das sind eure Pflichten, hier kriegt ihr die ganzen Materialien, das sind ihr Ansprechpartner, ihr bekommt. gerade in Kommunen, in der RAT, ist das eigentlich, in Olmog war das sehr professionalisiert. Das wär ja an sich auch cool, zu sagen, so was sind die ... Also allein schon diese Neutralitätspflicht. So Dinge, von denen ganz viele Leute noch nie was gehört haben. Da sind schon mal so ein paar Verwaltungsgrundsätze zu kennen, schon mal nicht so doof. Insofern, ja.
Luisa: Save. Ja, okay, okay, checker. Das nächste ist nicht ganz on-boarding, aber es hat damit zu tun, oder das letzte, einfach mit dem ersten Tag. Und zwar ein Mensch, der am ersten Tag Mittagspause macht.
Producer: Ja gut, muss ich ja jetzt auf fünf setzen. Das klingt natürlich, als würde ich Menschen nicht mögen. Ja, ich würde zumindestens, ich sag mal, ich rette mal meine Haut
Luisa: Mmh.
Producer: durch Argumentation und sage, ich würde diesen Menschen nicht festlegen. Ich glaube, es passiert ein Stück weit oder derjenige, der dich einarbeitet bzw. der für
Luisa: Ja.
Producer: dich verantwortlich ist, macht das ja ganz automatisch. Ja, ja. Ja, ist schon recht wichtig.
Luisa: Wobei, ja, schon recht wichtig. Aber ich hab ... Ich geb dir den Punkt, dass meine Frage dementsprechend nicht richtig gestellt war.
Producer: Das ist völlig okay.
Luisa: Yes. Also, das ... Das war ... Das kommt drauf an.
Producer: Kommt drauf an.
Luisa: Yes. Und ich wollte sagen, dass es dieses Onboarding tatsächlich aber an einigen Verwaltungen gibt. Beziehungsweise wollte ich das Shout-out geben an die Person aus der Community, die diese Frage auf der Plattform gestellt haben. mit diesem Thema auseinandergesetzt. Und ich glaube, ist eben auch dieses Wichtige, dass man sich damit auseinandersetzt. Aber ich würde diese Nachricht gerne einmal vorlesen, wenigstens ein Teil.
Producer: Ja, bitte.
Luisa: Und zwar, wir haben bei uns ein Onboarding-Konzept entwickelt, das sich insbesondere an Mitarbeitende richtet, die keine Verwaltungsausbildung bzw. kein verwaltungsbezogenes Studium mitbringen. Neben einer allgemeinen Einführungsveranstaltung für alle neuen Mitarbeitenden gibt es verschiedene fachliche Grundmodule, die verpflichtend sind. Zum einen gibt es Kommunalrecht und Finanz- und Haushaltsrecht. 180 Minuten, Peter. Dann gibt es Rechtsanwendung und Verwaltungsrecht. 180 Minuten. Das klingt einfach wie meine Studienfächer. Also genau das so. Aber jede Woche 180 Minuten und mehr. Und dann noch Besonderheiten des öffentlichen Dienstes. Zum Beispiel Stufenlaufzeiten sowie Unterschiede zwischen Tarifbeschäftigten und Beamten. 90 Minuten. Die Idee dahinter war, allen Quereinsteigenden ein grundlegendes Verständnis für die Arbeit und die Rahmenbedingungen einer Kreisverwaltung zu vermitteln, unabhängig davon, in welchem Bereich sie später tätig sind.
Was sagen wir dazu, Peter?
Producer: Ja, mega gut. Also ich glaube, das erschlägt natürlich, wenn du da irgendwie den ersten Tag hinkommst und sagst, so hier ist dein ... Ja, ja, das stimmt.
Luisa: Ich glaube auch nicht, dass du am ersten Tag direkt alle Module hintereinander, perfekt auf Onboarding, kommst rein und erst mal so, ja, wir haben hier 180 Minuten Kommunalfinanz- und Haushaltsrecht für Sie.
Producer: Das Ding ist, ich glaube ... Also, ich find das deswegen so gut, weil selbst wenn das in dem Moment nervt und du ja eigentlich, egal wo du ankommst, mal andere Sachen machen möchtest eigentlich, das bringt so super viel. Ich hab irgendwie ewig auch gebraucht, weil, weiß nicht, bei der Marine war das irgendwie nie das Thema. Und ich hab bei der Stadt wirklich ernsthaft anderthalb Jahre gebraucht, bis es bei mir Klick gemacht hat, wo der Moment kam, wo ich mir dachte, der Haushalt ist ja wichtig. Nee, ernsthaft, weil das war kein
Luisa: Okay, ja.
Producer: Thema. Man sagt immer nur, Haushalt ist Haushalt, aber dass der Haushalt quasi die Prioritätensetzung der Verwaltung ist, ist so ein Ding, das kann man schon mal wissen. Wenn man das nicht weiß, macht man viele Sachen falsch. auch da, Shoutout, auch da hat sich mein damaliger Amtsleiter echt drum gekümmert, dass das so was wird. Also, es war noch kein ... professionalisierter Prozess, aber dieses Verständnis für, hier fehlt irgendwas, und ich glaube, wir müssen Leuten mal ein paar Grundlagen geben. war auf jeden Fall da und der ist mit uns den kompletten Haushalt einmal durchgegangen. Also quasi
Luisa: Mega gut!
Producer: wirklich den Haushalt an sich und zu sagen so, so ist ein Haushalt aufgebaut. Das ist da wichtig. Das passiert bei uns, das passiert im Rat, das passiert dann. Deswegen ist das und das wichtig, das sind die Zyklen und so. Und das war wirklich, wirklich hilfreich. Und ich glaube, wenn das ... professionalisiert im Sinne von standardisiert ist, hilft das vielen Leuten.
Luisa: Ich glaube, ich finde gar nicht so krass diese 180 Minuten Kommunalrecht und diese 180 Minuten Rechtsanwendung, sondern mir geht es wieder viel mehr dieses, man kümmert sich, man denkt halt darüber nach,
Producer: Ja.
Luisa: was könnten Quereinsteigende brauchen und wie können wir denen das am Anfang vermitteln? Und das finde ich so schön. Und wenn ihr jetzt zuhört und denkt, ich kümmere mich darum oder ich würde das gerne irgendwen weiterleiten auf unserer Plattform, ich glaube, wir verlinken einfach mal den Beitrag, Peter, oder? Weil dann könnt ihr nämlich in den Kommentaren da auch mit den Personen, die sich in anderen Kommunen, Behörden damit beschäftigen, austauschen. ähm ... ja, mal gucken, was da so geht und was ihr so machen könnt. bisschen Inspiration holen.
Producer: Genau das. Und bitte, bitte für beide Seiten, also diejenigen, quer einsteigen und diejenigen, die quer einsteigende lassen. Die Leute, quer einsteigen lassen. Die beiden, ihr seid in diesem Punkt extrem, extrem wichtig. Für das, was wir irgendwie in Behörden der Zukunft oder jetzt auch schon der Gegenwart haben. Weil das ist so, das sind so wichtige Schnittstellen von Leute kommen in den öffentlichen Dienst und sind nicht direkt vergrault. sondern verstehen vielleicht ganz viel. Und auf der anderen Seite, die Leute können ja nichts dafür, dass sie kein Verwaltungsstudium hatten, sondern die versuchen, die Verwaltung reinzukommen, hatten das noch nicht. Und auch da ist Verständnis notwendig. Insofern das Verständnis für beide Seiten und vielleicht auch das Wohlwollende. Die Leute meinen das gar nicht böse, sondern die wollen eigentlich einen total guten Job machen.
Und wir versuchen irgendwie, alle Möglichkeiten zu geben, dass sie das machen können und dass man gemeinsam eine gute Behörde und vor allem eine wirksame Behörde macht. Und genau dafür machen wir ja auch das hier alles. Insofern kommt gut in den Was ist heute? Dienstag.
Luisa: Die Tug.
Producer: Und schreibt auf der Plattform, wie das bei euch mit Onboarding ist. Wir verlinken die ganzen Sachen und dann freuen wir uns auf eure Beiträge und den Austausch. Und dir Luisa auch noch einen schönen Dienstag.
Luisa: Mahlzeit.
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