Ha Vau Beh
Kurz gesagt
Nach Wahlen bekommen viele Behörden eine neue Leitung, die Verwaltung bleibt. Peter und Luisa erklären die Abkürzung HVB und sprechen über Behördenaccount und HVB-Account, das Neutralitätsgebot und den Schritt vom Wahlkampf ins Amt. Peters Rat an neue HVB: erst zuhören, das Team mitnehmen und erklären, warum die Verwaltung Dinge so macht.
Neue Verwaltungsspitzen bekommt das Land.
Und was das mit Menschen macht... einiges.
Das und die Frage: wie geht ihr mit neuen Behördenleitungen um, besprechen wir.
Und wenn wir wir sagen, dann vor allem Peter.
Der hat heute wieder sehr viel zu sagen.
Kernaussagen
- Die Verwaltung bleibt, wenn die Spitze wechselt. Behördenmenschen tragen das Wissen über Wahlen hinweg weiter: „ihr seid das Gedächtnis der Verwaltung und verwaltet damit über Amtszeiten hinaus“ (Peter, ca. 0:00)
- Auf den HVB-Account gehört nur, was zum Amt gehört. Das Neutralitätsgebot trennt Amt und Wahlkampf: „seid ihr auf einer Wahlkampfveranstaltung, hat das auf eurem HVB-Account nichts zu suchen“ (Peter, ca. 16:00)
- Neue HVB starten mit Zuhören. Wer sofort alles umbaut, verliert das Team: „Alles auf einmal funktioniert nicht. Immer erst mal Füße stillhalten“ (Peter, ca. 21:00)
- Ein Vorstellungspost ist kein Muss. Regelmäßige Beiträge bringen mehr als ein wochenlang vorbereiteter Einzelpost: „Regelmäßigkeit schlägt den Rest“ (Peter, ca. 23:00)
- HVB sollen erklären, warum die Verwaltung handelt. Peter wünscht sich Inhalte über Prioritäten, Ratsentscheidungen und ihre Umsetzung: „Ich möchte einen HVB, der den Leuten erklärt“ (Peter, ca. 28:00)
Kapitel
- ca. 0:00 · Neue Behördenleitungen und eine Community-Nachricht
- ca. 2:00 · Behördenwort: HVB
- ca. 4:00 · Wahr oder falsch im Kommunalrecht
- ca. 13:00 · Social Media: Behördenaccount, HVB-Account und Neutralitätsgebot
- ca. 17:00 · Ein eigener Account für den HVB
- ca. 20:00 · Neue HVB briefen und das Team mitnehmen
- ca. 22:00 · Vorstellungspost und der Abschied vom Wahlkampfmodus
- ca. 28:00 · Was HVB erklären sollten
Fragen zur Folge
Was bedeutet HVB in der Verwaltung?
HVB steht für Hauptverwaltungsbeamter. Gemeint ist die gewählte Spitze einer Behörde, etwa Bürgermeisterin, Oberbürgermeister oder Landrat. In Niedersachsen dauert die Amtszeit acht Jahre, der Stadtrat wird für fünf Jahre gewählt. Weitere Behördenwörter findest du im Glossar.
Was darf ein HVB auf seinem amtlichen Social-Media-Account posten?
Alles, was er in seinem Amt tut, etwa einen Besuch beim Schützenfest als HVB. Wahlkampftermine und parteipolitische Aussagen gehören dort nicht hin, das regelt das Neutralitätsgebot. Peter empfiehlt als Prüfung, ob ein anderer HVB denselben Beitrag posten würde. Mehr dazu im Beitrag über Neutralität auf Social Media.
Wie startet eine neue Behördenleitung gut mit ihrem Team?
Mit Zuhören. Peter rät neuen HVB, erst zu schauen, was es schon gibt, Fragen zu stellen und die bisherige Arbeit wertzuschätzen. Danach entwickelt die Leitung die Kommunikation gemeinsam mit dem Team weiter. Mehr dazu im Fachbereich Kommunikation.
Transkript
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Producer: Ständig immer sind Wahlen und immer gibt es irgendwie neue HVBs, Hauptverwaltungsbeamte, neue Chefinnen und Chefs. Und eine Sache, wenn politische Ämter wechseln, bleibt, die Verwaltung, die wird nämlich gar nicht neu gewählt, gibt natürlich immer mal paar Leute, die da so neu reinkommen. Das bedeutet aber, ihr seid das Gedächtnis der Verwaltung und verwaltet damit über Amtszeiten hinaus. Und das ist gut, weil das bedeutet, euer Job ist super wichtig und unabhängig von dem ganzen politischen Wirbelwind. Seid ihr die Konstanten? Das bedeutet, dass ihr super wichtig seid. Und darum geht's in dieser Folge. Wir reden nämlich ganz viel über neue Behördenchefs, Behördenchefinnen, Behördenleitungen und wie man denn damit umgeht. Und ich glaube, Luisa kann damit sehr, sehr gut anfangen, weil wir haben eine Community-Nachricht.
Luisa: Genau, mega schön gestartet, Peter. Heute haben wir auch so bisschen den Kommunikations- und Social-Media-Aspekt mit drin. Also für alle Nerds, da kommt ein bisschen was. Und ich hab uns eine Community-Nachricht mitgebracht, mit der ich gerne einsteigen würde. Oder deswegen reden wir in dieser Folge auch drum. Hallo ihr, ich hätte eine Idee bzw. Themenvorschlag. Bald ändert sich bei vielen die Bürgermeisterin. Wie ist der Umstieg? bei euch allen und wie macht ihr die Vorstellungen zwecks Social Media bei der Zusammenarbeit? Und ich glaube, wir steigen erst mal so bisschen allgemein ein, weil ich halt weiß, dass auch aus der Community einfach weiß, dass bei ganz vielen einfach dieses Thema gerade aufkommt von Hilfe, ich kriege hier einen neuen Chef.
Ist ja auch sehr ungewöhnlich, dass man einfach einen neuen Chef vorgewählt bekommt. Und das ja auch irgendwie nur so alle acht Jahre. und ich weiß, dass bei vielen auch so bisschen Sorge da ist, also Freude oder Sorge. Und vielleicht wollen wir erst mal die Basics klären. Ich habe ein Behördenwort mitgebracht und es ist ein einfaches dieses Mal, Peter. Also du hast es gerade auch schon genannt, deswegen wirst du es easy erklären können. Aber
Producer: ich krieg's hin. Yay! Ich schaffe es, einen In-Himekwiss mich nicht zu blamieren.
Luisa: freu dich nicht zu früh, weil das danach wird hart. Ich habe meine Kommunalrechtssachen
Producer: nein.
Luisa: wieder ausgepackt.
Producer: nein, okay. Optimistisch bleiben.
Luisa: Und zwar ist das Behördenwort beziehungsweise Abkürzung HVB.
Producer: Das musst du noch mal schön sagen, damit wir was klippen können.
Luisa: Das Behördenwort, das du heute erklären darfst, ist HVB.
Producer: Also quasi ein Was ist HVB eigentlich?
Luisa: Genau. Ja, das ist... Ich hab dir die Gen Z Übersetzung mitgebracht.
Producer: unbedingt die Gen-Z-Übersetzung für Hauptverwaltungsbeamter ist.
Luisa: Ein bisschen überzogen. Die hätte ich gerne in meiner Kommunalrechtsklausur gebracht. Also, HVB ist der final Boss der Verwaltung. Die Person, bei der der ... Buck stoppt. Bürgermeisterin, OB, Landrat, alles HVB, je nachdem, wo du bist. Chefin der kompletten Behörde, aber nicht von irgendeinem Amt reingesetzt, sondern von den Leuten gewählt. Heißt null laufbaren Grind, dafür Amtszeit mit Ablaufdatum. Und wenn's brennt, wortwörtlich Katastrophenfall ist. der HVB, die Person, die am Ende den Kopf enthält. Lowkey der stressigste Job im Haus.
Producer: Ja, weiß ich nicht.
Luisa: Das letzte würde ich mal so anzweifeln, aber ich finde, das war meine Lieblingsabkürzung im Studium. HVB.
Producer: HVB? habt ihr eigentlich Abkürzungsvokabeln lernen müssen?
Luisa: Du meinst so Abkürzungskunde im Studium? Nee, das war einfach, das war einfach,
Producer: Ja, weiß ich nicht. So Vokabeln lernen.
Luisa: das war einfach inkludiert. Also,
Producer: Einfach standardmäßig mit drin.
Luisa: musst du können. Ja, es war so, du wurdest dahingesetzt und einmal beworfen und dann konntest du...
Producer: Ohne Erklärung einmal beworfen, wenn Sie Abkürzungen nicht kennen, müssen Sie selber gucken.
Luisa: Ja, genau.
Producer: Sehr vernünftig. Ist ja wie hier. Ich muss auch mal gucken, wenn ich die Abkürzungen nicht kenne. Sonst sitze ich hier und stehe hier. Na ja, also HVB hat Verwaltungsbeamter. Auch so einen Begriff hatte ich vorher noch nicht. Also bis ich in der Behörde gearbeitet habe, offensichtlich. bis ich in der Verwaltungsbehörde gearbeitet habe. Bei der Marine gibt es keinen HVB. Der Bubble heißt anders, sag ich mal. Bei der Marine...
Luisa: Wie heißt der Babu? Wie heißt der Babu? Ja, wie heißt der?
Producer: Bei der Marine heißt der Babo anders. Bei der Marine heißt der Babo ... Inspekteur. Oder je nachdem ...
Luisa: Okay. Ich bin auch mal verwirrt, wenn du so Sachen auspackst, weil du dann sagst, dass du immer so voraussetzt, dass man weiß, dass das ein wichtiger Titel ist oder irgendwas und ich denke mir so...
Producer: Deswegen sag ich immer schon Chef der Marine, mein, dann weiß man's ja wenigstens.
Luisa: Ja, völlig fein. Hat ja auch jeder irgendwie so eigene... Dingsies.
Producer: Ja, Inspekteur
Luisa: Ja. So, jetzt bist du einfach gestartet, Peter. es
Producer: Einfach so.
Luisa: ist nicht alles so easy hier. Also ich habe dir wahr oder falsch zum Thema Corona-Recht bzw. Fadigum-Familie.
Producer: nein. Okay, also jetzt muss ich meine ganzen Kommunalrechts-Gekennnisse, die zwei zusammenfassen und quasi in meinen Kopf bringen. Ich hab mein komplettes Kommunalfachwissen hier mal mitgebracht in meiner Umlaufmappe. Hier ist alles drin, was ich über Kommunalrecht weiß. Ist leer.
Luisa: Ich hab richtig Flashbacks bekommen, weil alles, was ich dir jetzt sagen werde, das, was man in einer Prüfung prüfen muss. Und zwar auch so
Producer: Okay.
Luisa: grindy, weil ... Ich mein, die Leute werden es wahrscheinlich wissen, oder auch nicht, wenn ihr nicht im Kommunalrecht wart und euch durchs duale Studium gequert habt. Aber dort ist wirklich alles rund so eine Wahl ... satzgenau ... festgelegt. Und du hast auch so ein schönes Schema, wonach du das alles prüfst, natürlich. Und ja, ist irgendwie faszinierend, habe ich das mal mitgebracht.
Producer: Prüfungsvorbereitung Kommunalrecht
Luisa: Mit Peter und Luisa. Erstens.
Producer: Naja, mit Peter gibt's die falschen Antworten, weil man muss auch die falschen Antworten kennen.
Luisa: Das erste ist, man ist erst Bürgermeister in, wenn man den Eid gesprochen hat.
Producer: Das war. Weil vorher, ist ja wahrscheinlich ernsthaft nicht crazy.
Luisa: Nope, du, du, du. Ja, das ist falsch. Das Beamtenverhältnis wird mit dem Tag der Annahme der Wahl begründet. Paragraf 80 Absatz 5 NKOM VG.
Producer: Das gibt's ja nicht. Das heißt, wenn die Wahl angenommen wird ... kriegt man schon Kohle. Na muss ja, oder? Wenn du dann bist, dann bist du ja, dann bist du ja drin.
Luisa: Also ich möchte auch einmal kurz anmerken, jetzt Leute zuhören, sagen, boah Luisa, du erzählst richtigen Müll, ein Studium ist schon bisschen her, ne? Also, bitte.
Producer: Nein, die erzählt keinen Müll. Komm, und wenn, und wenn dann, wie gesagt, packts auf die, packts in Austausch, sagt uns offen, damit wir über Dinge auch diskutieren können. Und das heißt ja auch, ist das, ist das dann, also du hast natürlich ein NKomm, also Niedersachsen, ist das denn überall so? Das würde mich mal interessieren.
Luisa: Genau, ist auch eine Anmerkung, wir... Das richtig wichtige Anmerkung, weil das ist in jedem Bundesland anders. Also gerade wenn du auf Kommunalwahlen gehst, das ist in jedem Bundesland anders geregelt. Also in Nordrhein-Westfalen sind die Regelungen anders als in Niedersachsen. Deswegen sind auch manche so, hm, kannst du wechseln von Behörde zu Behörde? Also, ja, du kannst dich ja immer in die Gesetze Du kannst dich immer in die Gesetze einlesen, so. Aber es ist schon relevant...
Producer: Ja, ja. Hat ja aber schon für sein eigenes Bundesland kaum jemand Bock drauf. Aber gut, hier hinten sind sie auch. Das sind deutsche Gesetze.
Luisa: Und je... wahrscheinlich ganz andere Gesetze.
Producer: Verfassungs- und Verwaltungsgesetze, gute Gesetze.
Luisa: Weißt du eigentlich, Peter, dass man die im Studium, hast du ja diese Klopper, also ich hatte ungefähr 10 Kilo Gesetze, also ungelogen 10 Kilo Gesetze. Und da
Producer: Mhm.
Luisa: musst du, wenn es Neuerungen gibt, muss man die alle einzeln wieder einsortieren. Also du kriegst dann so ein Packen Ergänzungslieferungen und dann musst du Seite für Seite diese Bibel dünnen Seiten neu machen. Dann steht da so Seite 1012 bis 1024 austauschen mit dem und so.
Producer: Ja, sowas hatte ich auch. Es ist bisschen anders allerdings. Es waren keine Gesetze, sondern Seekarten tatsächlich. Also bis es, also jetzt sind quasi überall recht verbreitet, sage ich mal, elektronische Seekarten der Standard. Aber als es noch nur normale Seekarten gab und es Änderungen im Fahrwasser oder sonst irgendwo gibt, also wenn zum Beispiel Bojen umgesetzt werden oder wenn sich Leuchtfeuer, also Leuchttürme wenn die anders blinken als sonst oder wenn man das Fahrwasser, wenn das ein bisschen angepasst wurde oder oder oder gibt es tausend Möglichkeiten. Wenn das sich geändert hat, dann wurde das regelmäßig rumgeschickt an alle Schiffe und dann müssen die halt immer eintragen und sagen auf allen Seekarten, wo das applicable ist, also wo man das machen muss, mussten die an alles eintragen, damit die Seekarten aktuell sind.
Quasi das Gleiche nur in Seekarte. Und ist auch nervig und ist mit elektronischer Seekarte quasi auch. Na nicht
Luisa: Ja, crazy. bin... Ich... Okay. Nächster.
Producer: Geschichte. Nicht Geschichte, aber halt so versioniert. So, next one.
Luisa: Aber diese Ergänzungslieferungen sind nicht Geschichte. Das muss immer noch gemacht werden.
Producer: Ja, ja, ja, ja. glaub's bei Seekarten auch noch so, weil wir immer noch Backup machen müssen. Ich weiß gar nicht, ob das jetzt auch noch so ist. Ich hab
Luisa: Okay.
Producer: auch veraltetes Wissen. Hier, könnt immer reinschreiben. Mal in die Commis schreiben, ob das noch so ist. Ihr alten Seewerne.
Luisa: Next one. Bar oder falsch? Vereidekt wird vom dienstältesten Ratsmitglied.
Producer: würde sagen, dass es wahr und zwar, bevor du auflöst, weil ich mir denke, das ist ja auch der Standard, dass es so einen Alterspräsidenten gibt in den meisten Parlamenten und so. Und ich glaube, das ist bestimmt so ein Ding, was man standardmäßig gemacht hat, dass man sagt hier, weil wir irgendwie gar nicht so richtig wissen und nachher kratzen sich die Leute alle die Augen aus, wer das jetzt macht, sagt man einfach, ja, wir machen einfach der Älteste. Und wir wissen ja, die Ältesten haben immer die meiste Kompetenz.
Luisa: Duuup, duuuup, duuuup. Ich brauch hier so einen Button. Das war ein Falsch. So ein Falschsound.
Producer: War das jetzt richtig oder falsch? Was? Und warum hat es dann auf einer hohen Note ge- geendet? Seit wann sind denn negative Nachrichten auf einer hohen Note? Das ist muss mal, es muss doch werden dann so, düm, düm, düm. Das ist falsch. Düm, düm, düm. Ist doch richtig.
Luisa: Okay, er sounds leeren bei Peter. I'm sorry. Aber tatsächlich, während meines Studiums war es noch genauso, weil jetzt kommen nämlich dazu, dass Gesetze auch geändert werden. Bis Januar 2025 war das genauso, dass das dienstälteste Ratsmitglied das gemacht hat in Niedersachsen. Aber jetzt wird
Producer: Mhm.
Luisa: es von einer ehrenamtlichen Stellvertreterin oder ehrenamtlichen Stellvertreterin durchgeführt. Paragraph 100.
Producer: Warum?
Luisa: 81, Absatz 1, Endkampf-OG. Ja, Peter, jetzt darfst du mal, jetzt weißt du einfach mal, wie es ist, Public Management zu studieren. Jedenfalls einen Ausschnitt davon.
Producer: Man fragt sich die ganze Zeit, warum.
Luisa: Ja.
Producer: Das hatte ich tatsächlich auch. Ich ich habe einen Studiengang gehabt, Staats- und Sozialwissenschaften. Insofern habe ich quasi auch Recht und so ein Quark gehabt. Wir hatten aber hauptsächlich die größeren Themen, also Verwaltungsrecht. Ich hatte auch bayerisches Polizeirecht aus Gründen, aber hauptsächlich Verwaltungsrecht, internationale Verträge, Völkerrecht, so Sachen. Und da ist es auch so, also da denkst du dir auch bei ganz vielen Sachen so, why? Na ja, so ist halt Recht.
Luisa: Ich finde es insofern... Also ich verstehe warum Leute das auch cool finden, weil das so prüfen, man kann da Spaß dran finden, kommt halt drauf an, was für ein Typ du bist.
Producer: Ja, kann Spaß an so vielen Sachen haben. Next.
Luisa: Ich habe eine letzte und leichte für dich noch.
Producer: Sehr gut.
Luisa: glaube, die weißt du. Wahr oder falsch? Wer jetzt gewählt wurde, bleibt fünf Jahre im Abend.
Producer: Das kommt darauf an, weil kommt darauf an, wo gewählt wurde. Also das ist ja nach der
Luisa: Ja, ich gehe vom HVB in Niedersachsen aus.
Producer: Gott, ja. So, also ich meine, das war kurze Zeit so und ich glaube, die haben das wieder verlängert, guck mal, siehst du? Ich glaube, die haben das wieder verlängert und ist wieder auf 8.
Luisa: Ja, genau, es sind acht Jahre, aber der Stadtrat wird tatsächlich für fünf Jahre gewählt.
Producer: Das finde ich tatsächlich eine coole, eine coole Abgrenzung. Ja, finde ich gut. Sehr gut. Ist auch cool, so
Luisa: Ja, spannend. Also das war da keine...
Producer: acht Jahre, zieh dir mal rein. Also wir haben ja auch hier in Oldenburg wurde ja auch gewählt. Ja,
Luisa: ist auch eine verdammt lange Zeit, finde ich einfach.
Producer: ja. Also die meisten, die sich da zur Wahl stellen, wissen nicht, ob sie die acht Jahre auch noch schaffen. Und dann bei uns in Oldenburg gibt
Luisa: Okay.
Producer: es jetzt auch einen neuen Oberbürgermeister und der nimmt die Leute also schon im Wahlkampf mit und jetzt natürlich auch zur Amtsübergabe und so. Und Das ist schon crazy, stell dir mal vor, weil das ist ja dieser Wahlabend, gerade wenn du die Stichwahl gehst. Und bei uns war das, also hier in Oldenburg war das halt so, dass zwei Leute quasi in die Stichwahl kamen, die vorher nicht Oberbürgermeister waren. Das heißt, in diesem Split-Second entscheidet sich, was du die nächsten acht Jahre machst. It's wild, oder? Das ist richtig wild.
Luisa: Das ist wild. Vor allem bei jedem anderen Job hast du so eine Probezeit und erst mal gucken, ob du es magst oder nicht. Was machst du, wenn du so HVB wirst und dann denkst, boah, ist gar nicht mein Job. Du hast ja vorher nie als HVB gearbeitet und diese Experience gehabt. Genau.
Producer: Ja, ist richtig wild. Müssen wir nochmal holen. gucken, wir den hier ... Ja. Kriegen wir genug. Also wenn
Luisa: kann mir nicht den Bürgermeister im Amt
Producer: wir hier eins kriegen, dann Oberbürgermeister in unserem Podcast. Das werden wir wohl hinkriegen. rein ins Fachwissen. Das war doch schon Fachwissen. Voll das Fach gewusst. Nachdem wir jetzt Fach gewusst haben, wissen wir jetzt noch mehr Fach.
Luisa: Korrekt. Aber jetzt Richtung Kommunikation und Social Media. Da habe ich dir fünf Grundsatzfragen mitgebracht und ich glaube, da kannst du deutlich mehr mit anfangen.
Producer: Nice, call summit.
Luisa: Alright. Die fünf Grundsatzfragen. Erstens. Was sollte eine Behörde auf Social Media teilen?
Producer: idealerweise amtliche Information. Damit fängt es schon an. Und ansonsten so ziemlich all das, was zur Bürgerinformation gehört. Also ich würde mal, wenn wir so richtig reingehen wollen, gibt es da ja auch Landesmediengesetze für und überhaupt Kommunalgesetze auch von was muss eine Behörde, wo muss quasi auch eine Behörde auskunft...ten...auskunftten.
Luisa: Auskunden?
Producer: bei dir ist wieder hier...
Luisa: Wow.
Producer: Feuerwehrpolizei. Das ist in Ordnung, das auch Behörden. Das hat hier Platz im Podcast.
Luisa: Es ist jetzt direkt gegenüber von der Feuerwehr.
Producer: Sehr gut. Liebe Grüße an die Feuerwehr Hannover. Auf jeden Fall ist das ja insgesamt auch geregelt. Und da gab es quasi am Anfang, als noch nicht so viele Leute das mit diesem Social Media gemacht haben in Behörden, gab es ja immer noch den Streit, ob das jetzt dazu gehört oder nicht. Also ob das quasi, was wir da machen, amtliche Informationen sind, ob das vom Pressegesetz abgedeckt ist oder, oder, oder was mit Auskunftspflichten ist. Also wenn Bürgerinnen und Bürger bei Insta oder bei Social Media generell Fragen stellen, zählt das unter die Auskunftspflicht oder nicht? Nein. So Sachen. So ein bisschen. Aber so brauchen wir Gott.
Luisa: Zweite Frage. Was gehört auf den Behörden-Account und was gehört auf den HVB-Account?
Producer: Ja, perfektes
Luisa: Stichwort Neutralitätsgebot.
Producer: Beispiel, perfektes Beispiel Neutralitätsgebot, weil man darf mal an unsere Wirtschaftsministerin gucken, die dort gerade verloren hat, beziehungsweise wo das Bundesverwaltungsgericht, Gott, ich blamier mich, egal, ein Gericht in Deutschland per Eilantrag quasi den Post verboten hat. Was war passiert?
Luisa: verrückt!
Producer: Unsere Wirtschaftsministerin, Gott, Peter. Irgendwas mit R.
Luisa: Ich wusste den Namen. Ja, Reiche. Ich dachte Reiche. Katharina Reiche.
Producer: Reichelt? Reiche, Katarina Reiche, bester Name für eine Wirtschaftsministerin. Dieses Büros leider nur für Reiche. Ja, okay. Dieses Amt ist leider nur für Reiche in den nächsten Wochen und Monaten. Auf jeden Fall hat die nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin auf ihrem Ich-bin-Wirtschaftsminister-in-Account was zur Politik der Linken beziehungsweise irgendwas mit Verfassungsfeindlichkeit und whatever, ist ja egal was. Auf jeden Fall hat sie etwas Politisches gesagt auf ihrem HVB-Account quasi. Und That's not good. Und darauf hat die Linke gesagt, zu Recht muss man sagen, hier Neutralitätsgebot. Was ist da denn los? Und entsprechend hat sie das per Eilantrag beim, wie gesagt, ich meine Bundesverwaltungsgericht, bin mir aber nicht sicher, eingereicht. Und die haben gesagt, Neutralitätsgebot, das geht nicht.
Und das ist ein schönes Beispiel für alle Leute, und unabhängig davon, wie wir politisch stehen, weil darum geht es im Zweifel nicht. Wir sind ja hier auch ein Behördenaccount und eine Behörde. Es geht hauptsächlich darum, dass wir hier Recht und Gesetz umsetzen. So, und jetzt nicht uns darüber unterhalten, inwiefern das jetzt cool ist, dass das Recht ist oder nicht, weil das nicht unsere Aufgabe. Wir sind Exekutive und das bedeutet, wir setzen das was Gesetz ist. Und in dem Falle ist das halt Neutralitätsgebot. Das heißt, ihr macht bitte nur die Sachen, die ihr qua Eures Amtes macht und nicht mit Politik vermischen. Das heißt, ganz praktisch, seid ihr auf einer Wahlkampfveranstaltung, hat das auf eurem HVB-Account nichts zu suchen.
seid ihr bei der Eröffnung vom Schützenverein oder beim Schützenfest im Persona des HVBs der HVB, dann ist das okay. Das ist so die grobe Unterscheidung. Würde ein anderer HVB das gleiche posten? Ist ungefähr die Frage, die ihr euch stellen könnt. Wenn ihr das nicht werdet, könnt ein anderer das posten, wenn er denn HVB wäre.
Luisa: Megagut. glaube, da struggeln viele mit. Dritte Frage. Braucht der HVB einen eigenen amtlichen Account oder reicht der Stadt-Account bzw. Behörden-Account in dem Fall?
Producer: Also der Behördenaccount reicht grundsätzlich, ich glaube aber, es ist sehr sinnvoll, das zu tun.
Luisa: Die meisten haben es ja auch mittlerweile.
Producer: je größer, desto ja, je kleiner, desto nein. Also die größte Herausforderung ist halt, dass auch das Arbeit macht. Und das kannst du machen in einem Ministerium, wenn du quasi ein Social Media Team hast oder persönliche Referenten oder so. lange, selbst in Städten mit Oberbürgermeistern, sind ja die Stellen kaum dafür da. Und ganz, ganz häufig in solchen, sag ich mal, alles bis Stadtgröße 200.000 sagen wir mal. Darüber müssen wir noch mal gucken. Da sieht es dann meistens in der Organisation ein bisschen anders aus. Aber die haben halt eine Pressestelle und die Pressestelle macht halt den Stadtaccount. Also wenn ich Stadtaccount sage, meine ich auch alle anderen Behörden in der Größenordnung, weil es geht ja Strukturen.
Die machen halt die Pressesachen und damit auch den Stadtaccount meistens oder den Behördenaccount. Und da nochmal ein, wir machen jetzt auch, im Prinzip ist es ja CEO-Kommunikation, also Geschäftsführerkommunikation. Machen wir jetzt auch nochmal eben mit, ist halt nicht ... So, sondern meistens müssen das entweder die HVB selber machen. Also ich weiß, dass es in den ganz, kleinen, also in den kleineren Behörden, da machen es normalerweise die engagierten HVBs selber, wirklich selber und haben dann quasi noch auf dem Stadtaccount die Unterstützung von den den Presseleuten. Und irgendwann gibt es auch genug Städte, wo das quasi das Pressebüro, wie auch immer man es dann nennt, selber macht. Also. Es ist schwer zu sagen, wer das wo, wie, wann macht, weil das kommt halt echt hart drauf an.
Ich würde trotzdem sagen, dass es sinnvoll ist und idealerweise geht das halt Hand in Hand. Also idealerweise wird das gut miteinander abgesprochen und man weiß halt auch, welche Sachen wo sind. Also einfach nur der HVB macht was und wir teilen alles, doof. Und nur die Stadt macht irgendwas oder der Behördenaccount macht irgendwas und der HVB teilt alles, ist auch irgendwie doof. Also ich finde, es braucht dann auch einen unterschiedlichen Ansatz. Weil es aber auch einfach gewisse Sachen gibt, die bei einem HVB rein thematisch besser aufgearbeitet werden als auf einem Stadtaccount oder auf einem Behördenaccount. Insofern, finde beide sinnvoll. Es kommt darauf an, viele Ressourcen man dafür...
Luisa: Da sind wir wieder beim Thema, dass alle mal denken, Social Media kann man so aus dem Ärmel schütteln und dann ist da eigentlich viel mehr hinter, als man eine
Producer: Ja, du kannst nicht.
Luisa: ein Drittel Stelle mit der man zwölf Kanäle bedienen soll. Ja, no way, not possible.
Producer: nicht gut possible. Also geht alles. Ist aber viel, also generell merkt man ja im Kommunikationsbereich, Social Media Bereich von Behörden. Je kleiner die Behörde, desto mehr ist das, Klammer auf nicht nur im Social Media Bereich, eigentlich in allen Bereichen. Je kleiner die Behörde, desto eher ist die Frage nach der Qualität der Arbeit, ne, welcher Mensch sitzt da und wie viel Bock und Können und so was und dickes Fell hat der, die, Person. Das ist halt schon so.
Luisa: Wenn die HVB selbst postet, was muss sie wissen? Also was muss ich damit geben, wenn die jetzt neu ist?
Producer: Ich glaube, das kommt drauf an, insgesamt ist es eine Frage von Abstimmung. Ich glaube, ist das Beste. Kommunikation nach innen ist genauso wichtig, dass du quasi dich zusammensetzt und sagst, was ist denn schon? Weil auch da HVBs kommen ja HVB, Verwaltungsbeamte, HVB. Beste, richtige Abkürzung. Das Abastrof S ist in diesem Falle nicht richtig. Right? weil die Mehrzahl ausgeschrieben ist ja Verwaltungsbeamte
Luisa: Das war's für mich.
Producer: und nicht Verwaltungsbeamtes. Also kann es nicht HVBs sein.
Luisa: Peter, du bist als Grammatik-Nazi in meinem Traum aufgetaucht. Was soll ich dir dazu sagen?
Producer: Ja, Peter in der SZ-Uniform. Auf jeden Fall, auf jeden Fall, ähm, HVB. Hm? Was war die Frage? Ich die Frage vergessen.
Luisa: was der HVB, also alles gut, wie ich den HVB quasi briefen muss, wenn der jetzt neu ist.
Producer: Ach so. Ja, ja, genau. Also ich glaube, es ist sinnvoll, dass quasi erst mal geguckt wird, was ist also was gibt es schon vor dem bevor der neue HVB reinkommt. Und viele HVB sind ja auch wollen natürlich auch neue Impulse setzen und wollen da Sachen sein. Aber ganz, ganz wichtig ist das HVB jetzt nicht anfangen. Standardmäßig oder Standardsachen vom Change Management. Alles auf einmal funktioniert nicht. Immer erst mal Füße stillhalten, gucken, was was gibt es? Fragen stellen. Und dann können wir langsam gucken, okay, habe ich verstanden, warum macht ihr das so und so? Warum macht ihr das so und so? Warum macht ihr das so und so? Und wenn man dann mehr Erfahrung hat, weil ganz viele HVB auch da gerade in den, nee, eigentlich bei allen, eigentlich alle HVB haben, nee, außer in den Ministerien, das ist nicht so, eigentlich mehr Social Media Erfahrung, gerade in den kleineren Behörden sind die HVB eigentlich die, die schon im Wahlkampf Social Media gemacht haben, das heißt irgendwie affiner bzw.
eher wissen, was funktioniert. Ganz, ganz dove Idee, reingehen, alles ändern, neu machen. ganz, ganz doof wie die Leute mitnehmen und auch da wertschätzen von cool, dass ihr die Arbeit schon gemacht hat. Lass uns mal gemeinsam das weiterentwickeln. Hier sind meine Insights. Ich bin auch auf euch angewiesen und so. Team werden, Team werden, egal wie schwer das ist.
Luisa: Und dann die geht die letzte Frage geht so in Richtung von der Community Frage auch. Wie mache ich einen guten Vorstellungspost, wenn jetzt der HVB neu ist?
Producer: euch keine Gedanken im Vorstellungspost. Seid einfach da. Was soll das? Also niemand wartet auf einen Vorstellungspost. Wir sind ja bei Interest Media angekommen. Insofern ist jeder Post einzeln zu betrachten. Und ja, ihr könnt über Formate und ihr könnt auch Geschichten erzählen, das halt vor allem in den Stories. Dafür sind sie ja auch da. Aber wenn ihr so normale Beiträge in Anführungsstrich macht, braucht ihr jetzt nicht so so. Jetzt bin ich da. Ihr könnt das machen, aber ich sage nur macht 80 20, weil eigentlich interessiert das niemand. Niemand sagt, da bin ich aber froh, dass du da bist. Sondern dann kommen die üblichen Verdächtigen, euch im Wahlkampf unterstützt haben, und sagen, wie toll das ist.
Dann kommen die, die den anderen oder die andere unterstützt haben, sagen, jetzt geht Oldenburg bergab, überhaupt alles wird schwierig. Füß stillhalten, machen, und zwar Regelmäßigkeit schlägt den Rest. Ich wollte nicht sagen, Quantität schlägt Qualität, weil das stimmt nicht. Quantität und Qualität müssten Hand in Hand gehen und irgendwie zu glauben, wir müssen jetzt uns zwei Wochen auf diesen einen, wir stellen mal den Bürgermeister vor, Post warten oder und da ganz viel Zeit reinstecken. Nee. Packt das hinter euch und macht weiter.
Luisa: Ja, wie gesagt, das ist ja auch etwas, was alle schon wissen. Ich würde wahrscheinlich einfach ein cooles Thema raussuchen, wo vielleicht der Bürgermeister auch Bock drauf hat und dann direkt einen thematisch bezogenen Post machen.
Producer: Ich glaube, jeder muss auch seinen Stil finden. glaube, die meisten struggeln. Was ich gerade sehe von denen, die ich quasi im Wahlkampf mitverfolgt habe, die jetzt quasi auf dieser Übergangsphase Richtung Richtung HVB sind. Ich glaube, die müssen noch ganz, ganz viel von ihrem Wahlkampfmodus wegkommen, weil es halt ein Unterschied ist. Also ein Unterschied, ob du Wahlkampf machst oder ob du dann HVB bist. Ich finde es cool, dass diese Übergangsphasen jetzt noch viel mitbegleitet werden. Irgendwann. Also ich würde irgendwann den Punkt aber auch haben in dem Moment, wo ich dann auch wirklich HVB bin. würde ich dann auch diesen ich war mal Wahlkämpfer Hut auch wirklich absetzen und sagen so jetzt ja soll ja ist es auch ganz viel muss man sagen also da brauchen wir
Luisa: Muss ja auch. Also sonst sind wir ja problematisch. Also sonst wird es ja irgendwie problematisch. Neutralitätsgebot.
Producer: ne ich meine meine übrigens gar nicht unbedingt was die Inhalte angeht sondern die Art und Weise ich glaube es ist
Luisa: Okay.
Producer: halt ein Unterschied ob du in einer ich bewerbe mich auf eine Position bist auch von dem Content Stilen her oder ob du in einer Amts Träger Und das ist zum Beispiel auch das, wenn dann Politiker in so, also wirklich HVB sind, auch in Ministerien und so, und dann plötzlich anfangen, wieder politisch irgendwie was dazu zu sagen, weil die natürlich immer noch in diesem Politikbetrieb her drin sind. Also auch Frau Reich ist halt offensichtlich im Politikbetrieb, während sie HVB ist. Und ich kann absolut nachvollziehen, dass es schwer ist, das zu trennen. Und dass das halt auch wirklich ganz, ganz, also es gibt einfach so Grauzonen, weißt du, von na, na, na, wie ist das jetzt?
Und die sind ja trotz aller Dähen, die sind ja nicht hingekommen, weil sie ihr ganzes Leben lang ... Verwaltung gemacht haben, sondern weil sie Politik gemacht haben. Und das ist immer ein Unterschied. Also ich finde es ist totaler Unterschied, ob ich mich auf ein Amt bewerbe oder ob ich irgendwie in einer politischen Geschichte rede oder ob ich plötzlich HVB von, weiß ich nicht, wie vielen Tausenden und wenn es nur ein paar Menschen sind, ist das ein Unterschied. Und ich glaube diesen Unterschied muss man auch im Content sehen, das quasi konkreter zu machen. Das würde für mich schon in der in dem Ziel und in dem Thema Auswahlverfahren quasi voll die Rolle spielen.
Luisa: Hast du konkrete Beispiele, als wenn wir es jetzt wirklich konkret machen? Weil es ist ja bei vielen einfach gerade konkret. ich bin, ich war Bürgermeister, ich war im Wahlkampf und jetzt muss ich wieder switchen. Und manche waren ja
Producer: Ja.
Luisa: sogar schon davor Bürgermeister und sind jetzt wieder Bürgermeister, aber dazwischen halt Wahlkampf. Aber lass uns einfach mal von jemanden ausgehen, der neu ist, es einfach zu machen. Ich hab die ganze Zeit Wahlkampf
Producer: Ja. Also ich glaube ...
Luisa: gemacht und jetzt...
Producer: Ja. Ich glaube, es ist gar nicht unbedingt, was macht ihr, sondern was macht ihr nicht mehr. Weil ich würde zum Beispiel sagen, ich möchte jetzt bei HVBs, die da neu sind, nicht sehen, wie deren ... Also nicht nur ... Machen wir mal das. Nicht nur sehen, wie der neue Arbeitsalltag ist. Weil I don't give a shit. Also, ich wiss es mir völlig egal. Es gibt Leute, die es interessiert, und es ist auch wichtig, dass du quasi der Mensch bleibst und dass wir auch gucken, wie ist so dein Tag? Ja. Aber das kann nicht ein kompletter Content sein. kann nicht ein kompletter Content sein, immer nur zu sagen, ja, jetzt bin ich hier ganz neu und so ist mein Tag und ich muss ganz viel machen.
HVBs machen ganz, ganz viel. Nee, nee.
Luisa: Und was wären die Themen, die du dann ansprechen würdest, wenn es das nicht ist?
Producer: die prioritären Themen, die ich mir raussuche und dann, wie ich in diese Themen mich reinmörde und dann den Leuten zu sagen, was die Komplexität des Themas ist. Das ist für mich wichtig. Ich möchte einen HVB, der den Leuten erklärt, nein, der sie mitnimmt, warum Dinge sind, wie sie sind. Das ist für mich die Aufgabe von den HVBs, zu erklären, was diese Verwaltung, was diese Behörde
Luisa: Mh.
Producer: macht. Diese Verwaltung macht ja Sachen aus Gründen und diese zu erklären, Ja, das können die einzelnen Ämter auch machen, aber selten haben die die Reichweite, haben die die Möglichkeiten, haben die den Gesamtblick. Und ich möchte von meinem HVB erklärt bekommen, warum wir diese Themen vor diesen Themen priorisieren, welche Sachen in den Rat kommen und damit quasi in die Entscheidung, quasi in die Bevölkerungsentscheidung, weil nichts anderes ist ja ein Rat. Einen hier wählt ihr mal für mich, der Bürger. Das heißt, da muss quasi erklärt werden, was da reinkommt, was dabei rumgekommen ist, warum Dinge sind, wie sie sind und was von denen, von den Sachen, die der Rat umgesetzt hat, jetzt die Verwaltung machen muss und warum das vielleicht für die Verwaltung auch eine Herausforderung ist.
Und dieses Glied aus, was wir priorisieren, weil das die Aufgabe vom HVB, Dinge zu priorisieren und Dinge nach vorne zu treiben, was der Rat damit macht, warum er zum Beispiel, also was er vorgelegt bekommt, was der Rat quasi entscheidet, was der Rat auch einbringt. Und dann, was die Verwaltung damit zu tun hat. Und dieses Dreieck aus Vision, wo ich, wo möchte ich quasi meine Behörde, meine Verwaltung hinhaben, wo möchte ich auch die Stadt hinhaben. Was machen wir dafür im Rat? Und was macht die Verwaltung damit? Weil ganz häufig, also ich habe häufig das Problem, dass, nicht das Problem, ich sehe häufig, dass dieses, wir als Verwaltung und dann der Rat, Und so, mir fehlt diese Verbindung von die Verwaltung, halt, was der Rat sagt.
Und natürlich in Teilen auch, was der HVB sagt, aber die Verwaltung macht ja nicht einfach Sachen. Also dieses, dieses, dieses, dieses Narrativ, wenn wir es so nennen wollen, von ja, und dann hat die Verwaltung, die Verwaltung setzt Das macht eine Verwaltung, das ist ihre fucking Aufgabe, Dinge umzusetzen, die irgendwer festgelegt hat. Und es ist dann die Aufgabe derer, die das festgelegt haben, zu kontrollieren, ob das gut funktioniert. Das ist auch Aufgabe des Rates. Das ist auch Aufgabe des HVBs. Und das hätte ich gerne erklärt bzw. gezeigt. Und dass man nicht so sich dann hinstellt und sagt, ja, die doofe Verwaltung. So, nee, die Verwaltung setzt das Und wenn sie das nicht gut macht, dann ist es euer Recht als Rat und eure Aufgabe als HVB, das anzusprechen, zu ändern, wie auch immer, aber halt mit einem wertschätzenden Miteinander und nicht dieses, blöde Verwaltung und der blöde Rat und der doofe HVB und so.
Ich meine, man kann das machen. Aber das ist halt so eine Spielplatzdiskussion von der hat mir den Eimer weggenommen und ich weiß nicht, ob wir da irgendwie weiterkommen.
Luisa: Ich glaub, jetzt hast du sehr gut den Struggle von Social-Media-Managerinnen beschrieben. So, tagtäglich. In a nutshell. Aber ich würde mal sagen, solange man irgendwie jetzt noch nicht weiß, was kommt, erst mal optimistisch rangehen. Damit ist man bei nie verkehrt. Und ...
Producer: Auf jeden Fall.
Luisa: wie ihr jetzt ja auch an unserer Community-Nachricht seht, ihr struggelt nicht alleine mit. Es machen sich viele Gedanken da drum. Das ist manchmal auch schon ganz gut zu wissen. Wenn ihr das seht ...
Producer: Ganz genau. Und das könnt ihr. Wir wollen ja immer optimistisch enden. Das Schöne an all dem ist, man kann sich in den Sachen ... Man kann da sehr viel vorantreiben. Und jede einzelne Social-Media-Managerin, Social-Media-Manager, jeder HVB, jetzt reinkommt, jeder, im Rat sitzt. habt alle die Möglichkeit, das zu ändern. Kleinigkeiten. einem Danke hier, in einem Bitte da, in einem ... Ich frag mal noch mal, weil ich's nicht richtig verstanden habe, und geh nicht direkt an die Lokalpresse und sag, wie doof alle sind. In Einzigesprächen, persönlichen Gesprächen, in Ich-erkläre-mal-meine-Sicht der Dinge, da habt ihr ganz, ganz viel Hebel, Dinge besser zu machen in ganz, ganz kleinen Bereichen. Und je mehr Leute das machen, desto größer wird das.
Und wir hoffen, dass wir euch diesen Optimismus geben können. Und ich möchte total gerne von euch wissen, und das macht ihr bitte bei uns auf der Austauschplattform und da ziemlich zuständig in dem Themenbereich, möchte ich super gerne von euch wissen, was sind gerade die Struggles, die ihr mit neuen HVBs habt? Seid ihr vielleicht selbst HVB? Habt ihr gerade einen neuen bekommen und was sind gerade die Struggles? Wie struggelt sich so eine Übergangsphase von einer neuen Behördenleitung und was sind die Themen, die da ganz oben stehen? Ach so, ich muss doch Tschüss sagen, ich dachte du sagst jetzt noch irgendwie was und... Nee, okay.
Luisa: Ich weiß nicht, ob jetzt noch die letzten Worte, ich warte nämlich auch noch, dass wir die Frage stellen. Ja, perfekt, dann haben wir es doch, Peter.
Producer: Hab ich doch gerade. Gut, dann haben wir es doch. Dann wünsche ich euch ein schönes auch immer heute ist und kommt gut in die Tage, kommt gut in die nächsten Stunden nachdem ihr das gehört habt. Und dann sehen wir uns auf der Austauschplattform und im Zweifel morgen hier wieder bei ziemlich zuständig.
Luisa: Bis dann!
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