Yvonne Oswald, Stadt Leipzig
Kurz gesagt
Yvonne Oswald verantwortet das Corporate-Influencer-Programm der Stadt Leipzig. Live vom KGSt-Forum gibt sie ein Update: warum Führungskräfte von Anfang an informiert und begeistert sein müssen, was die Pilotphase gelehrt hat und warum qualitative Reichweite mehr zählt als Followerzahlen.
Live vom KGSt-Forum in Leipzig: Yvonne Oswald vom Personalmarketing der Stadt Leipzig.
Vor anderthalb Jahren ging ihr Corporate-Influencer-Programm an den Start, jetzt gibt es ein Update. Warum der Rückhalt der Führungskräfte am Anfang stehen muss, was von den Kennzahlen bleibt und was nicht so gut lief.
Bild: © KGSt
Kernaussagen
- Corporate Influencer zeigen die Vielfalt der Verwaltung. Über persönliche LinkedIn-Profile geben Mitarbeitende Einblicke in Tätigkeiten, Teamkulturen und Berufe. „Und genau deshalb gehört es auch in eine öffentliche Behörde“ (Yvonne Oswald, ca. 7:00)
- Zuerst die Führung gewinnen. Wer Führungskräfte, Stadtrat und Amtsleitungen vorab informiert und begeistert, bekommt Zeit und Verständnis für das Programm. „Also auch nach der Pilotphase ist die Kommunikation nach intern ebenso wichtig aus meiner Perspektive wie die, die wir nach extern leisten“ (Yvonne Oswald, ca. 11:00)
- Zeit ist der Engpass. Führungskräfte mit vollen Kalendern und Azubis in der Berufsschulzeit stiegen in der Pilotphase oft aus. „So engagiert sie waren, aber sie konnten das zeitlich kaum leisten“ (Yvonne Oswald, ca. 13:00)
- Echte Menschen schlagen KI-Einheitsbrei. Auf LinkedIn sieht Yvonne Oswald viel Gleiches und ermutigt ihre Influencer zum eigenen Stil. „Mensch zu sein und Mensch zu bleiben“ (Yvonne Oswald, ca. 14:00)
- Qualität zählt mehr als Reichweite. Die Evaluation der Pilotphase zeigt: Entscheidend ist, wer folgt und wer wegen der Fachlichkeit anfragt. „Qualitative Reichweite statt quantitative Reichweite“ (Yvonne Oswald, ca. 15:00)
Kapitel
- ca. 0:00 · Live vom KGSt-Forum in Leipzig
- ca. 3:00 · Kommt drauf an mit Yvonne Oswald
- ca. 7:00 · Was ein Corporate-Influencer-Programm ist
- ca. 9:00 · Wie sich das Thema entwickelt
- ca. 10:00 · Wo man anfangen sollte
- ca. 12:00 · Learnings aus der Pilotphase
- ca. 14:00 · LinkedIn, KI und echte Einblicke
- ca. 17:00 · Kennzahlen und Gemeinschaft
Fragen zur Folge
Was ist ein Corporate-Influencer-Programm in der Verwaltung?
Mitarbeitende geben über ihre persönlichen Profile, in Leipzig auf LinkedIn, Einblicke in Tätigkeiten, Teamkulturen und die Vielfalt der Berufe. Die Stadt Leipzig macht das seit 2024 und hat das Programm nach Pilotphase und Evaluation verstetigt. Es unterstützt Recruiting, Mitarbeiterbindung und die Kommunikation nach außen.
Wie startet man ein Corporate-Influencer-Programm in der Behörde?
Yvonne Oswald rät, vorher alle Beteiligten zu informieren und im besten Fall zu begeistern: Führungskräfte, Stadtrat, Bürgermeister und Amtsleitungen. Mit diesem Rückhalt bekommen Teilnehmende Zeit für Posts, Fragen und Workshops. Die Influencer selbst brauchen am Anfang enge Begleitung, vom aktualisierten Profil bis zu den Hashtags.
Wie misst man den Erfolg von Corporate Influencern?
Reichweite und Follower zeigen Zuwachs, entscheidend ist aber, wer folgt. Einzelne Influencer haben über ihre Posts konkrete Bewerbungen ausgelöst, ein Gewinn für die Personalgewinnung. Dazu kommen weiche Faktoren: 17 Menschen kennen jetzt die Arbeit der anderen, etwa durch das Liegenschafts-Hopping mit gemeinsamen Mittagspausen.
Transkript
Transkript lesen
Ehrenbehörde: Ehrenbehörde live, vor Ort beim KGST-Forum in Leipzig. hab noch bisschen falsche Knöpfe gedrückt und schon sind wir live. Und es reißt hier nicht ab mit großartigen Gästen. Und besonders freue ich mich jetzt auf Yvonne. Yvonne ist von der Stadt Leipzig und vielleicht sagst du besser selber, was du machst. warte mal, wir hängen hier mit Mikro schön daran. Tschuldigung. Vielen Dank. Danke für die Einladung. Ja, immer. Du bist hier gern gesehener Gast und darfst immer herkommen. Für alle, es nicht wissen, Yvonne und ich haben schon mal über... Kopit Influencer hat geredet. Große Podcast Empfehlung. Ich hab dich noch gar nicht mittig ausgerichtet. Kannst du dann schnuff zu uns kommen mit einem Stuhl? Ja, ich dir gerne rüber.
Wir haben hier gestern, für die, gestern schon dabei waren, die sehen vielleicht, dass wir im Setup noch mal bisschen was geändert haben, weil ich gestern nicht ganz so zufrieden war mit dem... Genau, irgendwie waren wir gestern noch nicht ganz so... Aber das kommt. We are getting there. Schön, dass du da bist. Warum bist du denn auf dem KGST-Forum in Leipzig? Gut, Leipzig, das erschließt sich von selbst, denn ich bin ja ansässig in Leipzig, arbeite für die Stadt Leipzig als Verantwortliche für das Corporate Influencer Programm und werde morgen dazu auch einen Impuls geben und mit meinen Influencern zweimal 20 Minuten eine Talkrunde haben, eben tatsächlich mal die Einblicke zu geben, wie ist das eigentlich als Einzelperson, wenn man in so einem Programm beteiligt ist.
Und gleichzeitig aus meiner Verantwortlichkeit eben auch heraus, was haben wir gelernt für all diejenigen, in ihrer Kommune oder öffentlichen Einrichtungen auch so ein Programm etablieren wollen. noch eine weitere Antwort, warum ich hier bin, ist, es sind wahnsinnig viele Kollegen von mir hier aus der Stadt Leipzig sehr engagiert. Wir sind natürlich aus dem Personalmarketing auch mit beschäftigt gewesen in der Vorbereitung, im Design und in den verschiedenen Materialien, die wir hier ausgeben. Und das war gestern eine Riesenfreude zu sehen, wie sehr die nachgefragt sind. Wie das auch alles so zusammenkommt, oder? Genau, genau. Das war für mich auch so gestern dieser Moment. Das eine ist ja, das alles zu planen und zu machen und so. Und dann kommt Der Moment, wo das hier alles losgeht, plötzlich Leute da stehen.
Wir haben zum Beispiel den Stand bei uns im Besprechungsraum. Wir teilen uns mit einem anderen Unternehmen den Besprechungsraum. Ich habe jetzt für über eine Woche den Besprechungsraum quasi blockiert, weil das Ding hier so drin stand und ich noch die ganzen Sachen gemacht habe und gestrichen habe und sonst irgendwas. Dann war das irgendwie surreal, dass es dann irgendwie alles zusammenkommt. Wie lange habt ihr den Stand vorbereitet? Seit wann ist das irgendwie bei euch mit auf der Agenda für Wir sind dann hier? Also seit wir wissen, dass Leipzig das KGST-Forum ausrichten darf, das war ja ein großer Gewinn für die Stadt. Unser Bürgermeister Hörning hat sich dafür sehr eingesetzt und wir sind ja in seinem Dezernat angesiedelt und dementsprechend waren wir da relativ früh auch schon wissen zumindest und dann involviert so ab Frühjahr und in verschiedensten Bereichen eben, wie lange jetzt tatsächlich der Stand aufgebaut wurde, kann ich nicht beantworten.
Nee, aber für dich quasi, seit wann der quasi, wir sind dann da beim KGST-Forum, wie lang das so oder? Das ist schon für mich seit einem Jahr bekannt. entsprechend groß wurde dann auch die Vorfreude. Es ist schon auch wirklich schön zu sehen, wenn dann der Countdown läuft und man weiß, jetzt geht es dann auch los und es sind so viele Menschen hier, das ist wirklich faszinierend. Wie ist dein erster Tag gewesen? Der war gestern abwechslungsreich. hatte die Eröffnung natürlich auch mir nicht entgehen lassen. Ich saß ganz vorne auch, damit ich schöne Fotos machen kann, weil ich ja immer auch auf schöne Motive hoffe, die ich natürlich bekommen habe. Burkhard Jung hat wunderbar eröffnet. hat wieder so oft den Appell an die Demokratie und unsere Werte gehalten.
Und das entfacht in mir auch immer wieder diese Energie, die wir auch alle brauchen, auch durch diese schwierige Haushaltssituation zu kommen. Wir hatten gerade Tobias da, Tobias macht bei der KGStH Haushalt und hatten das Thema auch, dass das ja quasi in aller Munde und vor allem auch irgendwie bei jedem auf dem Schreibtisch ist. Und ich habe das erste Spiel vorbereitet und ich habe tatsächlich jetzt Jingle, also ich hab's versprochen, jetzt ist hier Jingle, pass auf. ne warte, Entschuldigung, ich komm gleich dahin. Die bunten Knöpfe, die sind einfach zu schön, nur einen davon zu drücken. Das kommt drauf an. Das ist erste. Oder? Ich will das nochmal. Das kommt drauf an. Es war natürlich klar, dass die Juristen das wieder feiern.
Das brauchst so als Knopf für immer, einfach so beim Rumlaufen. Das kommt drauf an. Noch leicht Norddeutsch. Und zwar ist das ein Entweder-oder-Spiel, wo wenn wir Juristen da haben, immer kommt, kommt drauf an. Beides. Genau. Du darfst aber entscheiden, was für dich besser entteile gerne. Kugelschreiber oder Textmarker? Textmarker. Warum? Weil ich einfach gerne Highlighter. liegt vielleicht auch an meiner Tätigkeit. Social Media Sprecher basiert ja eher auf Kürze statt auf Länge und auf den großen Schlagworten. Und so arbeite ich tatsächlich auch. Wild. Das ist gut. Ist lustig, wie unterschiedlich das ist. Stempel oder Unterschrift? Unterschrift. Viel persönlicher. Stempelst du noch? Ich habe noch nie gestempelt. Ich bin ja auch Quereinsteigerin in der öffentlichen Verwaltung. Das ist auch immer wieder amüsant für mich und für mein Umfeld.
Man muss mich schon regelmäßig auch an die Hand nehmen für gewisse, sag ich mal, von den Verwaltungssprech bis hin zu den verschiedenen, naja, Wissen, was man eben über die Jahrzehnte generiert. Aber ich werde da sehr gut begleitet von meinen Kolleginnen und Kollegen und freue mich da immer wieder auf was zu lernen. Sehr gut. Rundschreiben oder Flurfunk? Flurfunk. Flurfunk, oder? Habt ihr auch so Teeköchen-Talks so? Leider immer weniger, weil wir einfach wahnsinnig wenig Zeit haben, muss ich sagen. Und das ist natürlich keine Arbeitszeit. Da verbringt man dann mal die Pausenzeiten miteinander oder Mittagszeit und so weiter. Das natürlich nach wie vor. haben auch tolle neue Arbeitswelten. Dort begegnet man sich tatsächlich auch, sag ich mal, gemischter.
Sicherlich als vorher, indem man eben teamübergreifend auch dann die Schnittmengen hat über die Räumlichkeiten. Sind Sie im neuen Rathaus? Wir sitzen mittlerweile gegenüber. Also als ich angefangen hab, war ich im Stadthaus. Ein Nebengebäude des neuen Rathauses. Von außen betrachtet denkt man, das wäre eins, aber das sind offiziell zwei Gebäude und mittlerweile sitzen wir genau gegenüber vom Standesamt. Und sehen regelmäßig was da so die Kollegen aus dem Standesamt leisten. Das kann man mal, wenn man hier Behördenromantik mag. Auch von außen, eure Verwaltungsgebäude sind teilweise echt schön. Auch die neue Feuerwache. Ey, wart ihr mal bei der neuen Feuerwache? Das muss man sich in Leipzig echt mal geben. Die ist ja wundervoll geworden. Ja, ist sie tatsächlich.
Ich durfte auch schon rein und Rundgang machen und Das ist wirklich faszinierend. schon, die zieht richtig. Die Familie meiner Frau kommt aus Leipzig. Wir sind hin und wieder da und wenn wir dann so durchfahren, was ist denn hier passiert? Guckt mal, wie toll das ist. Warst du beim Florianstag? Da sind immer ganz viele Kollegen und da ist ein Riesenprogramm. Wir immer noch so sporadisch hier, weil wir halt in Olmog wohnen, nicht in Leipzig. das ist immer nur sporadisch. Ja, nochmal drüber nachdenken. Nochmal drüber nachdenken. Haben wir schon. Haben wir schon. Wir machen die nächste Kategorie einfach nur, weil ich schon wieder hier Sachen drücken will. Grundsatzfrage. Ein bisschen geengelt, da muss ich nochmal ran.
Also Grundsatzfragen. Wie haben wir gesagt, es war ein spontanes Interview, es steht auch nicht mit drauf, sondern wir haben einfach gesagt, wir können mal vielleicht updaten, weil wir so vor anderthalb Jahren, glaube ich, gesprochen haben zum Thema Corporate Influencing. Insofern wäre für mich die erste Frage vielleicht so ganz grundsätzlich die Frage, was ist überhaupt ein Corporate Influencer Programm und was hat das in Behörden zu suchen? Pop- Influencer-Programm ermöglicht Einblicke über persönliche Profile in unserem Fall auf LinkedIn in verschiedenste Tätigkeitsbereiche, Teamkulturen, aber auch die Berufevielfalt. Und genau deshalb gehört es auch in eine öffentliche Behörde. Cool. Seit wann macht ihr das jetzt? Wir machen das jetzt tatsächlich seit 2024. Wir hatten eine Pilotphase bis Ende letzten Jahres, also bis September.
Haben dann evaluiert und sind seitdem jetzt in der Verstetigung. Das heißt, da gibt es ja die Grundsatzfrage Scaling Up. Also größer werden macht man Mentorenprogramme enthanden im Programm oder ähnliches oder bleibt man auf dem gleichen Niveau und wir haben uns tatsächlich für gleichbleibend entschieden unter anderem auch wegen der Haushaltslage einfach weil wir priorisieren mussten was die Kapazitäten angehen also meine in diesem Fall und von dem her sind wir sehr glücklich dass wir nach wie vor sehr aktive und wirklich von Herzen engagierte Influencer dabei haben die sich auch heute nach wie vor die Zeit nehmen regelmäßig zu posten und schöne Einblicke zu geben und das was sie bewegt auch. auch jetzt, es sind ja bewegende Zeiten, herausfordernde Zeiten und die Tätigkeit ist teils gleichgeblieben, teils hat sie sich verändert, aber die Einblicke sind eben nach wie vor sehr vielfältig und wichtig.
Da bin ich sehr stolz darauf, dass wir in der Gemeinschaft, die wir da gegründet und gebildet haben und geformt haben. auch immer wieder neue Impulse bekommen, eben weiterhin uns auch unter weniger zeitlichen Ressourcen und so weiter trotzdem zu treffen und da einen guten Output zu generieren auch. Jetzt war das Corporate Influencer Programm, sagen wir mal, also dieses Ganze, das kann man auch in Behörden machen, so genau in dem Moment, wo ihr es quasi mit angefangen habt, ja gerade so im Kommen und im Größerwerten, sagen wir mal vorsichtig. Wie hast du diese Entwicklung gesehen? Wo steht das heute? Machen das mehr Kommunen, weniger Behörden? Wo stehen Corporate Influence als eine Möglichkeit von Personalmarketing gerade. Ich denke, dass wir an einem Punkt sind, an dem nach wie vor trotz schwierigerer Haushaltsbedingungen diese Herangehensweise, auch die Kommunikationsweise im Sinne von einerseits hinausrufenden die Öffentlichkeit auf eine zeitgemäße Art und Weise, andererseits auch als einen Support für den Recruiting Prozess genauso wie die Mitarbeitendenbindung, die passiert durch so ein solches Programm, verfolgt wird.
Und das Schöne ist, es werden immer mehr Kommunen. Das merke ich ja, weil ich auch regelmäßig Anfragen bekomme, eben unsere Erfahrung zu teilen, kommunikative Vorgaben, die wir geben, auch mal mit nach außen zu tragen, damit ... man auch als andere Kommune mal eine Orientierung hat, das dann für sich Münzen kann. Oder aber auch morgen, wenn ich den Impuls gebe, es sind über 100 Anmeldungen. waren mal, hieß der Raum taugt für 97 Personen. Es sind über 100. Es sind, glaube ich, gerade 127 Menschen, die sich potentiell dafür interessieren. Das heißt für mich, circa 100 wollen auch tatsächlich bei sich in ihrer Behörde umsetzen. Und genau dafür sind wir morgen eben auch da, ganz praktische Tipps auch zu bekommen und zu sehen, was sind die Do's und Don'ts aus unserer Vorbereitung.
heraus vielleicht so ganz kurz für die leute die darüber nachdenken oder quasi in diesem ich informiere mich status sind was würdest du sagen wo sollte man anfangen bei der kommunikation ist jetzt kein wunder dass ich das sage und natürlich muss man unbedingt unsere erste podcastfolge hören denn da erfährt man eigentlich schon alles zumindest für den kickoff sage ich mal für mich steht und fällt wirklich sehr viel damit inwiefern man im Vorhinein alle potenziell involvierten, also sei es die Führungskräfte, sei es der Stadtrat, sei es die Bürgermeister oder die Amtsleiterinnen mit erstens informiert und zweitens im besten Fall natürlich begeistert. Denn wenn man den Support hat, dann kann man über die Zeit, in der Menschen in die Teilnahme gehen, Menschen Zeit aufwenden, Menschen Fragen haben und auch in Workshops gehen, Dinge zu lernen, einfach auf mehr Verständnis und vor allem mehr Support setzen.
Das wäre so eine grundlegende Sache und das zieht sich auch durch über das gesamte Programm. Also auch nach der Pilotphase ist die Kommunikation nach intern ebenso wichtig aus meiner Perspektive wie die, die wir nach extern leisten. Und gleichzeitig ist es natürlich grundlegend, dass die Influencer an sich gut begleitet werden. Am Anfang enger, manche haben keine Social Media Affinität, das heißt sie müssen einfach Grundlagenkenntnisse sich erarbeiten und da habe ich sie so begleitet, dass wir von dem aktualisierten Profil bis hin zu wie ist das Social Media Sprech, welche Hashtags nutzen wir und so weiter. begleitet habe und das hat mir großen Spaß gemacht, weil mit diesem Wissen ist dann ja jeder auch selbstständig unterwegs und man kann dann jetzt eins zu eins gehen oder Rückfragen stellen, wenn man Zweifel hat, auch was den Content an sich angeht.
Aber prinzipiell ist man ja frei in der Gestaltung innerhalb von den Rahmenbedingungen, man eben, für die man sich verpflichtet hat. Würdest du jetzt, wenn du das quasi nochmal neu anfangen würdest, Sachen anders machen? Gibt es so Sachen, wo du sagst, das haben wir damals so gemacht, das würde ich jetzt anders machen? Tatsächlich bin ich sehr zufrieden mit dem, was wir auch als Team, wie wir herangegangen sind und wie wir also herangegangen sind, Sinne von das Programm aufzusetzen, nach innen auch zu kommunizieren und dann in der Umsetzung. Was für mich jetzt Learnings sind, sind Menschen, die sehr dichte Terminkalender haben. Das sind meistens eben von der Abteilungsleitung über die Amtsleitung und andere Verantwortungsbereiche sind wirklich sehr schwer dann einfach Einzug, Liedern in diese Termine von Workshops, Grundlagenwissen, bis hin zu den regelmäßigen Meetings, die man eben hat.
Das heißt, da hatten wir zu Beginn das Learning, dass es einfach zeitlich wirklich schwierig ist für die Menschen. So engagiert sie waren, aber sie konnten das zeitlich kaum leisten. Gleiches gilt für Auszubildende. Auszubildende sind durch diese Berufsschulzeit so eingebunden, dass sie, wenn sie dann in der Verwaltung sind, dem Moment wenig Zeit finden, eben auch den Content zu produzieren oder diese Workshops tatsächlich mitzumachen. Und da hatten wir zu Beginn drei oder vier Auszubildende, die dann eben über die eineinhalb Jahre auch nach und nach gesagt haben, ich kann das einfach nicht leisten. Und da, glaube ich, steckt schon auch mit dahinter, dass die Social Media Affinität im Bereich LinkedIn noch nicht so da ist. Da sind noch keine Vorfahrungen gewesen, einfach aus der Generation heraus.
Das hätte man auffangen können, aber die zeitliche Komponente eben nicht. Thema LinkedIn, weil du es gerade ansprichst. Was ist für dich der aktuelle Stand von LinkedIn? Ich habe gerade einfach so meine Struggles mit LinkedIn. die letzten drei Jahre bei LinkedIn waren für mich so ein Auf und Ab von ich finde das total gut, dass wir das machen. Ich habe das Gefühl, dass der Algorithmus sich so geändert hat, dass teilweise für meine Verhältnisse oder wie ich das gesehen habe, der falsche Content belohnt wurde. Ich sehe viel gleiche Sachen. AI hat das Ganze nicht besser gemacht. Was ist dein aktueller? Wie guckst du persönlich quasi gerade auf LinkedIn? Da kann ich mich einerseits anschließen, den Eindruck habe ich auch und umso wichtiger denke ich, ist es, dass wir weiterhin diese Individualität, die wir haben, auch zeigen.
Und daher mutige ich auch die Influencer. Jeder hat seinen eigenen Stil. Natürlich haben wir kommunikative Rahmenbedingungen, Vorgaben. Wir halten uns an Dinge. Wir werden auch nicht politisch oder würden nicht über unsere Vorgesetzten oder das Team an sich irgendwelche Kritik äußern, sondern es geht ja darum, dass man ein realistisches Bild zeichnet und das bedeutet auch Persönlichkeit. Also für mich ist wirklich wirklich wichtig, dass wir dabei bleiben, Mensch zu werden. Mensch, wir sind schon Menschen. Mensch zu sein und Mensch zu bleiben und nicht diese KI... Gleichschaltung sozusagen selbst noch mal zu replizieren. Das ist einfach schade drum, weil das brauchen wir nicht. können wir, das ist ja komplett generierter Content, den jeder andere auch leisten könnte und dann wird es schade.
Gleichzeitig erlebe ich es auch, dass belohnt wird, dass man gewisse Abläufe oder gewisse Inhalte zeigt, Hashtags und wen man verlinken sollte und so weiter. Die Reichweite steigt dadurch einfach. Aber da muss ich sagen, da versuchen wir uns immer wieder davon zu befreien, denn wir wollen dann die Qualität statt die Quantität. Das ist zum Beispiel auch eine Quintessenz von der Evaluierung der Pilotphasen. Qualitative Reichweite statt quantitative Reichweite. Ist für viele Behörden glaube ich wichtig zu verstehen, dass es da einen Unterschied gibt und was man zu priorisieren hat. Weil quantitative Reichweite ist möglich. Ich habe es auch im Team gesagt, wenn wir quasi immer sagen, wir müssen ja auch unsere Reichweiten im Auge haben, nicht steigern, darum geht es für mich gar nicht.
Aber es gibt halt solche und solche Reichweite und ich kann halt mit einem, weiß nicht, kann mir nackt Ehrenbehörde hier drauf schreiben und nackt durch den Reichstag rennen, dann habe ich auch Aufmerksamkeit, aber es ist halt nicht qualitative Reichweite, sondern nur quantitativ. du danach noch gebucht wirst oder als Experte wahrgenommen ist dann die Frage. Zumindest als das gebucht werde, wofür ich heute hier bin. Das bleibt fraglich und das will man ja nicht unbedingt. Insofern ein total wichtiger Punkt. Und wir haben da große Erfolge, was die Wahrnehmung der Expertise angeht. Also Menschen kommen auf unsere Influencer zu wegen deren Fachlichkeit. Bei mir genauso. Wir werden ja eben angefragt, wie hat dir das Programm aufgesetzt, was sind die Stolpersteine oder was sind absolute Do's und so weiter.
Und das kommt ja daher, dass wir eben echte Einblicke geben und nicht irgendwie so ein KI-generiertes, allgemeingültiges, was ich mir auch einfach zusammen schreiben lassen kann. Thema Kennzahlen. also du bist ja Personal Marketing. Insofern geht es nicht darum cool auf LinkedIn auszusehen, sondern ihr habt ja tatsächliche Ziele, Personal binden, Personal halten, Personal gewinnen. Wie messt ihr das? Das ist natürlich extrem schwer von einer LinkedIn Reichweite oder Followerzahl zurückzuschließen auf Softwarefaktoren wie Mitarbeiterbindung oder auch wer hat sich denn beworben. Wir haben allerdings schon erlebt, dass Influencer ganz konkret aufgrund von Posts, die verfolgt wurden, Bewerbungen generiert haben. Die wurden persönlich angeschrieben. Dann hieß es, ich habe mich beworben auf die Stelle XY, was in seinen Fachbereich fiel.
Darauf sind wir natürlich sehr stolz und das ist eines der Ziele gewesen. Wir haben jetzt aber natürlich auch das Ziel Mitarbeiterbindung. Auch da haben wir immer wieder softe Themen. Und was wir erleben, ist die Gemeinschaft, die wir schaffen haben, die stärkt und ist stark. Die wirkt auch in die jeweiligen Teams. Die Teams bringen Contentvorschläge oder wollen auch mit aufs Foto und so. Es ist wirklich schön zu sehen, was sich da so entwickelt. Die Führungskräfte sind involviert. Wir haben auch regelmäßig Austausch mit Führungskräften. Auch mal die Nachfrage, was darf da eigentlich gezeigt werden und was nicht? Oder was hatte das für einen Hintergrund oder ähnliches? Da gehen wir dann auch in aufklärende Gespräche. Aber wir haben auch ganz viel einfach nur Support.
Also morgen zum Beispiel ist auch eine Führungskraft bei mir in dem Impuls, weil es auch darum geht, was kann ich dann als Führungskraft beitragen oder erwarten und was muss ich auch erwarten von meinem Mitarbeiter, meiner Mitarbeiterin, die Influencerin wird, welchen Zeitaufwand braucht das, was kann ich an die Hand geben, damit es vielleicht leichter wird und ähnliche Dinge. Also auf deine Frage zurückzukommen, welche Kennzahlen haben es gibt halt die harten und die soften, die klassischen KPIs, Reichweite, Followerzahl. Da können wir eine ganz schöne Statistik sehen. Klar, wir haben Zuwachs in allen Bereichen. Allerdings ist ja die Frage, wer folgt denn? Und da haben wir wieder die Qualität. Das sind eben Menschen aus den entsprechenden Fachlichkeiten, aus anderen Städten und so weiter.
Ist vielleicht einfach, also warum ich das frage oder warum das, glaube ich, immer ein wichtiges Thema ist, einfach zu sagen so, die Antwort ist da nicht diese Kennzahl, sondern es geht darum, das ins Verhältnis zu setzen und das ist ja eigentlich mit allen Kennzahlen so. Also das Getriebene von wir brauchen da Zahlen, Zahlen, Daten, Fakten, damit wir die Leute überzeugen, ist halt ja, aber du musst es halt ins Verhältnis sehen, weil man kann Sachen einsparen und dann wird trotzdem die Qualität schlechter, obwohl es auf der Excel-Tabelle gut es gibt so eine schöne dormant phallese, nennt man die also wenn Hotels zum Beispiel die haben ja so Leute die quasi Leute in Empfang nehmen, bessere Hotels haben so nicht Türsteher, heißen Portiers?
Portiers, Dankeschön, das Wort hat mir gefehlt. Die Portiers, so und wenn dann so No-Bashing, so McKinsey und KPMG, wie sie alle heißen, dann in diese Hotels kommen und sagen so, na ja, müssen hier Kosten sparen. Dann ist so, was macht der Mensch? Mensch, Tür auf. Tür auf, können wir Automatik dran machen, kein Thema, Geld gespart, fertig aus. Problem ist, damit sinkt die Qualität des Gesamthotels, weil das Gefühl ein anderes ist. Das kann man mit harten Fakten einfach nicht belegen. Das ist auf keiner Excel-Tabelle zu sehen. Man sieht halt nur indirekt über Möglichkeiten und muss das halt interpretieren. Und ich glaube, Leuten sollte sich einfach bewusst sein, dass das so ist und dass man auch nicht so tun müsste, als gäbe es diese eine Kennzahl, weshalb Corporate Influencer Programme so eine geile Sache sind.
Ja, absolut. Es gibt eben leider nicht die eine. Also was wir wissen ist, wir haben den Stadt Leipzig gecount auf LinkedIn und wir haben enormen Followerzuwachs seit diesen drei Jahren. Und ich sage immer wieder gerne, das liegt auch an unserem Corporate Influencer Programme, aber es liegt natürlich auch einem hochqualitativen Content und so weiter und viel Interaktion und diese Interaktion wird auch durch die Corporate Influencer befeuert, aber natürlich nicht nur, im Gegenteil. Allerdings, man kann eben leider nicht diese eine Korrelation herstellen in dem Bereich, aber wir müssen da, glaube ich, auch bisschen milder mit uns sein und einfach auch diese Soft-Faktoren wirklich wirken lassen. so sehen wir wieder Gemeinschaft. Was bedeutet das denn? Also auch der Fachaustausch bei uns wissen jetzt einfach 17 Menschen viel mehr voneinander, was sie in ihrer Fachlichkeit machen.
Wir machen Liegenschafts-Hopping. Das war übrigens eine Idee, die kam aus der Co-Influencer Community selbst heraus. Das heißt, ich öffne mal meine Büroräume für die Influencer. Wir machen hier eine gemeinsame Mittagspause. Und so lernt man plötzlich Räumlichkeiten kennen, die fernab von dem sind, was man eben selbst kennt. Also vom Kita-Hausmeister über das Amt für Schule, über den Bürgerservice. Wir haben eben sehr verschiedene Räumlichkeiten und auch sehr verschiedene Arbeitswelten. Und so lernen wir voneinander eben auch die Realität des anderen kennen, plus die Fachlichkeit, plus wir verstehen viel besser, was macht der oder diejenige da eigentlich auch inhaltlich. Megagut. Ich habe eine Abschlussfrage. Was macht dich so richtig optimistisch? Das ist eine wunderschöne Frage, denn Optimismus muss uns alle prägen und tragen über diese Zeit.
Davon bin ich überzeugt. Und was mich wirklich optimistisch macht, ist, dass ich einfach in meinem Alltag extrem viele wirklich engagierte Menschen erlebe. Also jeder möchte gerne vorankommen und gestalten, in unserem Fall Gemeinwohl. Und das freut mich wirklich, weil wir die Energie, die wir aufbringen, eben umsetzen und immer besten Wissens und Gewissens mit den Möglichkeiten, die wir haben. vorangehen wollen und unsere Stadt, in unserem Fall Leipzig, gestalten und auch nachhaltig und lebenswert gestalten wollen. Mega gut, Yvonne. Danke, dass du da warst. Du kannst jetzt hier bald noch ein paar Leute mit oben stehen noch sagen, wo sollen die Leute denn hinkommen? Wo können sie noch mehr darüber erfahren? Danke. Also wir haben natürlich den Leipzig-Stand.
Da kommt keiner dran vorbei. Das ist direkt an der Haupteingangs-Türe in dieser Halle. Und bei diesem Ganzen übrigens kann man ja auch noch mal ins Team tragen, bei diesem Ganzen. Logo, meh meh meh. Ihr hattet das ja alles letztes Jahr. Ich finde es gelungen. Dankeschön. Ja, wir haben ein neues CD und das ist jetzt schon eine ganze Weile her und wir sind damit natürlich beschäftigt. Wir profitieren sehr davon, muss ich sagen. Das sieht man jetzt auch an diesem Stand. Und die kritischen Stimmen, muss es geben. Das ist ja keine Frage. Die darf es auch geben, aber wir arbeiten jetzt jeden Tag damit und wir freuen uns dran. Und noch dazu, blau ist meine Lieblingsfarbe.
Also ich kann sowieso nichts sagen. Du hast auch die richtige Farbe an heute. Danke für die Zeit und das Gespräch. Bis zum nächsten Mal. Sehr, sehr Dankeschön, Kaffee auf dem Tisch, Ack mal zur Seite, heute geht's Menschen und ihre Zeit, Ehrenbehörde live vor Ort, wir reden klar, doch leise Wertschätzung im Alltag in jeder kleinen Regelreise. Ehrenbehörde live vor Ort. sind Geschichten aus dem Amt. Nicht nur Papier im Wort, Uli Umlauf. Behörden Bern, Luisa lacht dazu. Peter Nick, ihr da schützt die Daten. Und wir hören einfach zu. Ehrenbehörde live vor Ort. Für alle, die den Laden täglich liebevoll verwalten. Dann tolle Gäste, gute Fragen. Keine Eile, kein Report. Ehrenbehörde.
Automatisch erstellt von Riverside, Zeitangaben in Kapiteln sind ungefähr.
Die Geschichte dazu
Was die Behörde gemacht hat und was es gebracht hat, liest du in der Erfolgsgeschichte:
Stadt Leipzig


