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Ziemlich zuständigSeptember 24, 202625:34

Dr. Klaus Effing, KGSt

„Sind wir in Deutschland handlungsfähig?“

Kurz gesagt

Live vom KGSt-Forum in Leipzig spricht Peter mit Dr. Klaus Effing, Vorstand der KGSt. Er erklärt, was die KGSt für ihre 2750 Mitgliedskommunen leistet, warum das Forum nur alle drei Jahre stattfindet, wie er vom Landrat zur KGSt kam und warum Deutschland handlungsfähiger ist, als viele glauben.

Live vom KGSt-Forum in Leipzig: Dr. Klaus Effing, Vorstand der KGSt.

Ob Deutschland noch handlungsfähig ist, dazu hat er einen eigenen Vortrag und eine klare Antwort. Außerdem: was die KGSt eigentlich macht, warum das Forum nur alle drei Jahre stattfindet und wie er vom Landrat in die kommunale Denkfabrik kam.

Bild: © KGSt

Kernaussagen

  • Die KGSt arbeitet als Selbsthilfe der Kommunen. Sie erarbeitet Empfehlungen zu Organisation, Personal, Finanzen und IT, die Mitglieder nutzen können, aber nicht müssen. „Verwaltungsmanagement ist sozusagen das, was wir gut können.“ (Klaus Effing, ca. 2:00)
  • Eine Frage leitet jeden Arbeitstag. Das Team fragt sich abends, was es für die Kommunen erreicht hat. „was haben wir heute getan, das kommunale Management in Deutschland zu verbessern.“ (Klaus Effing, ca. 4:00)
  • Drei Jahre Abstand bringen echte Neuigkeiten. Bei jährlichen Großveranstaltungen ändert sich von Mal zu Mal oft wenig. „Die Evolutionssprünge sind da relativ gering.“ (Klaus Effing, ca. 7:00)
  • Ohne Gewinnziel bleibt die KGSt neutral. Mitglieder zahlen einen Pauschalpreis und können zum Forum so viele Leute schicken, wie sie wollen. „Wir haben dementsprechend keine wirtschaftlichen Interessen.“ (Klaus Effing, ca. 9:00)
  • Deutschland funktioniert besser als sein Ruf. Klaus nennt Rechtsstaat, medizinische Versorgung, sauberes Trinkwasser und stabile Netze. „Ich aber, guckt doch mal, was in Deutschland funktioniert.“ (Klaus Effing, ca. 16:00)

Kapitel

  1. ca. 0:00 · Start und Highlights der Eröffnung
  2. ca. 2:00 · Was die KGSt ist und macht
  3. ca. 4:00 · Was Mitgliedskommunen davon haben
  4. ca. 6:00 · Warum das Forum alle drei Jahre stattfindet
  5. ca. 9:00 · Vom Landrat zur KGSt
  6. ca. 13:00 · Kommunen, Bund und Länder
  7. ca. 15:00 · Wie handlungsfähig Deutschland ist
  8. ca. 20:00 · Spiele und Optimismus

Fragen zur Folge

Was ist die KGSt und was bringt sie meiner Kommune?

Die KGSt ist die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement und erarbeitet seit 76 Jahren Empfehlungen für ihre Mitgliedskommunen. Im Mitgliederportal finden etwa Hauptamtsleitungen Material zu Geschäftsgrundsätzen, Stellenbewertung oder Employer Branding. Dazu kommen Beratung, Netzwerke und Vergleichsringe, in denen sich 800 Kommunen vergleichen. Passt ein Bericht nicht genau, hilft die KGSt bei der Übertragung auf die eigene Kommune.

Warum findet das KGSt-Forum nur alle drei Jahre statt?

Der Aufwand ist groß, vor allem aber sollen auf dem Forum wirklich neue Ergebnisse zu sehen sein. Zwischen den Foren gibt es das KGSt-Festival mit 1.400 bis 1.600 Personen. Es vereint die früheren Fachkongresse zu Personal, IT, Organisation, Stellenbewertung und Finanzen. Dort zeigt die KGSt Zwischenergebnisse.

Ist Deutschland noch handlungsfähig?

Klaus Effing antwortet mit Ja. Jeder Verwaltungsakt kann von Gerichten überprüft werden, es gibt Spitzenmedizin im Notfall, sauberes Trinkwasser und funktionierende Netze. In den letzten Jahrzehnten floss aber zu wenig Geld in den Erhalt, etwa von Brücken. Sein Anspruch ist, dass Deutschland auch bei Bildung, Patenten und Spitzenforschung wieder führend wird. Beispiele für Behörden, die zeigen, was funktioniert, findest du bei den Erfolgsgeschichten.

Transkript

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Ehrenbehörde: Ehrenbehörde live vor Ort beim KGST-Forum in Leipzig. So, dann wollen wir doch mal gucken. Ach, na, hören Sie mal. Man hört uns schon, aber man sieht uns noch nicht. Und das liegt an anderen Sachen. Ich hier wieder den Studiomodus nicht eingestellt habe. So, jetzt solltet ihr uns auch gleich sehen. Herausragend. Und dann seht ihr Klaus vernünftig. Und mir wurde gesagt, Peter, guck mal freundlich. Ich guck nicht freundlich, Klaus. Mir wurde gesagt, ich guck nicht freundlich. Was ist da denn los? Was hab ich denn da gemacht? Also Peter, du guckst schon freundlich. Oder? Find ich auch. Find ich auch. Du gibst dir zumindest Mühe. So. Und das ist ja schon mal die halbe Miete, wenn man's versucht.

Der Rest, ich mein so richtig am Gesicht, kann man ja auch nicht arbeiten. Oder? Das hat man und das hat man nicht. So, dann geh ich mal hier rüber und dann soll es ein bisschen besser werden. Dann ist es vielleicht auch bisschen freundlicher für euch. Tatsächlich ist es auch meiner Frau aufgefallen. Wenn es der auffällt, dann muss man aufpassen. Da muss man aufpassen. Klaus, schön, dass du wieder da bist. Ja, sehr gerne. Karistisch, es läuft jetzt, Ja, es läuft, es läuft. Die Tore sind offen und jetzt können wir. Genau, hab ich gerade gehört, wir haben rund 4.000 Personen jetzt schon auf dem Gelände. Und wenn man, ich sag mal so, die Verzögerung der Deutschen Bahn mal abzieht oder berücksichtigt, dann werden wir sicherlich heute noch an die 5.

000 fast kommen. Und morgen wird ja der stärkste Tag sein, der Donnerstag. Da sind dann alle da, alle 5.713 Leute. Krass. Was war bisher dein Highlight? Also mein Highlight war bisher die Eröffnungsveranstaltung. Das war wirklich schön mit Katja Berlin, die sogenannten... Torten des Grauens ist vielleicht der Torten der Wahrheit gezeigt hat, das bezogen auf die allgemeinpolitische Lage, gesellschaftliche Strömung, aber auch auf Kommunen bezogen. Das war wirklich auch kurzweilig was anderes. Und Oberbürgermeister Jung hat eine kurze, prägnante Rede gehalten, hat auch auf Demokratiefestigkeit hingewiesen. Und dann hatten wir noch einen Talk mit fünf Gästen. Auch das fand ich ganz gut, das war sehr breit gestreut von ganz persönlichen Erfahrungen bis zu auch die föderalen Änderung der nächsten 10 bis 15 Jahre.

Also sehr breit gefächert und ich habe bei dem Rundgang bei den Ausstellern dann aus verschiedenen Ecken und schon viel Applaus gehört. Der Talk Arena läuft etwas tolles und ja, das ja mich total zufrieden. Sehr schön, das ist gut. Wenn wir über das KGT Forum reden, dann wissen ganz ganz viele gar nicht, was das ist. Und vielleicht fangen wir dann sogar noch mal im Urschleim an, für die die es nicht wissen und irgendwie zuschalten oder damit wir es einfach auch wissen. Was ist denn die KGST und was ist das Ziel von der KGST? Ja, das ist relativ einfach zu beschreiben. Die KGST als kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement. Verwaltungsmanagement ist sozusagen das, was wir gut können.

Wir beschäftigen uns mit Themen der Organisation des Personals und der Finanzen, sperrpunktmäßig. Natürlich auch mit ITKI. Gemeinschaftsstelle heißt schon, wir stellen eine Plattform zur Verfügung. für unsere Mitgliedskommunen. sind, man könnte es auch sagen, eine Art Selbsthilfeverein und erarbeiten seit 76 Jahren jetzt gutachtliche Empfehlungen für die Kommunen in Deutschland, für im Moment 2750 Mitgliedskommunen und daran können sich die Mitglieder orientieren oder auch nicht. Daneben haben wir neben dieser gutachtlichen Tätigkeit, wie wir sagen, da sind hier die Denkfabrik, haben wir auch eine Beratungsschiene, wir haben Vergleichsringe, wo sich 800 Kommunen Deutschland weit in 50 Vergleichsringen vergleichen und sozusagen einen Marktersatz haben, weil wir nicht im echten Marktwettbewerb stehen, dann auch von dem Besten zu lernen. Danach haben wir Seminar und Kongressparte mit 4500 Teilnehmenden über Seminaren und dann halt bei den Kongressen nochmal wie heute halt 5700, am KGST Festival 1500.

Also insgesamt versuchen wir und das ist unser Antritt und das ist tatsächlich so, Wenn wir abends das Büro verlassen, fragen wir uns, was haben wir heute getan, das kommunale Management in Deutschland zu verbessern. Das ist manchmal ganz wenig, manchmal ist es aber auch viel. Und unsere Mitglieder, das ist das Schöne, können unsere Ergebnisse nutzen, müssen sie aber nicht nutzen, haben aber alles verfügbar auf unserem Portal, also mit einem großen Mitgliederbereich, wo das Wissen der KGST der letzten 76 Jahre abgelegt ist. Und insoweit sind wir auch natürlich vernetzt, auch als Verband mit anderen Verwenden, viele in die Politik hinein und sind aber nicht politisch aktiv, sondern wirklich immer nur an den Fachlichkeit interessiert. glaube ich eine sehr sehr gute Zusammenfassung.

Also ich habe sie noch nicht so gut gehört, aber gut, ich sitze ja auch beim Profi. Wenn jetzt Leute sich überlegen, weil ihr habt ja 2700, hattest du gesagt, und ein paar Kommunen, gibt es ja sicherlich auch noch ein paar, die es nicht sind. Beziehungsweise die, die es haben, gibt es ja auch Leute, die das schon lange haben und wo das irgendwie so ist und die gar nicht so wissen, was macht denn das jetzt? Was macht ihr denn jetzt, wenn ihr quasi jetzt jemand ist, neu Hauptamtsleiter? kommt da rein und denkt sich KST, sind da Mitglied. Was findet man da? Was können die Leute quasi bei euch? aktiv in Ihrem Dienst einbinden. das Einfachste ist, man schaut auf den Portal, orientiert sich erstmal der Hauptamtsleiter, würde sich wahrscheinlich vorrangig kümmern die, sagen wir mal, Geschäftsgrundsätze seiner Verwaltung, vielleicht auch die Stellenbewertung, Stellenbemessung, solche Dinge, also organisatorische Dinge, wenn Personal dabei ist, als Employer Branding und solche Dinge.

Das alles findet er bei uns und kann davon profitieren, kann sich das Beste rauspicken und sich sozusagen Anregungen, Impressionen holen, ohne dass es halt jetzt umsetzen muss. Und natürlich gibt es auch die Situation, dass die Leute sagen, ja der Bericht passt ja jetzt nicht genau auf meine Kommune. Und dafür sind wir halt da, dann kann man uns immer ansprechen und wir sagen, naja, komm, wir gucken mal, wie könnte man jetzt diese Ideen aus diesem Bericht, den wir rausgebracht haben, in eurer Kommune auch wirklich nochmal anders anbringen und was wäre eigentlich der Kern dessen, was für euch sinnhaft sein kann. Das kombinieren wir oftmals mit unseren Beratungen. sparten. wir haben auch ganz viele Netzwerke innerhalb der KGST, wo sich ja so Hunderte von kommunalen Praktika-Innen zusammentun, in verschiedensten Konstellationen und dann auch von ihrer Erfahrung zu was profitieren.

Und manchmal liegt dann unser Bericht in der Mitte als sozusagen als Startbeginn und dann gehen die Diskussionen ganz woanders hin und davon lebt die KGST und auch natürlich die kommunale Welt, dass man so offen ist zu sagen, wir tauschen uns aus, das sorgt für uns gut, da können wir noch was lernen von anderen und das ist eigentlich unsere Funktion. Crazy. Ich finde vor allem krass, also das KGC-Form muss man ja sagen, das ist ja nicht jedes Jahr, sondern alle drei. Alle drei Jahre macht ihr das? Gibt es einen Grund, warum ihr das macht? Ja, also oftmals wir selber sagen, wir diesen organisatorischen Aufwand alle drei Jahre können wir leisten, jedes Jahr nicht, aber es hat einen ganz anderen Grund.

Ich will jetzt nicht über andere Veranstaltungen sprechen, Es gibt ja große Veranstaltungen, finden jedes Jahr statt. Und wenn man da mit teilnimmt, dann spricht, ich bin ja auch häufig da, dann hat man manchmal schon, irgendwie ist jetzt was passiert von einem zum nächsten Jahr. Die Evolutionssprünge sind da relativ gering. Und deshalb nachher unser großes Forum alle drei Jahre, weil wir dann immer wirklich auch einen Kanon an wirklich neuesten Ergebnissen haben, die innerhalb dieser drei Jahre entstanden sind. Und wir haben in den Jahren zwischen dem Forum jetzt unser KSG-Festival, geschaltet, das vereint unsere früheren vier Fachkongresse. Also wir hatten einen Personalkongress, einen IT-Kongress, einen Orgaprozess und einen Stellenbewertungsprozess. und ein Finanzkongress, nicht Prozesskongress. Die haben wir vereinigt zum Festival, den Vernetzungsgedanken mitzunehmen.

Das ist von der Dimension ganz anders, das sind 1.400 bis 1.600 Personen insgesamt, wo es noch mal unmittelbarer ist. Da präsentieren wir auch Zwischenergebnisse und die ganz großen Neuigkeiten auf dem Forum. Das hat sich bewährt. Ich glaube, es wäre für uns nicht sinnvoll, das jedes Jahr zu machen. dass vielleicht andere Kongresse beziehungsweise andere solche Veranstaltungen nicht unbedingt immer haben. Ihr seid natürlich ein Stück weit unabhängiger dadurch, es ja hauptsächlich für die Kommunen macht und jetzt nicht für deine nächste G-Klasse. Genau. Nein, das ist interessant. Ansage, Aussage von dir. Aber es ist tatsächlich so, haben, und das ist, macht auch was mit der inhaltlichen Programmgestaltung, wir haben keine wirtschaftlichen Interessen. Wir sind ja als Selbsthilfe fahren, wir müssen sehen, dass unsere Kosten decken.

Das Forum kann man sich vorstellen, wenn man sich hier die Hallen anschaut, das kostet richtig viel Geld. Die Mitglieder zahlen, und das ist interessant, die zahlen einen Pauschalpreis für ihre Kommune und können dann für diesen Pauschalpreis zwei Leute schicken, aber auch 600. Das ist dann uns egal. Das ist ein interessantes Preismodell für viele. Aber tatsächlich ist es so, dass wir auch gedanklich schauen und planerisch. Diese Veranstaltung sollte sich nach Möglichkeit tragen. Wir wollen aber keinen Gewinn damit machen. Wir haben dementsprechend keine wirtschaftlichen Interessen. Wir haben eine gute Finanzstruktur insgesamt. Das stellen wir morgen in der Mitgliederversammlung noch mal vor. die uns auch ermöglicht, dass wir uns sozusagen nicht verkaufen müssen. Das ist ein ganz ganz hohes Gut und wir haben die Möglichkeit extrem neutral sein zu können.

Riesenvorteil macht einiges. Das verstehe ich total. Also wir haben es ja quasi auch aus dem ... aus dem anders rum von du kannst, du triffst natürlich andere Entscheidungen, wenn du irgendwo am Ende muss halt da noch das rumkommen. Ich meine, bei euch muss ja auch was rumkommen. Wenn ihr plötzlich alle Mitgliedskommunen verliert, dann habt ihr natürlich auch ein Problem. Aber ihr könnt halt viel, wenn quasi dieser Threshold erstmal an Wirtschaftlichkeit erreicht ist und alle quasi genug nach Tarif bezahlt werden können, habt ihr natürlich ein ganz anderes Incentive. Es geht nicht mehr, mehr, mehr, Skalierung und sonst irgendwas, sondern mehr Wert. Und das ist das ganz Besondere. Wie bist du zu KSC gekommen? Das war, wie das überhaupt im Leben ist, bisschen durch Zufälle geprägt.

bin ja morgens übergesprungen kommunales Kind seit zig Jahren und habe in den 90er Jahren, in den Nullerjahren bei einigen KGST Berichtprojekten mitgemacht, als Nebenamter. Wir machen das ja immer mit Praktikern aus den Kommunen zusammen, damit das auch wirklich in der Praxis funktioniert. Und da habe ich die KGST kennengelernt und dann als ich in meiner Verwaltung sozusagen dann Haupt- und nach Landrat wurde, ich da die Zeit nicht mehr für. dann war das einfach so. Ich hatte irgendwann meinen Vorgänger getroffen, der gesagt hatte, wir schreiben gerade meine Stelle aus. Haben Sie da nicht Interesse, sich zu bewerben? Und da habe ich gesagt, nee, das also grundsätzlich nicht. Ich das Landrat höchst zufrieden und hatte sozusagen auch schon die Vorbereitungen für die Wiederwahl im Blick, auch mit Fraktionen gesprochen, wie man das zu machen und das wäre wahrscheinlich ganz gut gelaufen.

Ich höre jetzt bisschen bürtern. Dann habe ich das aber wirklich hin und her überlegt und dann habe ich bei der KGSC mein Ringen in den Hut geworfen und dann das geklappt. Dann habe ich als Landrat nach der ersten Wahlperiode aufgehört, bin zur KGSC gegangen, habe da schon noch bisschen gehadert, weil natürlich die harte Tätigkeit eine ganz andere ist. Von ich sag mal 3000 Mitarbeitenden auf 17.000 sich runter hat, bedingt einfach andere Arbeitsweisen. Und wir sind als Verband, alles was wir machen, ist ja Empfehlung. Also es wirkt mittelbar. Als Landrat konnte ich natürlich mit meinen Kolleginnen und Kollegen ganz viel unmittelbar bewirken. Es ist anders. Dafür habe ich heute einen extrem guten Überblick über das deutsche Kommunalgefühl.

Und ich glaube, es ist eine ideale Kombination, langjährig kommunale Praxis erfahrend zu haben und dann zur KGST zu gehen, in solche Funktionen, weil man doch auch manchmal noch einen anderen Blick hat, als sein Leben lang jetzt in einer Institution gewesen wäre. ich habe das, liebe das und es ist total toll und ich sehe das mit auch mit ganz großer Demut, dass ich in meinem Berufsleben so unterschiedliche Dinge machen konnte. Das ist auch mit Glück zu tun, zum richtigen Zeitpunkt, wie das so ist, da zu sein. Auch ein bisschen wahrscheinlich mit Leistungsbereitschaft und so, aber also das sehe ich mit großer Ich finde übrigens schön, das persönliche Kompliment, darf ich dir mal machen, man merkt das dir an.

Du schwebst hier mit so einer Zufriedenheit rein. liebe sehr, ich liebe Kommune, weil ich sehe die großen Kommunen, die professionell arbeiten. Ich sehe die kleinen Kommunen, die sind nicht immer so professionell, die sind aber viel effektiver, weil die müssen erledigen. wenn man dieses Gefüge zusammen nimmt und wir reden ja immer von 10.000 Kommunen in Deutschland, wenn man mal die 6000 hauptamtlich Verwalteten nimmt und wir würden uns vorstellen, wenn die nicht in dieser hohen Spanienintelligenz arbeiten würden. Auch mal viel verbrasseln, machen wir ja alle. Aber eine hohe Fehlerkultur haben und daraus lernen. Und das ist, glaube ich, etwas anderes als auf den Ministerialebenen. Das ist einfach so. Und deshalb liebe ich das Kommunale so. Und kommunal ist halt, ohne kann man keinen Start machen.

ist auch einfach so. Ja. Wie ist denn dann das, also jetzt so ganz persönlich dein Verhältnis zu, weil ich meine, gerade Land und bunt. reden von Kommunen kriegen wir mehr Aufgaben hier und müssen dann irgendwie gucken und sind dann aber immer die, die manchmal nicht so viel zu sagen haben und plötzlich ganz schön viel machen müssen. Wie ist so euer Verhältnis auch als KGST so insgesamt zu Bund und Land und wie läuft da die Kommunikation bzw. der Verbund? Also wir sind natürlich schwerpunktmäßig auf die Kommunen ausgerichtet, aber wir haben natürlich Kommunikation zu verschiedenen Bundesministerien, zu bestimmten Landesministerien. Das ist gut und ist auch total kollegial. ist so. Weil wir haben halt auch Themen, die bewegen sich jenseits des politischen.

Ich sage mal, unsere Themen sind politisch sehr langweilig. Deshalb gibt es auch bestimmte Streitpunkte nicht. Und insoweit arbeiten natürlich mit Ministerien, die sich manchmal ja etwas schwer tun und sagen, der Bund darf ja nicht direkt mit den Kommunen. Wir sind aber ein Verband, also der ist Kommunikation schon gut und auch sehr vertrauensvoll. Und da profitieren wir voneinander. Ich bin zum Beispiel Ende September in Schleswig-Holstein im Landtag zu einer Anhörung. Da geht es zu einer Experimentierklausel, wo wir eine Expertise abgegeben haben. ich sage auch mal so, wie wir kommunal arbeiten von Strukturen und Prozessen. Das unterscheidet sich natürlich von denen wie bei Ländern und Bund. Aber dem Grunde nach gibt es einen ganz breiten Kanon, der ähnlich ist.

Wenn dann Landesministerien, Bundesbehörden sagen, bei KGST, die das empfehlen, das ist für uns auch tauglich, dann freuen wir uns natürlich total. Das ist ein gutes Miteinander auch. Hast du das Gefühl, ich hatte das ein paar Mal und irgendwie seit so einem knappen Jahr, anderthalb, habe ich das Gefühl, dass wir so Ich will es nicht zu sehr Aufbruchsstimmung nennen, aber zumindest so ein kleines Glühen in der Verwaltungskommunity gibt. Spürst das auch und spürst du das hier? Ja, also hier spüre ich das auf jeden Fall. sind natürlich auch die Menschen, wollen zum Positiven verändern, was halt ganz, ganz wichtig ist, dass wir diese, manchmal vermeintlich, gesamtdepressive Stimmung in Deutschland überwinden. habe einen Vortrag von mir, den habe ich ein paar Mal gehalten, auch mal bei einem Bundesministerium.

Und dann habe ich so gesagt, sind wir eigentlich in Deutschland handlungsfähig? Und dann ist ja gleich, wir sind, die Bahn fährt nicht und die Netze funktionieren nicht. Und also das Ganze schrecklich und bürokratisch. Ich aber, guckt doch mal, was in Deutschland funktioniert. Wir sind ein Rechtsstaat. Ein Rechtsstaat, wo jeder Verwaltungsakte von Gerichten überprüfen lassen kann. Das ist ein hohes Gut. Ich würde mal schätzen, es gibt nur in einem Drittel der Staaten auf der Erde. Dann haben wir doch auch medizinische Versorgung bei allen Problemen, die Spitzenmedizin für jeden Bürger ermöglichen im Notfall. Wir haben sauberes Trinkwasser, haben funktionierende Stromnetze, haben Telekommunikationsnetze, meist funktioniert. Wir haben eine Bahn, kommt. irgendwann auch an. Also im Grunde nach haben wir alles, was zu einem Start gehört.

haben allerdings in letzten Jahrzehnten ein bisschen behäbig und haben zu wenig finanzielle Mittel einfach in der Haltungsaufwand gesteckt. Es ist halt schöner, die neue Brücke zu eröffnen, als eine alte Brücke zu sanieren mit einer Sperrung oder einem Stau. Das ist halt auch nicht so toll, aber es ist einfach zwingend notwendig. habe übrigens dieses Beispiel Was ist in Deutschland eigentlich so schlimm? Da habe ich letztens mit einer Bekannten gesprochen, dann, ach, das ist ja so schlimm und Deutschland, man kann überhaupt nicht mehr leben hier und es ist ja nicht, und jetzt ist es auch noch so warm im Sommer. Da habe gesagt, welcher Staat ist denn auf der Erde besser? Wo würdest du denn lieber leben?

Ja, und dann kam irgendwie was mit Spanien oder keine Ahnung, was anderes. dachte, dann zieh doch dahin, da kannst du, es ist sogar niederlassungsfrei, das ist ja Europa. Nee, und dann gab es irgendwelche Gründe, warum nicht? Und dann denke ich immer, ganzen Leute, die so viel meckern und sagen, überall anders ist es besser. aber doch dann lieber hier bleiben, weil so schlimm ist es nicht. Also wir haben nicht einen tollen Staat, tolles Land. Und deshalb bin ich auch immer sehr begeistert, wenn Menschen das auch anerkennen und sagen, wir machen es noch besser und wir haben Problemlagen aus den letzten 15, 20 Jahren und die packen wir jetzt auch mal an nach und nach, wenn wir ein bisschen Geld haben.

dann machen wir Deutschland wieder auf Stand. Und wir müssen halt den Anspruch haben, nicht nur die drittgrößte Volkswirtschaft zu bleiben, sondern auch führend zu sein, in ganz Dinge, wo wir im Moment halt nicht führend sind. Das fängt bei der PISA Studie an, das fängt bei Patenten, geht das weiter bei Novellpreisträgern. Also wir müssen Deutschland auch wieder wirklich die Basis schaffen, damit wir solche Spitzenleistungen ermöglichen können. Ich denke auch, es halt... Es kann ja beides gleichzeitig. Also zwei Sachen können ja gleichzeitig wahr sein. Und es kann ja sein, dass wir viel Luft nach oben in vielen Bereichen haben und trotzdem in vielen Bereichen aber wirklich, wirklich gut sind. Und was mich immer, ich meine, wir machen das ja auch nicht ohne Grund.

Und wir haben da ja dieses gemeinsame, haben wir ja genau dieses der Behördenmensch im Mittelpunkt und die Leute, die hier sich tagtäglich den sonst was aufzählen. Und ich meine, wie viele Leute alleine hier sind, die wahrscheinlich den Schreibtisch voller sonst was voller digitaler Akten haben. und trotzdem herkommen, zu gucken, wie kann man noch mehr machen, wie kann man weitermachen, welche neuen Ideen. Ganz viele Leute gesprochen, dann so gesagt haben, so ja, wir gucken mal, was wir dann nächstes Jahr anpacken und was wir dann machen, weil wir haben jetzt dieses Projekt, das haben wir vom letzten Mal mitgenommen, dann machen wir das und so. Also ich in keinster Weise spüre ich auch nur einen Deut von, wickeln wir mal ab, lassen wir das mal sein.

Insofern, ja, ich finde, ich bin da absolut bei dir. Wir haben noch eine Kleinigkeit zum Schluss für uns. zwar, haben das vorhin schon mal so ein bisschen gemacht und werden das jetzt auch noch mal machen. zwar habe ich noch ein paar Verwaltungsgewächs. Insofern würde ich mal mit dir spielen, alter Verwalter. Alter Verwalter ist für uns das Spiel, wo du sagst, du quasi wichtiger findest im Behördenalltag und sagst, was für dich vor allem wichtig ist. gucken wir mal. habe so immer drei Begriffe und du musst die ranken, was du am wichtigsten fändest. Personalrad, Klimaanlage und Gummibärchenschale. Personalrad, Klimaanlage, Gummibärchenschale. Ja, von Fall zu Fall. Also Personalrad grundsätzlich als Sparringpartner für die Arbeitgebenden ist ganz wichtig, wäre bei mir Priorität.

Eins, da gibt es am meisten gutes Miteinander. Zwei wäre, ja klar, die Klimaanlage. Auf der anderen Seite haben wir auch viele die Möglichkeit, in Büros, wenn es nicht funktioniert, dann zu Hause zu arbeiten oder so. Aber drei wäre dann bei mir die Klima-Tälchen-Strahle. Sie kommt dann auch. So ist es nicht. Und weil ich das mit den, bei dir ... würde ich noch viel lieber Kommt drauf an spielen, weil ich glaube, du bist ja der perfekte Sparringpartner für. Kommt drauf an ist unser Entweder-oder-Spiel, aber wir wissen, es kommt meistens raus Kommt drauf an, nicht Entweder-oder. Deswegen ist das das Spiel. Und der erste ist, bist du Team handschriftliche Notiz oder Sprachmemo? Also ich bin eher Team handschriftliche Notiz.

Auch im Privaten, wenn ich Fragen darf? Da bin ich eher Sprachnachricht. Ja, bist doch so, oder? Ja. Ich bin vor allem Sammler. Wir schreiben immer ständig, also wir sagen immer ständig vor uns Sprachnachrichtensammler. Ich schreibe mir auch ganz überflüssige, ich spreche mir auch selber ganz überflüssige Sprachnachrichten drauf. Ist auch gut. Nur die Gedanken, woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage. Zimmernummer im Hotel und das ganze Zeug, was ich mir sonst nicht merken kann. Sitzplatz in der Bahn. Ich gucke einmal auf die App und schon wieder vergessen beim Schließen. Verstehe ich. Andere Sachen. Prioritäten setzen und so. Postmap. Ne, was habe ich vor Ort oder Homeoffice? Was bist du?

Vor Ort. Ich liebe es, im Büro zu sein. Ich liebe es, wenn es da trubelig ist und ich Menschen höre und gestört werde. das finde ich ganz fantastisch. Jetzt ist es auch in meinem Job so, abends arbeite ich dann halt zu Hause. Aber ich bin am liebsten im Ich habe den Vorteil auch, ich wohne jetzt einen Kilometer von der Geschäftsstelle. Kann also mal hinlaufen und ja, mag ich. Das Büro ist toll. Das glaube ich, oder? Da machen wir zum Abschluss die wichtigste Frage. Was macht dich optimistisch? Mich macht optimistisch, das würde ich ganz ehrlich sagen. Heute zum Beispiel hier, dass ich so viele tolle, und ich darf das auch betonen, auch junge Leute sehe, die Bock haben, die Kommunalverwaltung nach vorne zu bringen, die anpacken wollen und die ganz genau wissen, es gibt Restriktionen und sich nicht davon frustrieren lassen.

Dann sagen wir, dann bohren wir halt die dicken Bretter. Und dann machen wir das und dann machen wir unsere Verwaltung besser. Und das kann... für das gesamte Lebensgefühl in Deutschland nur gut sein. Jetzt bestimmt nicht die Kommunalverwaltung, wie das Glück in Deutschland ist, aber sie tragen dazu erheblich bei. Und von daher, das macht mich total zufrieden. Und da können diese Menschen ... auch wirklich stolz auf sich sein. Ja, absolut. Und wir kommen wieder zu dem Punkt, Behördenmenschens sind die besten und das ist super. Und am Ende zählt ja auch die Menschen. Das ist es. Und machen wir genau dieses Forum. Also macht ihr dieses Forum, Entschuldigung. ja, also vielen Dank, dass du noch mal da warst.

gerne. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Spaß auf deinem eurem KGST-Forum. Danke schön. Und wir werden es ja die nächsten Tage auch noch mal sehen. Auf jeden Fall. Hast du hier irgendwie Highlight die nächsten Tage? Hast du noch irgendwas, wo du sagst, das wird noch mal richtig gut? Also ja, natürlich die inhaltlichen Veranstaltungen sind Heute Abend in der Torcarina 18 Uhr was zur Fehler-Toleranz in Verwaltung. Das ist mir auch immer ganz besonders wichtig. Ansonsten würde ich allen empfehlen, einmal den Playground zu besuchen. Also etwas, was Sie zum ersten Mal haben. ist eine etwas andere Art der Vermittlung von Wissen und zu sehen, was kann man eigentlich machen in Verwaltung. Also das würde ich auf jeden Fall empfehlen.

Sehr, gut. Dann guckt rein, wenn ihr hier dazu guckt. Wenn ihr zuhört, geht da gerne hin. freuen wir uns noch auf zwei Tage mehr KGST Forum. Ehrenbehörde live vor Ort. Hier sind Geschichten aus dem Amt. Nicht nur Papier im Wort, Ulleumlauf. Behörden Bern, Louisa lacht dazu. Peter Nick, ihr da schützt die Daten. Und wir hören einfach zu. Ehrenbehörde live vor Ort. Für alle, die den Laden täglich liebevoll verwalten. Dann tolle Gäste, gute Fragen, keine Eile, kein Report. Ehrenbehörde

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Zum Nachlesen

Den Artikel zur Folge findest du im Blog:

Es ist Zeit für ein Neues:
Das war hier schon immer so.

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