Jens Meier, Karrierestaat
Kurz gesagt
Live vom KGSt-Forum in Leipzig spricht Peter mit Jens Meier von Karrierestaat, einer Recruiting-Plattform für den öffentlichen Dienst. Jens war über zehn Jahre im Personalbereich von Behörden und erzählt, warum er gegangen ist, was Behörden beim Recruiting bremst und warum Anbieter den Stallgeruch brauchen.
Live vom KGSt-Forum in Leipzig: Jens Meier von Karrierestaat.
Zehn Jahre öffentlicher Dienst, dann eine ausgekugelte Schulter und zwei Monate zum Nachdenken. Jens erzählt, warum er den sicheren Hafen verlassen hat und warum es ihn trotzdem wieder in den öffentlichen Dienst gezogen hat.
Bild: © KGSt
Kernaussagen
- Von außen lässt sich manchmal mehr bewegen. Jens hat im Personalbereich auf Landes- und Bundesebene gearbeitet und kam dort mit modernem Recruiting nicht weiter. „Manchmal kann man von außen noch bisschen besser helfen als von innen.“ (Jens Meier, ca. 2:00)
- Behörden können nicht einfach Werbung schalten. Große Häuser brauchen für Anzeigen in sozialen Medien einen Partner, der ihre Regeln kennt. „Als große Bundesbehörde mit 7.000, 8.000 Leuten kannst du nicht einfach Mark Zuckerberg deine Kreditkarte hingeben“ (Jens Meier, ca. 2:00)
- Der kleine Unterschied entscheidet. Vieles ist in Behörden und Unternehmen gleich, die Besonderheiten aber merken Behördenmenschen sofort. „Aber die letzten 10, 20 Prozent, die knallen halt hart rein.“ (Peter, ca. 4:00)
- Bewerbende wollen angesprochen werden. Karrierestaat kombiniert deshalb Stellenanzeigen auf der Plattform mit aktiv ausgespielten Kampagnen. „weil die Menschen warten nicht mehr oder suchen nicht mehr jeden Tag auf 80 verschiedenen Jobbörsen nach dem Job“ (Jens Meier, ca. 9:00)
- Behördenkultur hat ihre Symbole. Peter und Jens sprechen über Kalender an Bürowänden und Umlaufmappen als Teil der Identität. „Und es gibt so ein paar Sachen, die einfach so identitätsmäßig zu Behörden gehören.“ (Peter, ca. 23:00)
Kapitel
- ca. 0:00 · Begrüßung und Karrierestaat
- ca. 1:00 · Vom Personalbereich zur eigenen Firma
- ca. 3:00 · Warum Anbieter Behörden verstehen müssen
- ca. 8:00 · Kostenlose und bezahlte Wege zur Besetzung
- ca. 10:00 · Raus aus dem sicheren Hafen
- ca. 14:00 · Purpose im öffentlichen Dienst
- ca. 16:00 · Eindrücke vom KGSt-Forum
- ca. 21:00 · Kalender, Umlaufmappen und Identität
Fragen zur Folge
Warum tun sich Behörden mit Recruiting über soziale Medien schwer?
Eine große Behörde kann nicht einfach selbst Werbeanzeigen bei sozialen Netzwerken buchen, sie braucht einen Mittler. Viele externe Anbieter scheitern aber schon an Fragen zu Tarifvertrag, Stufenzuordnung oder Fachkräftezulage. Jens sieht hier den Vorteil eines Teams, das selbst aus dem öffentlichen Dienst kommt. Mehr zum Thema findest du im Fachbereich Personal.
Wie erreichen öffentliche Arbeitgeber heute Bewerberinnen und Bewerber?
Laut Jens suchen Menschen nicht mehr täglich auf vielen Jobbörsen, sie wollen angesprochen werden. Karrierestaat verbindet deshalb ein passives Element, also Arbeitgeberprofil und Stellenanzeigen auf der Plattform, mit aktiv ausgespielten Anzeigen. Bei schwierigem Personalbedarf sucht das Team gemeinsam mit der Behörde nach Lösungen. Tipps für bessere Ausschreibungen findest du im Beitrag zu Bausteinen einer Stellenausschreibung.
Wie kam Jens Meier vom öffentlichen Dienst in die Selbstständigkeit?
Nach einer ausgekugelten Schulter beim Bouldern war Jens zwei Monate zu Hause und hat über die nächsten Jahre nachgedacht. Er verließ die Bundesbehörde, arbeitete zuerst für privatwirtschaftliche Kunden und fragte parallel auf LinkedIn Behördenmenschen, was sie in der Personalarbeit brauchen. Daraus ist Schritt für Schritt Karrierestaat entstanden.
Transkript
Transkript lesen
Automatisch erstellt von Riverside, Zeitangaben in Kapiteln sind ungefähr.



