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Ziemlich zuständigSeptember 24, 202631:06

Philipp Stolz, Bürgermeister Reichenau

OKRs im Rathaus

Kurz gesagt

Live vom KGSt-Forum in Leipzig: Philipp Stolz, Bürgermeister der Gemeinde Reichenau, erzählt, wie sich seine Führung seit der Stabsstelle Digitalisierung in Schorndorf verändert hat. Peter und Philipp sprechen über Ziele ohne Kennzahlen-Fixierung, OKRs im Rathaus und warum Philipp im Wahlkampf so blieb, wie er ist.

Live vom KGSt-Forum in Leipzig: Philipp Stolz, Bürgermeister der Gemeinde Reichenau.

Erst Stabsstelle Digitalisierung in Schorndorf, jetzt 5.500 Einwohner und 140 Menschen im Team. Philipp erzählt, was sich an seiner Führung verändert hat und warum er sich im Wahlkampf bewusst nicht verstellt hat.

Bild: © KGSt

Kernaussagen

  • Als Bürgermeister wirst du vom Spielertrainer zum Coach. In einer kleinen Kommune kann Philipp nicht in jedem Fachgebiet tief drin sein und räumt stattdessen Wege frei. „Das sind einfach zu viele Hüte.“ (Philipp, ca. 7:00)
  • Wer gewählt wurde, darf so bleiben, wie er ist. Philipp hat sich im Wahlkampf nicht verstellt und zieht daraus sein Mandat. „okay, die haben mich gewählt, wie ich bin. Ich darf also sein, wie ich bin.“ (Philipp, ca. 12:00)
  • Manche Mitarbeitende brauchen einen deutlichen Stubser. Philipp setzt auf Begeisterung und merkt, dass er als Rathauschef manchmal klarer werden muss. „Und da bin ich manchmal einfach noch zu sanft und zu weich.“ (Philipp, ca. 20:00)
  • Kennzahlen verleiten dazu, nur die Zahl zu jagen. Philipp ist kein Fan von KPIs, weil Leute dann die Zahl statt den Wert dahinter verfolgen. „Also KPIs, also so Kennzahlen, bin ich persönlich gar kein Fan davon“ (Philipp, ca. 22:00)
  • OKRs wirken nur, wenn alle Ebenen sie haben. Peter erklärt: Objectives sind grobe Ziele, Key Results zeigen, dass ein Ziel erreicht ist. „der Bürgermeister hat genauso OKRs wie die Sachbearbeiterin, wie die Azubi, alle.“ (Peter, ca. 25:00)

Kapitel

  1. ca. 0:00 · Ein wildes erstes Jahr
  2. ca. 4:00 · Was ein Bürgermeister den ganzen Tag macht
  3. ca. 7:00 · Führung in der kleinen Gemeinde
  4. ca. 11:00 · Im Amt man selbst bleiben
  5. ca. 15:00 · Kommt drauf an und Alter Verwalter
  6. ca. 19:00 · Wofür Philipp ziemlich zuständig ist
  7. ca. 22:00 · Ziele, Kennzahlen und OKRs
  8. ca. 29:00 · Was Philipp optimistisch macht

Fragen zur Folge

Was macht ein Bürgermeister den ganzen Tag?

Philipp sitzt nach eigener Aussage vor allem in Besprechungen, hört Menschen zu und räumt Wege frei, damit sein Team leichter arbeiten kann. Fest im Kalender steht ein Block am frühen Morgen für E-Mails. Sein großes Ziel: Den Menschen in der Gemeinde soll es morgen ein bisschen besser gehen als gestern.

Was sind OKRs und wie passen sie in die Verwaltung?

OKRs bestehen aus Objectives und Key Results. Objectives sind grobe Ziele, Key Results zeigen, dass ein Ziel erreicht ist. Peter nennt als Beispiel das Ziel, der beste Arbeitgeber im Bodenseekreis zu werden, mit Bewerberzahlen oder Zufriedenheitsraten als Key Results. Wirksam werden OKRs, wenn alle Ebenen sie transparent haben, vom Bürgermeister bis zu den Azubis.

Wie lernt man als neue Führungskraft die Verwaltungssprache?

Philipp kannte viele Begriffe schon, weil sein Vater Bürgermeister war und die Kommunalverwaltung in der Familie nah war. Die Abkürzungen lernt man laut ihm schnell. Nicht jede muss man kennen. Für alles Unklare verweist Peter auf das Glossar mit Behördenbegriffen.

Transkript

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Zum Nachlesen

Den Artikel zur Folge findest du im Blog:

Es ist Zeit für ein Neues:
Das war hier schon immer so.

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