Zum Inhalt

Ziemlich zuständigSeptember 24, 202623:42

Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin Wuppertal

Zehn Monate Oberbürgermeisterin, ein Zwischenstand

Kurz gesagt

Live vom KGSt-Forum in Leipzig spricht Peter mit Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal, über zehn Monate im Amt. Sie erklärt, wie sie Grundsatzthemen mit einem Kick-off startet, warum der Wuppertalplan gemeinsam entstehen soll und wie Mitarbeitende den Mut zu schnellen Entscheidungen bekommen.

Live vom KGSt-Forum in Leipzig: Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal.

Zehn Monate im Amt, 7.500 Menschen im Konzern Stadt. Miriam erzählt, wie sie jedes Grundsatzthema mit einem Kick-off startet, wie der Wuppertalplan entsteht und woran ihre Mitarbeitenden merken, dass Fehler erlaubt sind.

Bild: © KGSt

Kernaussagen

  • Mit der Verwaltung arbeiten. Miriam setzt ihre Themen gemeinsam mit den sechs Dezernenten um und nimmt alle mit. „gegen die Verwaltung zu arbeiten, ist auf jeden Fall keine gute Idee“ (Miriam, ca. 6:00)
  • Grundsatzthemen starten mit einem Kick-off. Alle Beteiligten hören Herausforderung und Zielbild und erarbeiten die Lösung gemeinsam. „Bei mir startet immer ein Grundsatzthema damit, es gibt einen Kick-Off-Veranstaltung“ (Miriam, ca. 7:00)
  • Niemand hat auf die neue Spitze gewartet. Den Wuppertalplan entwickeln Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung zusammen. „Ganz viele Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterinnen sind ja immer der Meinung, wenn sie gewählt sind, die Welt hat auf sie gewartet.“ (Miriam, ca. 8:00)
  • Fehler dürfen passieren. Miriam will eine Führungskultur, in der Mitarbeitende schnell gute Entscheidungen treffen. Dafür steht sie selbst ein. „Zweifel unterschreibe ich das einfach.“ (Miriam, ca. 16:00)
  • Gemeinsame Lösungen gelten nicht mehr als Schwäche. Kommunen entwickeln öfter zusammen, weil keine das Rad allein neu erfinden kann. „dass es sogar gut ist, wenn wir gemeinsame Lösungen entwickeln“ (Miriam, ca. 19:00)

Kapitel

  1. ca. 0:00 · Begrüßung live vom KGSt-Forum
  2. ca. 1:00 · Spiel: Kommt drauf an
  3. ca. 4:00 · Ein Arbeitstag als Oberbürgermeisterin
  4. ca. 5:00 · Wer in der Stadt was entscheidet
  5. ca. 7:00 · Führen mit Kick-off und Zielbild
  6. ca. 8:00 · Der Wuppertalplan
  7. ca. 11:00 · Spiel: Alter Verwalter
  8. ca. 14:00 · Modernisierung und Fehlerkultur

Fragen zur Folge

Was ist der Unterschied zwischen Bürgermeisterin und Oberbürgermeisterin?

In Wuppertal ist die Oberbürgermeisterin die gewählte Spitze der Verwaltung. Ihre Vertretung übernehmen ehrenamtlich gewählte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Stadtrat, aktuell drei.

Wer entscheidet in einer Stadt was?

Miriam Scherff arbeitet mit sechs Dezernenten, die ihre Bereiche selbstständig führen, bei knapp 7.500 Mitarbeitenden im Konzern Stadt. Themen, die ihr wichtig sind, setzt sie gemeinsam mit den Dezernenten um. Sobald es ums Geld geht, entscheidet der Stadtrat. Ihre Aufgabe ist es, dort eine Mehrheit zu bekommen.

Wie fördert eine Oberbürgermeisterin Mut zu Entscheidungen?

Miriam kommuniziert klar und fordert von ihren Dezernenten, dass sie Ressort- und Amtsleitungen zu Entscheidungen ermutigen. Sie will Vorbild sein und erwartet keine Entscheidung, die sie nicht selbst unterschreiben würde. Fehler lassen sich aus ihrer Sicht im Regelfall korrigieren. Wie andere Kommunen das lösen, kannst du im Austausch fragen.

Transkript

Transkript lesen

Ehrenbehörde: Ihr merkt schon, mit Publikum und Klatschen und allem. Das ist auch gut. Wir merken, es wird voller und die Leute sind enthusiastischer. Das kann aber auch ... an der Gäste liegen. Ich glaube, es liegt eher daran. Wir sind es nicht. Wir sind es nicht. Miriam Scherff ist bei uns. Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal. Ja, hallo. Richtig cool, dass du da bist. Danke, dass ich da sein darf. Ihr seid heute angereist, gestern angereist und hier jetzt hier. Ich bin gestern schon angereist mit einigen aus Wuppertal. Ja, mit Team. Mit Team. Sitzen auch hier. Bus oder Bahn? Team ist da. Bahn. Hallo Team. Ihr seid Bahn gefahren. Ja, Oberbürgermeisterin fährt klassische Bahn. Klassisch Bahn. Was ist eigentlich für die Leute, das nicht wissen, der Unterschied zwischen der Bürgermeisterin und der Oberbürgermeisterin?

Also bei uns in der Kommune ist da ein sehr großer Unterschied, weil ich als Oberbürgermeisterin bin, die gewählte Hauptverwaltungsbeamten und dann habe ich Vertreterin, wenn ich nicht zu allen Terminen immer kann. Und das sind ehrenamtlich gewählte Bürgermeister und Bürgermeisterinnen aus dem Stadtrat. Und da habe ich gerade drei Stück. Ja, wie häufig sagst du für sie immer noch Frau Oberbürgermeisterin? Das habe ich tatsächlich noch nie gesagt, aber vielleicht muss ich das irgendwann mal finden. Das ist sehr gut. Wir spielen am Anfang immer so zum reinkommen, damit wir bisschen locker werden. Kommt drauf an heißt das Spiel. immer entweder oder, ist eigentlich entweder oder, aber alle sagen ja immer kommt drauf an, deswegen heißt direkt bei uns kommt drauf an.

Politiker sowieso. genau. bist du ja, ich hab hier vergessen. So. Das heißt wir spielen kommt drauf an und ihr dürft auch mitmachen offensichtlich. Das ist so interaktiv. Ja. Erste Frage. Aktenordner oder Cloud? Oha. Kommt drauf an, ich weiß. Ich nehme die Cloud. Nimmst die Cloud. Aber ihr habt gesagt, du hast auch noch ... Umlaufmappen bei dir auf dem Schreibtisch. Ich auf jeden Fall noch Umlaufmappen bei mir auf dem Schreibtisch. steigen immer gerade. sind wir gerade? Wir sind. du verlassen hast? Ja schon so. Schon so? Ja. Sind es viel Umlaufmappen oder Unterschriftenmappen? Das ist ja das Unterschied. Ja das stimmt. Es sind mehr Unterschriftenmappen. Also ich unterschreibe umfassbar viel. Urkunden, Briefe, Buskarten. Ist ja auf die Verwaltungsleute, wer uns kennen, auf Facebook immer so Thema bei Leuten, dass sie dann sagen so, ich dachte wir sind im digitalen Zeitalter und dann sind es aber alles Unterschriftenmappen.

Dann ist so, ja gut. Also wäre schon schön, wenn man die Unterschrift. bei der Urkunde in echt bekommt. stimmt. Sehr, gut. Das war das erste. Wie ist bei euch eigentlich hier? Aktenordner oder Cloud? Wer ist Team Aktenordner? Niemand. Team Cloud? Ja, eindeutig Cloud. Kommt drauf an. Hybrid. Guck mal. Die Leute haben das Spiel verstanden. Das finde ich gut. Zweite Richtung. Gummibärchen oder Kaffee am Messestand? Also hier auf Messe. Ich nehme Kaffee am Messestand. Ja, ich auch. Bei Gummi will esst so viele sonst von den Gummibärchen. Dann nehme ich lieber den Kaffee. Wie haben wir noch welche? Vielleicht später. Was für ein Team Gummiwärchen bist du? Rot. Rot? So richtig, die klassischen Gummiwärchen in Rot.

Die klassischen in Rot sind Wir Carlotta zum Beispiel. Die Gelben ist niemand, oder? Meine Frau ist die Gelben. Ich verstehe das nicht. bei mir ist halt so... Ich esse die Handweise. Also ich verstehe den Unterschied zwischen den Farben, glaube ich, einfach nur nicht. Aber es soll so Sachen geben. Und Carlotta ist hier Team Fruchtgummis. Das ist ja auch nochmal ein Unterschied. Das stimmt. Ja, muss ich extra kaufen. Gut. Früher im Büro oder später im Büro? Beides. Kommt drauf an. Genau. ich... Immer der erste und der letzte Was ist denn früh? Ich bringe vorher meine Tochter in den Kindergarten. Deswegen bin ich eigentlich immer so zwischen 8.30 und 9 Uhr Büro. Das zählt bestimmt als spät.

Dafür arbeite ich länger. Ja. Das kommt ja auch drauf an. Eben. Genau. Und ich meine, mit Kindern morgens den Alltag begehen, ja auch schon mal die erste. Ja. Da sind auch immer die ersten zwei Arbeitsstunden durch. Was nach dem Joggen? Joggen, Kind. Ist das so? Joggen, Bei dir? Joggen, Ich kann auch Joggen nicht. Also nicht vor Kind. Da bin ich einfach noch nicht da. Das kommt drauf an. Wir haben noch ein paar mehr Sachen. Wir machen das noch mal so bisschen spontan, wie es gerade läuft. Grundsatzfragen ist unsere nächste Kategorie. Ab morgen habe ich auch Jingles. Aber heute habe ich das nicht noch geschafft. habe echt auf den Jingles gefreut. Ich habe auch hier diesen Queaky.

Hast du unseren Podcast schon mal gehört? Nein ist in Ordnung. Nein. Ich hab manchmal so einen squeaky Sound. Dann hab ich so eine high pitched voice. Aber hab ich auch nicht eingerichtet. Ist alles schwierig. ist wirklich traurig. Grundsatzfragen. Wenn du sagst, klar, Tochter in den Kindergarten, wann und wie beginnt ein Arbeitstag und wie sieht so ein klassischer Arbeitstag bei einer Oberbürgermeisterin aus? Also ich würde jetzt erstmal überhaupt nicht. Ich habe keinen klassischen Arbeitstag, weil jeder Tag ist anders. Es gibt Tage, da sitze ich ganz viel im Büro und es gibt Tage, da bin ich nie im Büro und alles dazwischen. Mein Tag beginnt, nachdem ich meine Tochter im Kindergarten abgesetzt habe, dass ich Mails abarbeite im Büro, gibt es immer noch...

kurzes kurzes in Austausch mit meinen Mitarbeitern und dann starten eigentlich auch schon die ganzen Termine an. Dann gehe ich einmal meinen Tag durch, was da ansteht und dann geht es von A nach B durch. Hast du den aber, wenn du morgens ins Büro kommst, so ein Morgenritual von... Also ich... dass ich mal ankomme? Nee, also ich starte eigentlich direkt in den Tag rein. Also es ist so, ich kriege einen Latte-Makiator in die Hand gedrückt, geht in meinem Schreibtisch, gucke, was da für Termine anstehen und dann lese ich mir die... Terminvorbereitung einmal nochmal spontan durch, damit ich das auch alles im Kopf habe. Und dann warten auch schon die ersten Gäste vor der Tür, weil die ja dann einen Termin haben.

Ja, wild. Bei den Grundsatzfragen versuchen wir auch so bisschen hinterzukommen, weil wir haben natürlich viele Leute irgendwie in Behörden, das Ganze hören. Und manche kennen so ihren Bereich, aber vielleicht alle anderen nicht. Und deswegen haben wir versucht, diese Grundsatzfragen so, sag ich mal, So in die Richtung erklärst du jemandem in der fünften Klasse einfach, weil Verwaltung ja manchmal bisschen Herausforderungen hat. Wenn man so eine ganze Wand von Verwaltungsbegriffen, wenn du die gesehen hast. Und manchmal blickt man ja nicht so durch. Deswegen bei euch jetzt, was entscheidest eigentlich du und was die Verwaltung und was irgendwelche Räte und Stadtrat und wer macht da eigentlich was? Also ich habe hier Team von sechs Dezernenten, die in ihrem Arbeitsbereich ganz selbstständig unterwegs sind und das ist auch gut so, dass sie das machen, weil die Aufgaben sehr vielfältig sind und bei knapp 7.

500 Mitarbeitern im Konzern statt kann ich gar nicht alles wissen. Dann gibt es aber Themen, die mir vielleicht ganz besonders auf die Seele bringen, die mir wichtig sind und da gehe ich dann eben auf die einzelnen Dezernenten zu und bespreche dann eben mit denen, wie wir jetzt diese Themen dann umsetzen können. Und da entscheide dann auch ich. gemeinsam mit den Dezernenten am besten, weil gegen die Verwaltung zu arbeiten, ist auf jeden Fall keine gute Idee, das kann ich niemandem empfehlen, sondern wichtig ist, dass man immer alle mitnimmt, dass sie verstehen, worum es geht und dann geht es los. Ansonsten entscheidet natürlich der Stadtrat immer dann, wenn es ums Geld geht. Das bedeutet, ich kann vielleicht in der Stadtverwaltung schon mal sagen, es gibt bestimmte Themen, die ausgearbeitet werden sollen, aber die müssen dann irgendwann zur Entscheidung in den Stadtrat und da ist es dann eben meine Aufgabe als Oberbürgermeisterin dann auch dafür zu sorgen, dass ich eine Mehrheit bekomme.

Hat sich das in dem, also bist du jetzt glaube ich knapp über ein Jahr? Zehn Monate. Zehn Monate, okay. Also eben noch im ersten Jahr. Gibt es da schon Sachen, wo du gemerkt hast, dass ich dein, sag ich mal dein Führungsverhalten in dem, was dir wichtig ist, wie du das voran bringst, wie sich das geändert hat? Also mein Führ, also ich war ja vorher auch schon Führungskraft und das, was ich vorher gemacht habe, mache ich jetzt eben auch. Also ich bin, was so Projekte betrifft, schon immer sehr strukturiert. Das versuche ich gerade auch meinem Team so bisschen näher zu bringen. Bei mir startet immer ein Grundsatzthema damit, es gibt einen Kick-Off-Veranstaltung, da werden alle Leute eingeladen, jetzt in der Zukunft da eine Rolle spielen müssen.

Dann kriegen die eben einmal erzählt, was jetzt gerade vielleicht die Herausforderung ist, vor der ich hier stehe und was das Zielbild ist. Und dann können sich eben die Kolleginnen da alle einbringen, dass wir das gemeinsam lösen. Und ganz am Ende gibt es dann eben so den Abschluss, wo man dann gemeinsam das nochmal sich gegenseitig präsentiert, was man erarbeitet hat. Und dann gibt es manchmal auch so Zwischenschritte. Wir machen gerade so ein Thema Sauberkeitsoffensive. Da ist es dann eben immer so, dass wir gemeinsam dann auch festlegen, was wir jetzt für Maßnahmen auf den Weg bringen. Und dann gibt es dazu dann auch regelmäßig Pressekonferenzen, wo dann auch die einzelnen Bereiche sichtbar werden, die da mitgewirkt haben.

Ist ja keine One-Man-Show oder in meinem Fall war es eine Woman-Show. Hat sich dein, also hat sich quasi dein Ansatz, weil ich meine, man geht ja nicht in so eine Oberbürgermeister zum einen Wahl, aber dann auch in ein, okay, du bist es jetzt und es geht jetzt los. Da gehen wir ja auch mit. mit Ideen, mit okay, so mache ich es. Gab es schon irgendwelche Themen, Ansätze und so, du gesagt hast, so hätte ich das gerne gemacht, das klappt so nicht? Tatsächlich noch nicht. Also ich habe einen Wuppertalplan, aber den habe ich noch nicht so ganz konkret ausgearbeitet. Ganz viele Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterinnen sind ja immer der Meinung, wenn sie gewählt sind, die Welt hat auf sie gewartet.

Aber das ist ja in Wahrheit gar nicht so. Da sitzen ja ganz viele kompetente Menschen zum Glück und auch die Politik hat ganz oft ein Eigenleben. Deswegen habe ich gesagt, ich möchte, dass der Wuppertalplan gemeinsam entwickelt wird, von der Stadtgesellschaft, von der Politik und aus der Verwaltung. Und der wird im Dezember in den Rat eingebracht. Und da kann ich dann hinterher die Frage vielleicht noch mal anders beantworten. Aber ich hoffe, das klappt, weil das ist eines der wichtigsten Themen in meinem ersten Jahr. Und da geht es eine Zukunftsversion von der Stadt Wuppertal. Wie wollen wir denn in 15 Jahren sein? Ist auch wild, So drüber nachzudenken. Ja, ist ja so. Ich meine, so ein...

Das ist halt... Also ich verstehe das natürlich aus so einer politischen Ebene, aber das ist ja dann in der Umsetzung noch mal was anderes. Wenn man das so sagt, wir wollen für die nächsten 15 Jahre, dann klingt das gut und es ist ja auch sinnvoll, das zu machen. Aber das in die Umsetzung zu bringen, ja auch echt nicht einfach. Das klingt immer so einfach, aber es ist dann kompliziert. Da muss man den Haushalt noch unter den Rüben bringen mit dem Personalstrategie. Da geht dann erst die Arbeit richtig los. Ja, und es wird ja auch nicht einfacher. Wie das Wuppertal wahrscheinlich ähnlich. Haushalt ist knapp. Genau, also Haushaltssicherungskonzept haben auch wir. Das ist natürlich immer sehr einschränkend, weil man dann immer ganz genau gucken muss, wofür man sein Geld aus und wofür eben nicht.

ja. Zwei. Hast du, auch wenn wir jetzt so Richtung KGT-Forum blicken, was sind denn so die Sachen, die du dir davon erhoffst, dass du hier bist und dass ihr hier seid vielmehr? Also ich finde das Netzwerken unfassbar wichtig. Also wir leben alle in unserem Mikrokosmos der Stadt Wuppertal und Die ganzen anderen Städte, machen alles wahrscheinlich komplett anders als wir, wo wir alle gemeinsam die oder ähnliche Themen bearbeiten. Und hier kann man mit den einzelnen Kommunen in die Gespräche kommen, mit den Mitarbeitenden auch mal reinhören, was die für Projekte haben, die die umsetzen, ne umsetzen, so. Und dann kann man ganz viele Impulse mitnehmen in die eigene Stadt und dann noch mal überlegen, wie man vielleicht zukünftig auch anders Projekte mal angeht, als man das in der Vergangenheit getan hat.

Gibt es eine WhatsApp-Gruppe für alle Oberbürgermeisterinnen? Die gibt es nicht, nein. wenn es eine gibt, dann habt ihr mich nicht aufgenommen. Ich bin nicht dabei. Ich würde auch mit reinkommen. Einfach nur für die Gifts. Das mache ich dann. Ich würde mal das nächste Spiel spielen. Das ist nämlich Alter Verwalter. Und Alter Verwalter heißt... Wo haben wir es? Da ist es. Wir machen so bisschen das, was... Also Alter Verwalter deshalb, weil wir mögen ja unsere Behörden und unsere Sachen, die wir in Behörden machen und in Verwaltung. Deswegen gibt es die Tassen und so Sachen. Wir haben da ja Bock drauf. Und... Jeder steht ja aber zu Behördensachen anders und mich interessiert quasi die Wichtigkeit im Behördenalltag.

Also du rankst quasi für dich die Wichtigkeit im Behördenalltag für folgende drei Sachen. könnt im Kopf mitmachen. Umlaufmappe, Dienstsiegel, E-Mail. Umlaufmappe, Dienstsiegel, E-Mail. E-Mail, Umlaufmappe, Dienstsiegel. ist auch schöner genauso der Arbeit so wie es läuft. Wie viel Umlaufmappen also ist Digitalisierung? Wie weit seid ihr bei Digitalisierung? Wir sind richtig weit. Nice. Keine Umlaufmappen mehr, nur noch Unterschriftenmappen. ich bin gerade dabei, mal zu hinterfragen, ob wir wirklich alle Umlaufmappen so brauchen oder ob wir nicht einfach die digitalen Unterschriften, die wir alle eingespeichert haben, ob wir die verwenden. Aber es gibt immer einfach Sachen, da müssen wir unterschreiben. Bevor ihr sie wegschmeißt. Kurzes Wir haben da noch welche, Peter. Ich sammel die. gesagt, ich bisschen bekloppt, was das angeht.

Sehr, schön. Dann habe ich noch drei, die du ranken sollst. Und zwar Weihnachtsfeier. den nehme ich mit. Pass auf, mal gucken, ob du den kennst. Weihnachtsfeier, Seemannssonntag, Rollcontainer. Wahnsinn. Wer kennt Seemannssonntag? Niemand kennt Seemannssonntag. Was ist los hier? Niemand gedient. Niemand. Okay, Seemannssonntag erkläre ich gleich. Dann mache ich bei, statt, statt, ähm, Dings mache ich. Weihnachtsfeier, Kaffeeküche. Was hatte ich noch? Rollcontainer. Weihnachtsfeier, Aktenschrank, Rollcontainer. Aktenschrank und Rollcontainer, das auch fast das gleiche. Aber das sind die Rollcontainer, die meine ich, die auf diesem Bild drauf sind. am Schreibtisch stehen. Okay, dann würde ich sagen Weihnachtsfeier, weil Teamgefüge, das ist super wichtig. Also ohne Weihnachtsfeier. Wie anstrengend ist denn bitte eine Weihnachtsfeier mit 7500 Leuten? Na ja, also wir machen ja keine Weihnachtsfeier mit 7500 Leuten.

Wir sind ja nicht in einer freien Wirtschaft, wenn ich eine Weihnachtsfeier mit 7500 Leuten machen würde. More like 10 people. Also eher so fürs Team. Zahle ich übrigens auch selber die letzte Weihnachtsfeier. Ich habe sie selber gezahlt. Musst du ja sagen. Ja klar. Und ist aber super wichtig. Haben sich alle gefreut. Das zweite ist, was war es nochmal? Aktenschrank oder Rollcontainer. Ach so beides. Ja. muss ja ranken was wichtiger ist. Dann nehme ich den Akten Schrank, obwohl ich noch nie in den Akten Schrank geguckt habe und danach nehme ich den Rollcontainer, weil ich auch noch nie den Rollcontainer benutzt. Wer hat noch einen Rollcontainer? Also ich habe einen, aber ich benutze den So laterales Hängeregister und so?

coolen Sachen? Ne, das haben wir nicht. Ich sage ja, sind richtig weit bei der Digitalisierung. Ich merke schon, ja. Bisschen wieder zurückschrauben. Guck mal, es gibt hier Mini-Umlaufmappen, die kann man sich immer mit snacken. bisschen manuell und analog darf auch sein. Nein, das ist ja in Ordnung. Deswegen machen wir es ja in Qt. damit man auch ein bisschen Nostalgie dafür sein. Ein bisschen Nostalgie dafür sein. Ziemlich zuständig ist die nächste Kategorie, die wir so machen. Und uns ist halt wichtig, dass wir über die Themen reden, die dir wichtig sind. wir wollen jetzt hier nicht, du merkst ja ein bisschen anders ist das Interviewformat und so. Wir wollen halt vor allem gucken, was dir auch, welche Schwerpunkte du in deiner Arbeit setzt.

Wofür fühlst du dich in deiner Arbeit als Oberbürgermeisterin ziemlich zuständig? Also ich fühle mich ziemlich zuständig für den Bereich Verwaltungsmodernisierung im Sinne von wie kriegen wir das vielleicht wirklich hin, dass wir Prozesse durchgängig automatisiert bekommen. Also dass wir mal Ende zu Ende denken. Ich fühle mich dafür verantwortlich, dass wir den Bürger sehr stark bei unseren Prozessen in den Mittelpunkt stellen, nämlich dass wir immer uns vorstellen, wir sind jetzt Bürger dieser Stadt. Wie sollte dieser Prozess jetzt also sein, damit der Bürger am Tagesende glücklich ist? Da fühle ich mich sehr verantwortlich. Das zweite, wofür ich mich sehr verantwortlich fühle, ist, dass wir von der Kultur vielleicht auch anders werden, was Verwaltungsvorschriften betrifft, wo wir dann vielleicht auch darüber nachdenken.

Kann man das vereinfachen? Müssen die alle sein? Wo müssen wir den Mitarbeitern den Rücken stärken, damit die Mitarbeiter sich auch trauen? gute Entscheidungen zu treffen und wie kriegen wir das hin, wenn eben vielleicht auch mal eine Entscheidung dazu geführt hat, dass es nicht so gut gelaufen ist, dass der Mitarbeiter einfach sagt, okay, das war jetzt trotzdem okay, aber ich mache jetzt einfach weiter, weil man kann Fehler im Regelfall immer korrigieren oder wenn was nicht so richtig gelaufen ist. Also so eine Fehlerkultur, die trotzdem Mitarbeiter motiviert, schnell gute Entscheidungen zu treffen. Wie hast du das Gefühl, das, also wie kann man das hebeln? Weil gerade, ich meine, jeder hat ja natürlich in seiner, in seinem Bereich Du hast andere Hebel als deine Dezernenten, als die Sachbearbeiter.

Wie versuchst du das für dich umzusetzen, dass das klappt? Also ich habe da eine sehr klare Haltung. Ich kommuniziere das regelmäßig sehr klar und ich fordere das auch ein. dass die Dezernenten beispielsweise, weil ich rede ja nicht mit den Mitarbeitern, die hören ja einen großen Schreckregen, wenn ich da auf einmal stehe und das sage, triff jetzt irgendwie eine Entscheidung, die wird schon super sein. So einfach während einfach reinkommen. Sondern das ist dann wirklich so, dass also das muss jeder lernen. dass die Dezernenten ihre Ressortleiter und Amtsleiter immer wieder dazu auffordern zu sagen, dass Entscheidungen getroffen werden oder dass wir vielleicht auch Pressprozesse ändern, die zu einer positiven Entscheidungsfindung beitragen. Und das muss dann irgendwann sich zu den Mitarbeitern durchschlagen.

Das dauert, das geht nicht von heute auf morgen. Aber wichtig ist, dass man da selber auch Vorbild ist. Und ich würde zum Beispiel nie von Mitarbeitern erwarten, dass sie eine Entscheidung treffen, wo ich nicht selber eine Unterschrift... runter setzen würde. Das ist glaube ich ganz wichtig, dass die Mitarbeiter das eben wissen. Zweifel unterschreibe ich das einfach. dann haben die eben auch die Sorge nicht. Aber dann ist eben auch recht sicher, dass ich die Verantwortung dafür trage. Glaubst du, dass es da in Deutschland, weil das Witzige ist, es gibt ja einen Unterschied zwischen dem, was man in der gesellschaftlichen Debatte über Verwaltung, Behördenleitung, Oberbürgermeister, Politiker hört. Und das, man, wenn man sich mit den Leuten unterhält, da hört und merkt.

Es ist eine große Diskrepanz in der Verwaltung. Also wenn man die Bürger hört, die tun ja dann immer so, als würden die den ganzen Tag nur Kaffee trinken, obwohl der Kaffee in der Verwaltung, der schmeckt immer nicht so gut. naja, also vielleicht lohnt es sich gar nicht, den ganzen Tag Kaffee zu trinken. Aber das, was ich merke, ist, dass das, was die Bürgerinnen sich wünschen, das wünschen sich ganz oft eigentlich auch die Mitarbeiter in der Verwaltung, dass eben die Prozesse einfacher werden. Das wird vielleicht auch mal schnell eine Entscheidung. dass wir nicht immer uns im Kreis diskutieren oder ähnliches. Ich glaube, die Herausforderung ist, dass man eben das hinbekommt, dass man diese Sachen gemeinschaftlich verbessert.

Aber da ist eben die Disrepanz. Und das Schöne ist, dass aber alle an einem Strang ziehen, dass es dann jetzt hoffentlich auch funktioniert. Ja, das Gefühl hast du auch, Ja. Es ist nämlich auch bei diesen, also nicht nur bei diesen Veranstaltungen, sondern generell, waren auch beim, ach Gott, wo war denn das? Letztes Jahr irgendwo auf einer Veranstaltung, es dann, hier IT-Planungsrat, genau. Und auch da IT-Planungsrat, wo man denkt, ja, Digitalisierung schwierig ist das dann irgendwie vor ein paar Jahren noch in diesen OZG-Runden mit und es war alles zäh. Und so langsam habe ich das Gefühl, da passiert richtig was, auch wenn das quasi natürlich offensichtlich kleine Schritte sind. Wir sind halt auch ein Land mit 52 Millionen.

Das ist ja auch nicht so einfach so. Das ist ja in der Stadtverwaltung. Also wir hatten hier gerade Philipp Stolz, selbst ein Bürgermeister von der Reichenauer, hat 140 Mitarbeitende. Das ist ja auch selbst da, offensichtlich dauert ein Prozess und dauert das alles lange. Aber das ist schon auch das Gefühl, dass der... dass der Vibe irgendwie da ist in der Verwaltung. Ach, der ist auf jeden Fall da, der Vibe. Also da würde ich mich zu 110 Prozent hinter meine Mitarbeiter stellen in der Verwaltung. Die wollen das. Aber hier auch auf den Foren, oder? ist ja nicht nur in der, quasi nicht nur bei dir. Nein, also das ist insgesamt so. Also die Verwaltungen stehen ja vor ähnlichen Herausforderungen.

Das gehört einfach dazu. Und was schön ist, ist, dass jetzt die Kommunen auch wirklich dazu übergehen, dass man gemeinsame Lösungen viel öfter überlegt, als man das vielleicht früher getan hat. dass das nicht mehr so als Schwäche angesehen wird, dass man das selbstständig lösen muss, sondern dass es sogar gut ist, wenn wir gemeinsame Lösungen entwickeln. Das finde ich eine tolle Entwicklung. Ja, wir merken das auch. Wir haben so eine Plattform, wo genau das quasi das Ziel ist, dass die Leute quasi sich auch austauschen und miteinander ins Gespräch kommen von, hey, ich mache das so, wie machst du das und so. Das ist ganz witzig. hatten mal jemanden, der dann gesagt hat, es ist so wild, wir haben gerade was entwickelt.

Und mein Chef sagt, das müssen wir jetzt für uns behalten, weil wir dürfen das nicht rausgehen, weil wir haben das hier entwickelt. Da müssen wir jetzt drauf sitzen bleiben. Und es ist aber witzigerweise eher die Ausnahme. Es gibt es halt noch. Auch das kann ich ein Stück weit nachvollziehen, weil dieses Hauen und Stechen untereinander gibt es ja irgendwie immer noch. Aber ich habe schon das Gefühl, dass sich das hart, dass es aufweicht und dass immer mehr Leute Bock drauf haben, das auch zu teilen, weil sie eben alle wissen, wir haben auch gar nicht die Ressourcen, das alles selber zu machen. Wir können das Rad nicht alles, jeder neu erfinden. Deswegen meine Abschlussfrage. Was macht dich optimistisch?

Optimistisch? Boah, ich bin einfach ein grundoptimistischer Mensch. brauche gar nichts, optimistisch zu sein. ist mir in die Wiege gelegt. Wenn irgendwas schief geht, sehe ich trotzdem immer noch das Gute daran, dass es schief gegangen ist. deswegen, wenn ich mir die Mitarbeiter in der Verwaltung bei mir angucke, dann mache ich mich das sehr optimistisch, weil die haben einen ganz großen Vertrauensvorschuss in mich gelegt. Da wechselt alle fünf Jahre der Oberbürgermeister, zumindest bei uns in den letzten Jahren. Dann fangen sie immer wieder bei Null an. Das macht mich optimistisch, dass sie trotzdem sagen, du bist jetzt da. Und jetzt versuchen wir aber auch zu verstehen, welche Richtung du willst, wie du denkst, wie du tickst und passen uns dann eben der Situation an.

Und das finde ich richtig gut. Megacool. Dann wünsche ich dir auf jeden Fall und euch tatsächlich noch ein schönes KGST-Forum. Ja, danke sehr. Habt ihr noch irgendwelche Tipps, Besonderheiten, Highlights, die ihr hier so ansteuert? Also was interessiert euch hier so in den nächsten zwei, drei Tagen? Gute Frage. Was interessiert euch besonders? Wir gucken mal so zur Seite. Was sagt Seol? unsere... ja, wir haben eigene Beiträge. Wuppertal hat eigene Beiträge. mal, da könnt ihr da mal... Also genau, Wuppertal ist immer ein Highlight. Wir ja auch einen tollen Infostand, da sind wir mit vertreten. Da kann man auch viel über Top-Sharing oder so, das vertreten wir ganz stark. Also die haben immer bei uns auch vorbeikommen.

Stimmt, die eigenen Beiträge. Die eigenen Beiträge. Und dann seid ihr bei den Abendveranstaltungen? Die Kolleginnen und Kollegen schon. Ich bin jetzt gar nicht durchgängig hier, weil Schulanmeldungen, also Infoveranstaltungen für die Grundschulen sind. alles in Reihnung zu bringen. das ist bestimmt wild. Ja. Ist auch nicht einfacher geworden als Oberbürgermeister. Das dachte ich mir fast. Das dachte ich mir fast. Bei uns irgendwie ist es immer schon schwierig und ich habe quasi keine Arbeitswege. Wir haben so einen Kita-Weg von, also zwischen Arbeit, Wohnung und Kita halt literally so 100 Meter. Also ich hab's wirklich grandios. Und die Schule sind jetzt 750 Meter und ich denk so, Gott, wie machen das Menschen? Voll ich anders. Mega gut. Vielen Dank, dass du da warst.

Gerne immer wieder herkommen und an alle, die sich irgendwie für auch offensichtlich gute Best Practice Beispiele interessieren, können ja offensichtlich auch bei euch mal vorbeischneiden und mal gucken. Sowohl ihr auf dem Stand, natürlich auch in, na ja, bei uns auf der Plattform gibt es auch wahrscheinlich ein paar, aber auch so gerne mal schnacken, weil offensichtlich macht Wuppertal ganz viele tolle Sachen. Machen wir. Ganz, ganz schön, dass du da warst. Ganz, ganz lieben Dank. Danke sehr. Wir haben tatsächlich noch eine Kleinigkeit für dich. Luisa? nee, wir im Gespräch. Wir haben noch ein kleines, ein kleines Thank you Package für dich. Das darfst dir dann angucken. Weil Wertschätzung ist so ein Thema bei uns. Insofern, schön, du da warst.

Danke sehr. Bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. So denke ich nämlich auch. Ehrenbehörde live vor Ort beim KGST-Forum in Leipzig. Ehrenbehörde live vor Ort. sind Geschichten aus dem Amt. Nicht nur Papier im Wort, Uli Umlauf. Behörden Bern, Louisa lacht dazu. Peter Nick, Irta schützt die Daten. Und wir hören einfach zu. Ehrenbehörde live vor Ort. Für alle, die den Laden täglich liebevoll verwalten. Dann tolle Gäste, gute Fragen. Keine Eile, kein Report. Ehrenbehörde. Life for...

Automatisch erstellt von Riverside, Zeitangaben in Kapiteln sind ungefähr.

Zum Nachlesen

Den Artikel zur Folge findest du im Blog:

Es ist Zeit für ein Neues:
Das war hier schon immer so.

Kostenlos starten