Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin Wuppertal
Kurz gesagt
Live vom KGSt-Forum in Leipzig spricht Peter mit Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal, über zehn Monate im Amt. Sie erklärt, wie sie Grundsatzthemen mit einem Kick-off startet, warum der Wuppertalplan gemeinsam entstehen soll und wie Mitarbeitende den Mut zu schnellen Entscheidungen bekommen.
Live vom KGSt-Forum in Leipzig: Miriam Scherff, Oberbürgermeisterin der Stadt Wuppertal.
Zehn Monate im Amt, 7.500 Menschen im Konzern Stadt. Miriam erzählt, wie sie jedes Grundsatzthema mit einem Kick-off startet, wie der Wuppertalplan entsteht und woran ihre Mitarbeitenden merken, dass Fehler erlaubt sind.
Bild: © KGSt
Kernaussagen
- Mit der Verwaltung arbeiten. Miriam setzt ihre Themen gemeinsam mit den sechs Dezernenten um und nimmt alle mit. „gegen die Verwaltung zu arbeiten, ist auf jeden Fall keine gute Idee“ (Miriam, ca. 6:00)
- Grundsatzthemen starten mit einem Kick-off. Alle Beteiligten hören Herausforderung und Zielbild und erarbeiten die Lösung gemeinsam. „Bei mir startet immer ein Grundsatzthema damit, es gibt einen Kick-Off-Veranstaltung“ (Miriam, ca. 7:00)
- Niemand hat auf die neue Spitze gewartet. Den Wuppertalplan entwickeln Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung zusammen. „Ganz viele Oberbürgermeister oder Oberbürgermeisterinnen sind ja immer der Meinung, wenn sie gewählt sind, die Welt hat auf sie gewartet.“ (Miriam, ca. 8:00)
- Fehler dürfen passieren. Miriam will eine Führungskultur, in der Mitarbeitende schnell gute Entscheidungen treffen. Dafür steht sie selbst ein. „Zweifel unterschreibe ich das einfach.“ (Miriam, ca. 16:00)
- Gemeinsame Lösungen gelten nicht mehr als Schwäche. Kommunen entwickeln öfter zusammen, weil keine das Rad allein neu erfinden kann. „dass es sogar gut ist, wenn wir gemeinsame Lösungen entwickeln“ (Miriam, ca. 19:00)
Kapitel
- ca. 0:00 · Begrüßung live vom KGSt-Forum
- ca. 1:00 · Spiel: Kommt drauf an
- ca. 4:00 · Ein Arbeitstag als Oberbürgermeisterin
- ca. 5:00 · Wer in der Stadt was entscheidet
- ca. 7:00 · Führen mit Kick-off und Zielbild
- ca. 8:00 · Der Wuppertalplan
- ca. 11:00 · Spiel: Alter Verwalter
- ca. 14:00 · Modernisierung und Fehlerkultur
Fragen zur Folge
Was ist der Unterschied zwischen Bürgermeisterin und Oberbürgermeisterin?
In Wuppertal ist die Oberbürgermeisterin die gewählte Spitze der Verwaltung. Ihre Vertretung übernehmen ehrenamtlich gewählte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Stadtrat, aktuell drei.
Wer entscheidet in einer Stadt was?
Miriam Scherff arbeitet mit sechs Dezernenten, die ihre Bereiche selbstständig führen, bei knapp 7.500 Mitarbeitenden im Konzern Stadt. Themen, die ihr wichtig sind, setzt sie gemeinsam mit den Dezernenten um. Sobald es ums Geld geht, entscheidet der Stadtrat. Ihre Aufgabe ist es, dort eine Mehrheit zu bekommen.
Wie fördert eine Oberbürgermeisterin Mut zu Entscheidungen?
Miriam kommuniziert klar und fordert von ihren Dezernenten, dass sie Ressort- und Amtsleitungen zu Entscheidungen ermutigen. Sie will Vorbild sein und erwartet keine Entscheidung, die sie nicht selbst unterschreiben würde. Fehler lassen sich aus ihrer Sicht im Regelfall korrigieren. Wie andere Kommunen das lösen, kannst du im Austausch fragen.
Transkript
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