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Ziemlich zuständigApril 30, 202638:50

Franziska Schefe & Julia Tiemann-Kollipost

Hinter den Kulissen vom IT-Planungsrat

Kurz gesagt

Peter spricht nach dem Fachkongress des IT-Planungsrats in Mecklenburg-Vorpommern mit Franziska Schefe und Dr. Julia Tiemann-Kollipost aus dem Orga-Team. Die beiden erzählen, wie eine winzige Geschäftsstelle mit freiwilligen Helfenden einen bundesweiten Kongress stemmt und warum Vertrauen dabei mehr bringt als Kontrolle.

Hinter den Kulissen vom IT-Planungsrat: Im Gespräch mit Franziska Schefe und Dr. Julia Tiemann-Kollipost, die in Mecklenburg-Vorpommern den Fachkongress organisiert haben. Was es heißt, einen Bundeskongress fast alleine zu stemmen, warum sie nicht erst prüfen "ob sie zuständig sind" bevor sie loslegen. Dazu: wie ein Team aus dem Stand zusammenwächst, wenn man die Leute einfach machen lässt.

Kernaussagen

  • Vertrauen ersetzt Micromanagement. Julia hat zu wenige Leute, um alles zu kontrollieren. Deshalb setzt sie auf Eigenverantwortung im Team. „Micromanaging entspricht jetzt auch überhaupt nicht meinem Führungsstil, muss ich sagen.“ (Julia Tiemann-Kollipost, ca. 6:00)
  • Erst anpacken, dann Zuständigkeit klären. Julia kam als Quereinsteigerin in den Landesdienst und hat den Prüfreflex nie gelernt. „Und ich habe halt diesen Reflex nicht erst mal zu prüfen, ob ich denn zuständig bin“ (Julia Tiemann-Kollipost, ca. 15:00)
  • Pannen gehören zum Plan. Das Orga-Team hat von Anfang an damit gerechnet, dass Dinge schiefgehen. Darum blieb es bei der Suche nach Lösungen. „Uns war total klar, dass es ganz viel gibt, was nicht klappen wird.“ (Franziska Schefe, ca. 19:00)
  • Freiraum entsteht auch aus Personalmangel. Mit wenig Kolleginnen und viel Arbeit bekam Julia früh Verantwortung, die sie anderswo nicht so schnell bekommen hätte. „Und da sieht man doch einfach mal, was da halt auch bei rauskommen kann, wenn man die Leute einfach mal machen lässt.“ (Julia Tiemann-Kollipost, ca. 17:00)

Kapitel

  1. ca. 0:00 · Start des Live-Wrap-ups
  2. ca. 4:00 · Zusammenarbeit ohne Micromanagement
  3. ca. 9:00 · Von der Kulturanthropologie zum Kongress
  4. ca. 12:00 · Warum der IT-Planungsrat zählt
  5. ca. 14:00 · Ein Bundeskongress mit kleiner Besetzung
  6. ca. 19:00 · Lösungsorientiert durch den Stress
  7. ca. 22:00 · Highlights und was danach kommt
  8. ca. 31:00 · Rückblick mit Luisa

Fragen zur Folge

Wie organisiert ein kleines Team einen Fachkongress des IT-Planungsrats?

In Mecklenburg-Vorpommern führte bis dahin ein Sachbearbeiter die Geschäftsstelle allein. Für den Kongress kamen Julia und eine Referentin in Teilzeit dazu. Helfende aus dem Kollegium meldeten sich über einen Aufruf im Intranet und ließen sich für anderthalb Tage freistellen. Alle haben mitgedacht und selbst gesehen, wo etwas fehlt.

Warum hatte Mecklenburg-Vorpommern Vorsitz und Kongress direkt nacheinander?

Ein Konzept des IT-Planungsrats verteilt den Vorsitz von A bis Z und den Kongress von Z bis A. Mecklenburg-Vorpommern liegt in der Mitte des Alphabets, deshalb fielen beide Aufgaben zusammen. Das Team startete in das Vorsitzjahr sogar ohne eigenen Abteilungsleiter.

Was bringt der IT-Planungsrat im Alltag?

Julia nennt die Verwaltungsdigitalisierung die Grundlage für den Alltag aller Menschen. Der Planungsrat fasst Beschlüsse und arbeitet an ihrer Umsetzung, damit das Leben für Bürgerinnen und Bürger einfacher und digitaler wird. Aus ihrer Sicht bekommt er dafür zu wenig Anerkennung. Mehr zum Thema findest du im Fachbereich Digitalisierung und KI.

Transkript

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Automatisch erstellt von Riverside, Zeitangaben in Kapiteln sind ungefähr.

Zum Nachlesen

Den Artikel zur Folge findest du im Blog:

Wie 2,5 Personen einen Bundeskongress stemmten

Es ist Zeit für ein Neues:
Das war hier schon immer so.

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