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Der EU AI Act ist da und sieht seit Februar 2025 vor, dass alle Mitarbeitenden, die mit KI arbeiten, geschult werden müssen. Was das genau für Behörden bedeutet und wie sie dieser Pflicht nachkommen können, klären wir mit Manuel Landauer, KI-Beauftragter der Stadt Schorndorf. Disclaimer: Gemeinsam mit Manuel haben wir eine eigene KI-Pflichtschulung entwickelt, über die im Interview auch gesprochen wird.
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Ehrenbehörde: Manuel, ist die KI-Pflichtschulung wirklich Pflicht?
Manuel: Das ist tatsächlich Pflicht und betrifft seit 2. Februar diesen Jahres alle Kommunen und Organisationen, die in der EU agieren. Alle Mitarbeitenden müssen eine Grundlagenkompetenz im Bereich der künstlichen Intelligenz nachweisen können.
Ehrenbehörde: Wie kam die EU auf die Idee, das jetzt zu machen?
Manuel: Mir ging es anfangs genauso – wieder mehr Bürokratie? Aber im Ergebnis bin ich glücklich damit, weil es um den Schutz unserer demokratischen Werte geht. Dinge wie Social Scoring oder Echtzeitgesichtserkennung im öffentlichen Raum sind klar verboten. Die Schulungspflicht ist richtig und wichtig, denn nur wenn man weiß, was man tut, kann man es sicher und effizient machen.
Ehrenbehörde: Was bedeutet "nachweisen können"?
Manuel: Die Arbeitgeber müssen in Form von Zertifikaten oder Bescheinigungen nachweisen, dass die Mitarbeitenden eine Grundlagenschulung besucht haben. Dabei geht es um rechtliche Faktoren, ethische Themen und den praktischen Einsatz von KI.
Ehrenbehörde: Welche Behörden sind angesprochen und wer muss das angehen?
Manuel: Es betrifft wirklich jeden. Es gibt niemanden, der sich davon rausnehmen kann. Die Verantwortung liegt bei der Verwaltungsspitze, denn dort werden nicht ganz unempfindliche Strafen ausgerufen, wenn man diese Nachweispflicht nicht erfüllen kann.
Ehrenbehörde: Wie macht ihr das praktisch in Schorndorf?
Manuel: Wir machen das seit zweieinhalb Jahren intern. Ich habe mich schon früh privat mit KI beschäftigt und konnte dadurch eine Expertise aufbauen. Ich schule sowohl die Grundlagenthematik für alle Mitarbeitenden als auch Aufbauschulungen zum Thema Prompt Engineering.
Ehrenbehörde: Was ist, wenn man keine interne Expertise hat?
Manuel: Das ist schwierig. Es gibt viele Angebote, aber oft hält irgendein Anwalt eine Schulung, der ein paar Paragraphen runterbetet. Man bekommt zwar etwas vom rechtlichen Rahmen mit, aber alle anderen wichtigen Themen – wie der effiziente Einsatz – fallen hinten runter.
Ehrenbehörde: Welche Alternative gibt es?
Manuel: Präsenzschulungen sind nicht skalierbar. Die Stadtverwaltung München kann nicht alle Mitarbeitenden nach Hannover schicken. Selbst Online-Schulungen über mehrere Stunden sind schwierig – Kita-Kräfte können nicht einfach mal drei Stunden eine KI-Schulung machen, sie müssen am Kind arbeiten. Deshalb setzen wir auf E-Learning, wo man morgens 15 Minuten schaut, nachmittags 20 Minuten und den Rest später macht.
Ehrenbehörde: Was macht die Schulung anders?
Manuel: Wir machen es aus Behördensicht. In klassischen Seminaren bekommt man entweder Paragraphen vorgelesen oder Marketing-Tipps, wie man die Kampagne mit KI skaliert. Aber was soll ich als Behörde damit? Deshalb vermitteln wir, wie KI wirklich im Behördenalltag eingesetzt werden kann.
Ehrenbehörde: Wie ist die Schulung aufgebaut?
Manuel: Wir haben sechs Module: Grundlagen der KI, ChatGPT und generative KI, KI in Behörden, EU AI Act, Ethik und KI, plus einen Fragebogen. Insgesamt etwa 48 Minuten. Man kann es am Stück machen oder über mehrere Tage verteilen. Die Lizenz gilt ein Jahr und wird laufend aktualisiert.
Ehrenbehörde: Was kommt noch?
Manuel: Wir planen einen KI-Campus mit Prompt Engineering, tiefergehenden Tool-Vorstellungen und einer Community. Das Besondere: Wir zeigen Schritt für Schritt, wie man KI in einer fiktiven Behörde einführt, inklusive Leitlinien und Dienstanweisungen. Plus Community-Events für Austausch zwischen den Behörden.
Zum ganzen Gespräch mit Manuel.
Mehr Informationen zur KI-Pflichtschulung für Behörden.