Unkraut, das sich niemand ausgesucht hat.
Pflanzen, die sich ohne gezielte Aussaat oder Pflanzung von selbst ansiedeln.
Spontanvegetation umfasst alle Pflanzen, die sich ohne gezielte Aussaat oder Anpflanzung von selbst ansiedeln, etwa in Pflasterfugen, an Mauern oder auf Brachflächen. Fachlich ist der Begriff wertfrei, umgangssprachlich sagt man dazu oft Unkraut oder Wildwuchs. In der Ökologie gilt sie als wichtiger Lebensraum für Insekten und andere Arten.
In der Grünflächenpflege, im Naturschutz und in Pflegeplänen ist von Spontanvegetation die Rede, wenn Bewuchs von allein entsteht. Ob er entfernt oder geduldet wird, entscheidet die jeweilige Vorgabe. Das neutrale Wort vermeidet die Wertung, die im Alltagswort Unkraut schon mitschwingt.
Gemeint ist oft dasselbe, aber der Ton ist ein anderer. Unkraut wertet die Pflanze als unerwünscht, Spontanvegetation beschreibt neutral, dass sie von selbst gewachsen ist. Im Naturschutz gilt sie sogar als wertvoll.